Eismann Tiefkühl-Heimservice
| Eismann Tiefkühl-Heimservice GmbH
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Eismann-logo-2019.svg | |
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 1974 |
| Sitz | Mettmann, Deutschland |
| Leitung | Geschäftsführung: Jörn Veigel, Elmar Westermeyer<ref>Impressum auf Eismann.de. Abgerufen am 20. Oktober 2020.</ref> |
| Mitarbeiterzahl | 691<ref name="bundesanzeiger" /> |
| Umsatz | 273,5 Millionen Euro<ref name="bundesanzeiger" /> |
| Branche | Lebensmittelhandel im Direktvertrieb |
| Website | eismann.de |
| Stand: 31. Dezember 2019 | |
Die Eismann Tiefkühl-Heimservice GmbH ist ein im Jahr 1974 gegründetes Unternehmen zum Vertrieb von Tiefkühllebensmitteln mit Sitz in Mettmann bei Düsseldorf.
Geschichte
1960er Jahre: Entstehung der Lebensmittel-Direktvertriebsgesellschaft in Deutschland
Genossenschaften der regionalen Milchversorgung aus Köln, Düsseldorf, Duisburg und Oberhausen gründeten 1964 die Milchhof-Eiskrem GmbH & Co. KG. Daraus ging 1974 die Eismann Tiefkühl-Heimservice GmbH als Tochterunternehmen hervor. Im gleichen Jahr begann der Direktvertrieb von Eis, Torten und Tiefkühlkost.<ref name="eismann-Geschichte">Geschichte. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. Januar 2015; abgerufen am 3. Januar 2015. auf eismann.de</ref> 1981 wurde das Geschäft über Deutschland hinaus in die Schweiz und die Niederlande sowie nach Belgien, Großbritannien, Italien, Frankreich, Spanien und Österreich ausgeweitet. 1985 wurde die Motta Eiskrem GmbH übernommen.<ref name="BDD">25 Jahre Eismann – Eiskalter Service europaweit in Bulletin des Direktvertriebs, Nr. 3/99, Oktober 1999, S. 11. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bulletin des Direktvertriebs, Oktober 3-99 ( vom 29. August 2006 im Internet Archive)</ref> 1995 wurde Eismann in die Tiefkühlsparte der neu gegründeten Schöller-Holding eingebracht. 1997 firmierte der Mutterkonzern Milchhof-Eiskrem GmbH & Co. KG in Eismann Family GmbH & Co. KG um, und die skandinavische Hjem-IS Europa konnte übernommen werden.<ref name="BDD" />
Beginn des 21. Jahrhunderts: Krisen und wechselnde Eigentümer
Wegen des wachsenden Tiefkühl-Angebots von Discountern wie Aldi oder Lidl geriet der Umsatz im Heimlieferservice von Eismann um den Jahrtausendwechsel in eine Krise.<ref name="Welt">Eismann-Gruppe wieder selbstständig. In: Die Welt (dpa), 20. Juli 2004; abgerufen 3. Januar 2015</ref> 2001 übernahm die schweizerische Nestlé einen Großteil der Schöller-Holding und damit auch Eismann.<ref>Eismann Divestment Agreement Signed. Nestlé, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. Mai 2010; abgerufen am 3. Januar 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2004 stieß Nestlé die Eismann GmbH wieder ab, weil Eismann nicht zum Kerngeschäft des Konzerns zählte und die erhofften Einspareffekte nicht zustande gekommen waren.<ref name="Welt" /> In der Folge übernahm das damalige Management von Eismann mit Hilfe verschiedener Finanzinvestoren die Führung der GmbH.<ref name="MM">Patricia Döhle: Eismann: Durch die kalte Küche. In: manager magazin Heft 6/2007. 6. Juli 2007, abgerufen am 3. Januar 2015.</ref> Nach weiteren Käufen und Verkäufen durch private Anlagegesellschaften und Fonds unternahm im Sommer 2019 der niederländische Investor Gilde den zunächst vergeblichen Versuch, das Unternehmen zu verkaufen. Danach übernahm die Cornelius Treuhand Holding (CTHG) aus Frankfurt die Leitung.<ref name="welt2020">Eismann sucht den Befreiungsschlag. In: Die Welt. Abgerufen am 28. Oktober 2020.</ref>
Struktur
Überblick
Konzernmutter der Eismann-Gruppe ist die Foodexplorer GmbH mit Sitz in Mettmann, die 100 Prozent an der Eismann Holding GmbH hält. Weitere deutsche Töchter sind die Eismann-Tiefkühl-Heimservice GmbH, die Eismann International GmbH und die Family Frost Tiefkühlheimdienst GmbH i.L. Hinzu kommen Auslandstöchter in Italien, Belgien, den Niederlanden und der Schweiz.<ref name="bundesanzeiger">Konzernjahresabschluss per 31. Dezember 2019, veröffentlicht auf bundesanzeiger.de, abgerufen am 5. November 2020.</ref>
Per 31. Dezember 2019 beschäftigte der Konzern 691 Mitarbeiter. 1614 Personen arbeiteten als freie Handelsvertreter oder Franchise-Nehmner für Eismann.<ref name="bundesanzeiger" />
In neun europäischen Ländern sowie Brasilien gibt es zusammen über 220 Vertriebsstellen, davon 90 in Deutschland,<ref name="Presseinfo_2012"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Presseinformationen ( des Vorlage:IconExternal vom 4. März 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 3,6 NB). eismannpresse.eu, abgerufen am 19. März 2014.</ref> von denen aus die bestellten Lebensmittel mit Kühlfahrzeugen (Kleintransporter) zu den Endverbrauchern geliefert werden. Das Unternehmen beschäftigte 2012 etwa 4700 Mitarbeiter und Partner (selbständige Gewerbetreibende), davon etwa 1100–1200 selbständige Handelsvertreter und über 700 Mitarbeiter in Deutschland. Im Jahr 2019 waren noch 800 selbständige Handelsvertreter in Deutschland für das Unternehmen tätig.<ref name="welt2020" /> Der Vertrieb der Produkte erfolgt im Gegensatz zum Mitbewerber Bofrost über selbständige Handelsvertreter, die die Ware zum Verbraucher bringen.<ref name="eismann-Zahlen">Zahlen und Fakten auf eismann.de Kunden bewerten Service mit „sehr gut“! Abgerufen am 3. Januar 2015.</ref> Eismann tritt als Chargenfertiger auf, die Produkte werden ähnlich wie im stationären Handel von großen Herstellern im Rahmen von Auftragsfertigung produziert.
Besitzverhältnisse
Eismanns Loslösung von Nestlé im Jahr 2004 erfolgte mit Unterstützung des Finanzinvestors ECM, der das Eismann-Management mit 15 Prozent beteiligte.<ref name="MM" /> 2008 besaßen die Geschäftsführer 76,5 % der Unternehmensanteile,<ref name="brotundbackwaren">Management Buy-Out bei Eismann. In: backwelt.de. 15. April 2007, abgerufen am 3. Januar 2015.</ref> während der Rest von der englischen Investorengruppe Intermediate Capital Group (ICG) gehalten wurde.
Ende 2011 verkaufte ICG seine gesamten Anteile sowie das Management einen Großteil der Anteile an den niederländischen Private-Equity-Investor Gilde Buy Out Partners, der dadurch Mehrheitsgesellschafter wurde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Eismann Management findet mit Gilde starken Aktionär zur Unterstützung des angestrebten Wachstums. ( des Vorlage:IconExternal vom 19. März 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. eismannpresse.eu, 29. November 2011. Abgerufen am 3. Januar 2015.</ref>
Family Frost
Eismann gründete 1990 die Tochter Family Frost für den neu hinzugekommenen ostdeutschen Markt,<ref name="FF eng">About Us auf family-frost.com (englisch) <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Family Frost – From Poland to Portugal ( vom 26. Mai 2010 im Internet Archive)</ref> welche nach der Trennung von Nestlé zunächst dort verblieb und erst im Jahr 2007 wieder in die Eismann-Gruppe integriert wurde.<ref>Geschichte auf family-frost.de <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Family Frost Geschichte ( vom 19. Mai 2007 im Internet Archive)</ref> 1992 expandierte Family Frost nach Polen, in die Tschechische Republik und Ungarn. Seit 1996 kamen Kroatien, Slowenien, Spanien, Portugal und Rumänien hinzu.<ref name="FF eng" />
Zu Family Frost gehörten 1300 Verkaufswagen und 130 Depots. Die Eismann-Tochter beschäftigte europaweit 2500 Mitarbeiter.<ref name="FF eng" />
Family Frost wurde in den eismann-Konzern integriert und tritt nicht mehr als eigene Marke im Markt auf.
Marktposition
Nach Unternehmensangaben erwirtschaftete der Eismann-Konzern im Jahr 2012 einen Umsatzerlös von rund 480 Millionen Euro, davon 240 Millionen Euro in Deutschland (jeweils inklusive Mehrwertsteuer).<ref name="Presseinfo_2012" /> Das Unternehmen ist im Segment des Heimdienstmarkts die Nummer zwei hinter dem Marktführer Bofrost.<ref name="brotundbackwaren" /> Nach eigenen Angaben beliefert Eismann weltweit circa zwei Millionen Haushalte, davon über eine Million in Deutschland.<ref name="Presseinfo_2012" /> Hauptzielgruppe von Eismann sind hierbei Familien mit Kindern sowie Menschen ab 50 Jahren.<ref>Eismann-Chef Hoefer über die Renner im Sortiment und die scharfe Konkurrenz: Pizza geht immer. In: westline.de. 22. Oktober 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 5. November 2020.</ref>
Kritik
Der Europaverband der Selbständigen Deutschland kritisiert in einem WDR-Beitrag von die story im Oktober 2011 das Geschäftsmodell der freien Handelsvertreter. Ein neuer Handelsvertreter muss für die Übernahme der Besuchsrechte eines bestehenden Kundenstamms einen vertraglich festgelegten Betrag bezahlen, die sog. Einstandsvereinbarung. Schon während der Probezeit akquiriert der neue Verkaufsfahrer Neukunden für Eismann und führt sie dem Konzern zu. Eismann erwiderte darauf jedoch, dass diese Neukunden-Akquisition dem Handelsvertreter als dessen Einkommen bezahlt wird. Da ein Vertreter zu Beginn noch nicht so viel Umsatz durch den Verkauf erwirtschaftet, wird Eismann zufolge so sein Einkommen gesichert, damit er eine Grundlage für eine positive Geschäftsentwicklung erhält.<ref>Eismann Jobportal. In: eismannjobs.de. 26. Juni 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. Januar 2015; abgerufen am 3. Januar 2015.</ref> Verlässt der Handelsvertreter das Unternehmen – gewollt oder ungewollt –, werden die Besuchsrechte z. B. an einen anderen Handelsvertreter übergeben. Im TV-Beitrag wird dargestellt, wie eine hohe Mitarbeiterfluktuation dazu beitrage, dass Eismann ein positives Ergebnis nur mithilfe dieser Einnahmen aus den Einstandsvereinbarungen erziele. Eismann bestreitet dies auf der eigenen Website.<ref>Die Einstandsvereinbarung und die Übernahme von Bestandskunden » Die eismann-Story. In: die-eismann-story.de. 19. März 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. Januar 2015; abgerufen am 3. Januar 2015. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Die durch den WDR recherchierte hohe Fluktuation von 1200 Mitarbeitern innerhalb von drei Jahren (2008 bis 2010) wurde von einem Mitarbeiter der Vertriebsleitung bestätigt, indem er eine Fluktuation von 30 bis 35 % pro Jahr nannte.<ref>Die Eismann-Story. In: Westdeutscher Rundfunk. 8. Dezember 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 25. September 2011; abgerufen am 3. Januar 2015 (Erstausstrahlung am 10. Oktober 2011).</ref> Das Unternehmen reagierte auf die Vorwürfe der Sendung mit Stellungnahmen auf einer eigenen Internetseite.<ref>Die Wahrheit über „Die eismann-Story“. In: die-eismann-story.de. 19. März 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. Januar 2015; abgerufen am 3. Januar 2015. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Der WDR begegnete dem im März 2012 mit einer aktualisierten Version des Beitrages.<ref>Westdeutscher Rundfunk: Die Eismann-Story: Kollege gesucht. In: wdr.de. 8. Dezember 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 25. März 2012; abgerufen am 3. Januar 2015 (aktualisierter Beitrag, Erstausstrahlung am 19. März 2012).</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
<references responsive/>
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Infobox Unternehmen/Logoeinbindung
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2023-12
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2024-12
- Lebensmitteleinzelhändler
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- Unternehmensgründung 1974
- Einzelhandelsunternehmen (Deutschland)