Elsterwürger
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| Elsterwürger | ||||||||||||
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| Datei:Urolestes melanoleucus -Limpopo, South Africa-8.jpg
Elsterwürger in Limpopo Rural, Südafrika | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Lanius melanoleucus | ||||||||||||
| Jardine, 1831 |
Der Elsterwürger (Lanius melanoleucus) ist eine Vogelart aus der Familie der Würger (Laniidae).
Beschreibung
Elsterwürger sind große Würger, die Körperlänge beträgt etwa 45 Zentimeter, von denen etwa 30 cm auf den sehr langen, gestuften Schwanz entfallen.<ref name="Harris"/> Das Gefieder ist kontrastreich schwarz-weiß. Beim Männchen sind Kopf, Rücken, Flügeldecken, Schwanz und auch fast die gesamte Rumpfunterseite schwarz. Die ausgedehnt weißen Schulterfedern bilden zusammen mit dem gräulich-weißen Bürzel auf der Oberseite ein weißes „V“. Die Schwingen sind überwiegend schwarz. Die Handschwingen zeigen an der Basis einen großen weißen Fleck, Armschwingen und Schirmfedern haben weiße Spitzen. Die Flanken können einige weiße Federn aufweisen. Der Schnabel und die Beine sind schwarz.<ref name="Harris"/>
Die Unterarten variieren hauptsächlich in der Schwanz- und Flügellänge, in der Ausbreitung des weißen Fleckes auf den Handschwingen, im Grauton des Bürzels und im Braunton des Gefieders. Die Nominatform hat die größte Flügel- und Schwanzlänge, aequatorialis den kürzesten Schwanz mit einem tieferen Schwarz an Kehle und Brust. Die Unterart expressa ist kleiner, der weiße Flügelfleck ist kleiner und der Bürzel mehr grau als weiß. Die Unterart angolensis ist der Unterart aequatorialis ähnlich, der Schwanz ist kürzer als der Schwanz der Nominatform. Der Status von angolensis und expressa bedarf allerdings weitere Untersuchungen.<ref name="Harris"/>
Verbreitung und Lebensraum
Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Angola über Botswana, Kenia, Mosambik, Namibia, Südafrika, Eswatini, Tansania, Sambia bis nach Simbabwe. Seine natürlichen Lebensräume sind hauptsächlich die Akaziensavanne, offener, trockener Wald und Buschland. Gelegentlich findet man die Art auch in Laub- und Mopanewäldern.<ref name="Harris"/>
Lebensweise
Elsterwürger ernähren sich vor allem von Gliederfüßern, hauptsächlich von Insekten. Zur Nahrung gehören daneben Doppelfüßer, Reptilien, Mäuse und gelegentlich kleine Früchte sowie frisches Fleisch und Aas. Elsterwürger leben meist in kleinen Gruppen, innerhalb der Gruppe brütet aber offenbar nur ein monogames Paar, das ein kleines Territorium um das Nest verteidigt. Das Gelege besteht aus ein bis sechs, gewöhnlich aus drei bis fünf Eiern. Die Nestlinge werden mit Insekten, Reptilien und Nagetieren gefüttert.<ref name="Harris"/>
Systematik
Der Elsterwürger wurde 1831 durch den schottischen Ornithologen Jean Louis Cabanis als Lanius melanoleucus erstmals wissenschaftlich beschrieben. Im gleichen Jahr stellte der französische Naturforscher René Primevère Lesson den Elsterwürger zusammen mit dem Gelbschnabelwürger in eine neue Gattung, die er Corvinella nannte.<ref name="Lesson" /> C. Hilary Fry et al. wiesen 2000 auf die grundlegenden Unterschiede zwischen Elsterwürger und Gelbschnabelwürger hin und schlugen für den Elsterwürger den Gattungsnamen Urolestes vor, der schon 1850 von Jean Louis Cabanis eingeführt worden war.<ref name="Fry" /> Da sich 2019 herausstellte, dass der Elsterwürger zur gleichen Klade gehört wie die Würger der Gattung Lanius<ref name="Fuchsetal2019" /> wird er von der International Ornithologists’ Union seit August 2023 wieder in Lanius geführt.<ref name="BotW" /><ref name="IOC" />
Je nach Quelle werde zwei (L. m. angolensis und L. m. expressa werden als Synonym zur Nominatform angesehen) oder vier Unterarten anerkannt:<ref name="Harris"/>
- L. melanoleuca aequatorialis (<templatestyles src="Person/styles.css" />Reichenow, 1887) – Südkenia und Tansania.
- L. melanoleuca angolensis (<templatestyles src="Person/styles.css" />Meise, 1958) – Angola und Nordost-Namibia.
- L. melanoleuca melanoleuca (<templatestyles src="Person/styles.css" />Jardine, 1831) – Südsambia, Namibia, Westsimbabwe und Norden von Südafrika.
- L. melanoleuca expressa (<templatestyles src="Person/styles.css" />Clancey, 1961) – Südmalawi, Nordmosambik, Osten von Südafrika.
Gefährdung
Angaben zur Größe des Weltbestandes gibt es nicht. Der Bestand ist offenbar rückläufig, aber wohl nicht sehr schnell. Auch wegen des wohl großen Weltbestandes und des sehr großen Verbreitungsgebietes wird die Art von der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) daher als ungefährdet („Least Concern“) eingestuft.
Einzelnachweise
<references> <ref name="BotW"> R. Yosef und ISWG International Shrike Working Group (2021). Magpie Shrike (Lanius melanoleucus), Version 1.1. In Birds of the World (J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana, Hrsg.). Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. doi: 10.2173/bow.magshr1.01.1</ref> <ref name="Fry"> C. Hilary Fry, Stuart Keith und Emil K. Urban: The Birds of Africa, Volume VI: Picathartes to Oxpeckers. Princeton University Press 2000, ISBN 978-0-12-137306-1 </ref> <ref name="Fuchsetal2019"> Jérôme Fuchs, Per Alström, Reuven Yosef & Urban Olsson. 2019. Miocene diversification of an open-habitat predatorial passerine radiation, the shrikes (Aves: Passeriformes: Laniidae). Zoologica Scripta 48: 571–588. DOI: 10.1111/zsc.12363</ref> <ref name="IOC"> F. Gill, D. Donsker und P. Rasmussen (Eds). 2023. IOC World Bird List (v 13.2). Doi: 10.14344/IOC.ML.13.2. http://www.worldbirdnames.org/</ref> <ref name="Harris"> Tony Harris: Shrikes & Bush Shrikes: Including Wood-shrikes, Helmet-shrikes, Shrike Flycatchers, Philentomas, Batises and Wattle-eyes. A & C Black, 2000, ISBN 978-0-7136-3861-5, S. 142–144.</ref> <ref name="Lesson"> R.P. Lesson (1830–1831): Traité d'ornithologie, ou, Tableau méthodique des ordres, sous-ordres, familles, tribus, genres, sous-genres et races d'oiseaux : ouvrage entièrement neuf, formant le catalogue le plus complet des espèces réunies dans les collections publiques de la France. F. G. Levrault, Paris. Vol. 1: S. i–xxxii, 1–659.</ref> </references>
Weblinks
Vorlage:Wikidata-Registrierung
- [[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2023.1. Eingestellt von: BirdLife International, 2018. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.
- Elsterwürger (Urolestes melanoleucus) bei Avibase
- Vorlage:EBird.org
- xeno-canto: Tonaufnahmen – Elsterwürger (Urolestes melanoleucus)
- Vorlage:Encyclopedia of Life
- Tanzanian Birds – Images with links to Distribution Maps & Calls