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Elsässer Sommerwurz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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Elsässer Sommerwurz
Datei:Orobanche alsatica 140608a.jpg

Elsässer Sommerwurz (Orobanche alsatica)

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae)
Gattung: Sommerwurzen (Orobanche)
Art: Elsässer Sommerwurz
Wissenschaftlicher Name
Orobanche alsatica
Kirschl.

Die Elsässer Sommerwurz (Orobanche alsatica) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Sommerwurzen (Orobanche) in der Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae).

Datei:Orobanche alsatica 140608c.jpg
Blüten

Beschreibung

Die Elsässer Sommerwurz ist eine 20 bis 40 cm hohe, parasitäre Pflanze. Sie parasitiert auf Pflanzen der Gattungen Haarstrang (Peucedanum) und Laserkräuter (Laserpitium).

Krone und Stängel sind gleich gefärbt. Der obere Teil des Fruchtknotens sowie der Griffel sind zerstreut drüsig, unterhalb der Narbe stehen die Drüsen dichter. Die Staubblätter setzen 4 bis 5 mm oberhalb der Kronbasis an. Die Blütezeit liegt zwischen Juni und Juli.

Vorkommen

Die Elsässer Sommerwurz kommt in Süd-, Mittel- und Osteuropa, in Marokko, in Zentralasien, in Sibirien, im Kaukasusraum und in China vor.<ref name="GRIN" />

Systematik

Innerhalb der Art werden drei Unterarten unterschieden, die Unterart libanotidis wird gelegentlich als eigene Art Orobanche bartlingii <templatestyles src="Person/styles.css" />Griseb. geführt.

  • Elsässer Sommerwurz (Orobanche alsatica <templatestyles src="Person/styles.css" />Kirschl. subsp. alsatica): Sie hat die Chromosomenzahl 2n = 38.<ref name="IPCN" /> Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz für diese Unterart: Feuchtezahl F = 2 (mäßig trocken), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).<ref name="InfoFlora" />
  • Bartlings Sommerwurz (Orobanche alsatica subsp. libanotidis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Rupr.) Tzvelev, Syn.: Orobanche bartlingii <templatestyles src="Person/styles.css" />Griseb.): Sie hat die Chromosomenzahl 2n = 38.<ref name="IPCN" /> Sie kommt in Süd-, Mittel- und in Osteuropa vor.<ref name="GRIN" /> Sie wird auch als eigenständige Art angesehen.<ref name="SchmeilFitschen2006" />
  • Mayers Sommerwurz (Orobanche alsatica subsp. mayeri <templatestyles src="Person/styles.css" />(Suess. & Ronniger) Kreutz) (Syn.: Orobanche mayeri <templatestyles src="Person/styles.css" />(Suess. & Ronniger) Bertsch & F.Bertsch): Sie wurde als Endemit der Schwäbischen Alb angesehen. Sie wurde im Juli 1940 von den Tübinger Apotheker Adolf Theodor Mayer am Zeller Horn und am Hangenden Stein am Raichberg bei Onstmettingen entdeckt. Er hielt die Pflanze für Orobanche elatior, doch wurde die Sippe von Karl Suessenguth und Karl Ronniger 1942 als neu erkannt und dem Entdecker zu Ehren als neue Varietät Orobanche alsatica var. mayeri beschrieben.<ref name="Demuth" /> Inzwischen gibt es auch bekannte Vorkommen in der Hohen Tatra (Pieninen) in Polen und der Slowakei. Eine Fundmeldung aus Rumänien anhand eines Herbarbelegs muss noch bestätigt werden.<ref name="POWO" /> Die Unterart wird von manchen Autoren auch als eigenständige Art Orobanche mayeri <templatestyles src="Person/styles.css" />(Suess. & Ronniger) Bertsch & F.Bertsch angesehen.<ref name="Piwowarczyk2019" />

Standorte und Ökologie

Die Art wächst in wärmebegünstigten Saumgesellschaften und Halbtrockenrasen. Sie bevorzugt mäßig trockene, basen- und kalkreiche, nährstoffarme Böden. Sie ist in Mitteleuropa eine Art des Verbands Geranion sanguinei.<ref name="Oberdorfer2001" /> Die Unterart Orobanche alsatica subsp. alsatica lebt parasitisch auf Haarstrang-Arten und Laserkräutern, die Unterart Bartlings Sommerwurz lebt nur auf Heilwurz.<ref name="SchmeilFitschen2006" /> Mayers Sommerwurz parasitiert das Breitblättrige Laserkraut und in der Hohen Tatra eine Unterart der Großen Bibernelle (Pimpinella major subsp. rhodochlamys).<ref name="Piwowarczyk2019" />

Literatur

  • Hans-Joachim Zündorf, Karl-Friedrich Günther, Heiko Korsch, Werner Westhus (Hrsg.): Flora von Thüringen. Die wildwachsenden Farn- und Blütenpflanzen Thüringens. Weissdorn, Jena 2006, ISBN 3-936055-09-2.

Einzelnachweise

<references> <ref name="Oberdorfer2001"></ref> <ref name="Demuth">Siegfried Demuth: Orobanchaceae. In: O. Sebald u. a.: Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs. Band 5, Seite 361–398. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 1996. ISBN 3-8001-3342-3.</ref> <ref name="IPCN">Orobanche alsatica bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="SchmeilFitschen2006"> </ref> <ref name="Piwowarczyk2019"> Renata Piwowarczyk: Orobanche mayeri (Suess. & Ronniger) Bertsch & F. Bertsch – a species new to Poland. In: Acta Societatis Botanicorum Poloniae. Band 80, Nr. 3, 2019, doi:10.5586/asbp.2011.020. </ref> <ref name="InfoFlora">Orobanche alsatica Kirschl. subsp. alsatica In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="POWO">Orobanche mayeri. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum</ref> </references>

Weblinks

Commons: Elsässer Sommerwurz – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien