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Elefanten-Apotheke (Steinfurt)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Elefanten-Apotheke Steinfurt.jpg
Historische Tür der Elefanten-Apotheke

Die Elefanten-Apotheke ist ein seit 1575 bestehendes Unternehmen in Steinfurt.

Geschichte

Das Bürgerbuch der Stadt Steinfurt erwähnt am 17. Januar 1575 die Einbürgerung eines Meisters Jorgen Pepper.<ref>Bürgerbuch der Stadt Steinfurt. Stadtarchiv Steinfurt.</ref> Dieser gründete im Haus und auf Empfehlung des gräflichen Leibarztes Arnold Holtermann 1575 eine Apotheke. Ausschlaggebend war vermutlich unter anderem die Existenz der Hohen Schule in Steinfurt, deren Studenten oft schlagenden Verbindungen angehörten. Heinrich Holtermann, ein Sohn des Arztes und mehrfach Bürgermeister von Steinfurt, wurde in der Apotheke ausgebildet und übernahm sie später. Er starb 1635 an der Pest, woraufhin sie von seinem Sohn Arnold Holtermann übernommen wurde. Danach folgten zahlreiche Besitzerwechsel und Probleme durch ein Konkurrenzunternehmen, das seit 1608 bestand. 1714 wurde die Apotheke vom Inhaber Johann Heinrich Dankelmann in „Einhorn-Apotheke“ umbenannt.

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erlebte sie einen Aufschwung. Der Inhaber Conrad Gempt (Apothekenleitung ab 1757, verstorben 1800) wurde Hofapotheker und benannte anlässlich der Hochzeit des Grafen Ludwig mit Herzogin Juliane von Schleswig-Holstein-Glücksburg seine „Gemptsche Apotheke“ in „Apotheke zum Elephanten“ um, denn Graf Ludwig wurde mit seiner Hochzeit auch Ritter des dänischen Elefanten-Ordens. Conrad Gempts Sohn Johann Heinrich Gempt, der die Apotheke später führte, machte sich unter anderem um die Pockenschutzimpfung verdient. In der nächsten Generation verkaufte Johann Heinrich Gempt jun. 1852 die Apotheke an den Apotheker Gottlieb Schröter († 1867). Seine Witwe ließ die Apotheke bis 1886 von zahllosen Apothekern verwalten, bis ihr Sohn August Schröter seine Ausbildung beendete und die Apotheke führte. Dieser verkaufte die Apotheke 1904 an den Apotheker Karl Laureck († 1947), der sie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mehrfach umbaute.

Im März 1945 brannte die Elefanten-Apotheke aus, wobei die historische Apothekentür und Standgefäße gerettet werden konnten. Laureck betrieb bis zu seinem Tod eine Notapotheke in der Wasserstraße in Steinfurt-Burgsteinfurt. Seine Tochter Hildegard Rose und sein Schwiegersohn Paul Gustav Rose bauten ab 1948 die Elefanten-Apotheke an alter Stelle wieder auf, zunächst eingeschossig; deren Sohn Walter Rose wiederum gestaltete das Haus ab 1972 mehrfach um und ergänzte die Apotheke durch ein Ärztehaus.<ref>Website Elefanten-Apotheke Historie. Abgerufen am 4. Dezember 2022.</ref>

Walter Roses Sohn Olaf Rose führte dann die Apotheke. Er baute ein Sterillabor zur Versorgung von Mukoviszidose-Patienten mit Infusionspumpen und -lösungen auf und ließ die Apotheke 1999/2000 erweitern. Die Apotheke hat zwei Filialen, die Coerde-Apotheke in Münster und die Pharmaxi-Apotheke am Baumgarten in Steinfurt.

Weblink

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 52° 8′ 53,6″ N, 7° 20′ 17,7″ O

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