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Emei Shan

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Vorlage:Infobox Berg

Datei:Treppe zum Emei Shan.jpg
Treppe zum Gipfel des Emei Shan

Der Emei Shan (Vorlage:Zh) ist einer der vier heiligen buddhistischen Berge in China. Mit einer Höhe von Vorlage:Höhe ragt er aus dem Becken der Provinz Sichuan. Er ist namensgebend für den Emeishan-Trapp.

Der Name Augenbrauen-Berg stammt einer Theorie zufolge von der länglichen Form des Grates. 1996 wurde er zusammen mit dem nahen Leshan in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Die Tempel auf dem Emei Shan (Vorlage:Zh) stehen auf der Liste der Denkmäler der Volksrepublik China.

Sehenswürdigkeiten

Die Legende des buddhistischen Berges besagt, dass der Bodhisattva Samantabhadra (chin. 普賢 / 普贤 Pinyin Pǔxián; jap. Vorlage:Lang, kana Vorlage:Lang) auf seinem weißen dreiköpfigen Elefanten auf den Berg geflogen ist. Daher wird der Berg als sein Aufenthaltsort gesehen oder doch zumindest mit ihm assoziiert. Im Wànnián-Sì – dem 10.000-Jahre-Tempel, dem ältesten noch bestehenden Tempel des Berges, im 9. Jahrhundert rekonstruiert, befindet sich eine 7,35 Meter hohe Statue des Bodhisattva auf seinem Elefanten, 980 errichtet.<ref>Was macht der riesige goldene Buddha auf dem Gipfel des Emei Mountain? In: aleriamay.wordpress.com</ref> Es soll Glück bringen, die Flanken des Elefanten zu streicheln.

Von den über hundert Tempeln des Berges fiel ein Großteil der Kulturrevolution zum Opfer. Ungefähr zwei Dutzend Tempel sind seither wieder aktiv, die meisten nach der Kulturrevolution rekonstruierten Tempel davon befinden sich jedoch in keinem guten Zustand, während einige wenige, die erhalten wurden, ihre alte Pracht weiterhin entfalten. Einige verdienen sich mit der Vermietung von Zimmern an Touristen und Pilger ein Zubrot. Der Jīndǐng-Sì (Goldgipfel-Tempel) an dem traditionell für die Spitze gehaltenen Gipfel in Höhe von 3077 Metern ist komplett rekonstruiert und verlangt Eintritt.

Anmerkung

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Seit dem 6. Jahrhundert ist der Berg angeblich schon das Ziel buddhistischer Pilger. Nach der Kulturrevolution und mit dem rasanten Anstieg des Binnentourismus in den letzten Jahren hat die Zahl der Besucher wieder dramatisch zugenommen. Der Aufstieg zu Fuß, über zwei verschiedene Routen (traditionell wurde jeweils eine für den Auf- und eine für den Abstieg genutzt), dauert zwischen zwei und drei Tagen. Die Wege bestehen fast nur aus Treppenstufen. Sie sind weniger überfüllt als man vermuten könnte, da eine neu gebaute Straße auch den Kraftverkehr bis fast zum Gipfel ermöglicht, wo man daher unvermittelt auf gewaltige Menschenmassen, Geschäfte und Parkplätze stößt. Der Besuch des Berges ist kostenpflichtig.

Berühmt ist der Berg für seine Aussichten und den Anblick des Sonnenaufgangs, jedoch meist durch Nebel und Wolken verdeckt. Vom Gipfel kann man bei niedrigerer Wolkendecke manchmal regenbogenartige Spiegelungen auf den Wolken unter sich sehen. Dieses Phänomen galt einigen Buddhisten als Reines Land, in das teilweise so viele Menschen hinabzuspringen versuchten, dass schon zur Zeit der Ming-Dynastie als Gegenmaßnahme Absperrungen errichtet wurden.

Samantabhadra-Statue auf dem Goldgipfel

Am Goldgipfel wurde eine 48 Meter hohe Statue errichtet, die Samantabhadra darstellt. Sie besteht aus Kupfer, ist mit Gold überzogen und gilt als größte goldene Buddha-Statue der Welt.<ref name="chinaodysseytours">Vorlage:Internetquelle</ref> Die Figur misst 42 Meter, dazu kommt ein rund 6 Meter höherer Sockel.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Die Gesamthöhe von 48 Metern repräsentiert die 48 Gelübde des Amitābha.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Im Inneren der Statue befindet sich ein Tempel.<ref name="chinaodysseytours" />

Flora und Fauna

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Tibetmakak am Emei Shan

Auf dem Berg verbreitet sind Tibetmakaken. Diese Affen haben sich besonders am Gipfel derart an die Essensspenden der Besucher (die auch als buddhistischer Verdiensterwerb gelten) gewöhnt, dass sie teilweise sehr aggressiv ihre Rechte einfordern. Am Gipfel sind daher spezielle Wächter angestellt, die die Affen etwas zurückhalten sollen. Weitere Beispiele endemischer Tierarten sind der Anderson-Spitzmausmaulwurf, die Froschart Rana adenopleura, die Asiatische Krötenfroschart Leptobrachium liui und die Riesenregenwurmart Pheretima praepinguis.

Das Gebiet um den Emei Shan ist auch botanisch bemerkenswert, da hier eine Reihe an Lokalendemiten vorkommt. Die Stechpalmenart Ilex omeiensis Vorlage:Person gedeiht in Mischwäldern und an Berghängen in Höhenlagen von 500 bis 1800 Meter. Die Helmkrautart Scutellaria mollifolia Vorlage:Person & Vorlage:Person an schattigen Standorten in Wäldern in Höhenlage. Die Salomonssiegelart Polygonatum omeiense Vorlage:Person: Dieser Endemit gedeiht an bewaldeten Hängen in Höhenlagen von etwa 1800 Metern. Auf Emei Shan endemisch sind auch die Leberblümchenart Hepatica henryi (Vorlage:Person Vorlage:Person und die Tannenart Abies fabri ([[Maxwell Tylden Masters|Vorlage:Person]]) [[William Grant Craib|Vorlage:Person]].

Siehe auch

Weblinks

Vorlage:Commons

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Welterbe China

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