Emilia Müller
Emilia Franziska Müller (* 28. September 1951 in Schwandorf) ist eine deutsche Politikerin (CSU).
Sie war von November 2005 bis Oktober 2007 und von Oktober 2008 bis Oktober 2013 Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten in der Bayerischen Staatskanzlei. Von Oktober 2007 bis Oktober 2008 war Müller Staatsministerin für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie. Von Oktober 2013 bis März 2018 amtierte sie als Sozialministerin im Kabinett Seehofer II.
Beruf
Nach ihrem Abschluss als staatlich geprüfte Chemotechnikerin an der Chemieschule Dr. Erwin Elhardt in München arbeitete sie seit 1972 für das damalige Max-Planck-Institut für Zellchemie in München (später Max-Planck-Institut für Biochemie) und seit 1973 am Institut für Biochemie der Universität Regensburg. 1984 war Müller als Betriebshelferin und Referentin an der Elternschule in Regensburg tätig und wechselte 1988 ans Institut für Biochemie, Mikrobiologie und Genetik und 1997 ans Institut für Physiologie der Universität Regensburg.
Kommunal- und Europapolitik
Vor ihrer landespolitischen Karriere war Müller auf kommunaler Ebene aktiv: Von 1990 bis 2003 war sie Mitglied des Marktgemeinderates in Bruck in der Oberpfalz, seit 1996 ist sie Kreisrätin im Landkreis Schwandorf.
Von 1999 bis 2003 war sie Mitglied des Europäischen Parlaments und dort in den Ausschüssen für Umweltfragen, Volksgesundheit und Verbraucherpolitik und für Frauenrechte und Chancengleichheit. Darüber hinaus war sie stellv. Vorsitzende im gemischten parlamentarischen Ausschuss EU-Slowakei, stellv. Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung und Mitglied der Arbeitsgruppe Bioethik. Seit 2010 gehört sie dem Ausschuss der Regionen der Europäischen Union an.<ref>Liste der Mitglieder der deutschen Delegation im Ausschuss der Regionen</ref> Seit Oktober 2013 war sie Mitglied des Bayerischen Landtags.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Müller, Emilia Franziska.] Bayerischer Landtag, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 26. Januar 2017. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Bei der Landtagswahl am 14. Oktober 2018 kandidierte sie nicht mehr.
Staatspolitik
Am 14. Oktober 2003 wurde Müller Staatssekretärin im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, ehe sie am 29. November 2005 Eberhard Sinner als Europaminister ablöste. Am 16. Oktober 2007 wurde sie als bayerische Wirtschaftsministerin vereidigt. 2005 bis 2009 war sie Landesvorsitzende der Frauen-Union und bis 2007 sowie von 2008 bis 2013 Bevollmächtigte Bayerns beim Bund. Seit 2008 ist sie Vorsitzende des CSU-Bezirksverbandes Oberpfalz. Müller saß von Oktober 2007 bis Oktober 2008 auch im Verwaltungsrat der bayerischen Landesbank BayernLB.
Bei den Landtagswahlen 2008 konnte sie trotz des ersten Platzes auf der Liste des Bezirks Oberpfalz aufgrund der hohen Stimmverluste der CSU nicht in den Landtag einziehen. Sie wurde dennoch unter Ministerpräsident Horst Seehofer Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten in der Bayerischen Staatskanzlei. Im Kabinett Seehofer II wurde sie im Oktober 2013 zur neuen Sozialministerin ernannt.
In dieser Funktion besuchte sie am 1. September 2015 nahe Ingolstadt das neu eröffnete Abschiebezentrum und sagte in einem von Fernsehkameras übertragenen Gespräch zu einem Asylsuchenden aus dem Kosovo: „Sie sind gut untergebracht? Gut. Sie wissen aber, dass Sie zurück müssen?“ Dies wurde in der Süddeutschen Zeitung als „völlige Empathielosigkeit gegenüber flüchtenden Menschen“ kritisiert.<ref name="sz-2630973">Ingrid Fuchs: CSU und Flüchtlinge: Ministerin Eisklotz. In: sueddeutsche.de. 2. September 2015, abgerufen am 4. September 2015.</ref>
Privatleben
Emilia Müller ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne. Sie lebt in Bruck in der Oberpfalz.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Emilia Müller – Eine echte Oberpfälzerin.] Emilia Müller, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 26. Januar 2017.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Engagement
Müller ist Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Lesen.<ref>Stiftung Lesen | Kuratorium. In: www.stiftunglesen.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Mai 2016; abgerufen am 24. Mai 2016. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Sie ist Botschafterin des Schulprojekts WerteRaum.<ref>https://werteraum.org/2019-2</ref>
Auszeichnungen
- 2007: Bayerischer Verdienstorden
- 2009: Großoffizier des portugiesischen Verdienstordens
- 2011: Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um die Umwelt
- 2012: Komtur des Sterns von Rumänien
- 2013: Großer Tiroler Adler-Orden
- 2013: Ehrensenatorin der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden
- 2016: Bayerische Verfassungsmedaille in Silber
Literatur
- Emilia Müller in: Internationales Biographisches Archiv 01/2014 vom 31. Dezember 2013, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
Weblinks
- Biographie beim Bayerischen Landtag
- Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration
- Homepage von Staatsministerin Emilia Müller
- Emilia Müller in der Abgeordnetendatenbank des Europäischen Parlaments
Einzelnachweise
<references />
<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />
Vorlage:Navigationsleiste Bayerische VerkehrsministerVorlage:Klappleiste/Anfang
Karl Lange (1945) | Ludwig Erhard (1945–1946) | Rudolf Zorn (1947) | Hanns Seidel (1947–1954) | Otto Bezold (1954–1957) | Otto Schedl (1957–1970) | Anton Jaumann (1970–1988) | Gerold Tandler (1988) | August Lang (1988–1993) | Otto Wiesheu (1993–2005) | Erwin Huber (2005–2007) | Emilia Müller (2007–2008) | Martin Zeil (2008–2013) | Ilse Aigner (2013–2018) | Franz Pschierer (2018) | Hubert Aiwanger (seit 2018)
Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang
Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten:
Franz Heubl (1962–1978) | Peter Schmidhuber (1978–1987) | Georg von Waldenfels (1987–1990) | Thomas Goppel (1990–1994) | Edmund Stoiber (1994) | Ursula Männle (1994–1998) | Reinhold Bocklet (1998–2003)
Staatsminister für Europaangelegenheiten und regionale Beziehungen:
Eberhard Sinner (2003–2005)
Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Verwaltungsreform:
Erwin Huber (2003–2005)
Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten:
Emilia Müller (2005–2007) | Markus Söder (2007–2008) | Emilia Müller (2008–2013)
Staatsminister für Europaangelegenheiten und regionale Beziehungen:
Beate Merk (2013–2018)
Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Sonderaufgaben:
Beate Merk (2013–2014) | Marcel Huber (2014–2018)
Staatsminister für Digitales, Medien und Europa:
Georg Eisenreich (2018)
Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Medien:
Florian Herrmann (2018–2021)
Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Medien:
Florian Herrmann (seit 2021)
Staatsminister für Europaangelegenheiten und Internationales:
Melanie Huml (2021–2023) | Eric Beißwenger (seit 2023)
Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang
Albert Roßhaupter (1945–1947) | Heinrich Krehle (1947–1950) | Richard Oechsle (1950–1954) | Walter Stain (1954–1962) | Paul Strenkert (1962–1964) | Hans Schütz (1964–1966) | Fritz Pirkl (1966–1984) | Franz Neubauer (1984–1986) | Karl Hillermeier (1986–1988) | Gebhard Glück (1988–1994) | Barbara Stamm (1994–2001) | Christa Stewens (2001–2008) | Christine Haderthauer (2008–2013) | Emilia Müller (2013–2018) | Kerstin Schreyer (2018–2020) | Carolina Trautner (2020–2022) | Ulrike Scharf (seit 2022)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Müller, Emilia |
| ALTERNATIVNAMEN | Müller, Emilia Franziska (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Politikerin (CSU), MdEP, MdL |
| GEBURTSDATUM | 28. September 1951 |
| GEBURTSORT | Schwandorf |
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:Datum
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2019-09
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2023-04
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:MdEP/Wikidata-Bezeichnung ungleich Lemma
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:MdEP/Verschiedene Kenner in Wikipedia und Wikidata
- Staatssekretär (Bayern)
- Arbeits- und Sozialminister (Bayern)
- Bundes- und Europaminister (Bayern)
- Wirtschaftsminister (Bayern)
- Landtagsabgeordneter (Bayern)
- Mitglied des Europäischen Parlaments für Deutschland
- Politiker (20. Jahrhundert)
- Politiker (21. Jahrhundert)
- CSU-Mitglied
- Person (Verbraucherpolitik)
- Träger des Großen Tiroler Adler-Ordens
- Träger des Bayerischen Verdienstordens
- Träger der Bayerischen Verfassungsmedaille in Silber
- Träger des portugiesischen Ordens für Verdienst (Großoffizier)
- Träger des Sterns von Rumänien (Komtur)
- Mitglied im Europäischen Ausschuss der Regionen
- Ehrensenator der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden
- Deutscher
- Geboren 1951
- Frau