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Eisen(III)-sulfid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Allgemeines
Name Eisen(III)-sulfid
Andere Namen
  • Dieisentrisulfid
  • Ferrisulfid
Summenformel Fe2S3
Kurzbeschreibung

gelblichgraue Substanz; metastabil<ref name="Lax" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN kubisch<ref name="Lax">D'Ans-Lax: Taschenbuch für Chemiker und Physiker, Band 3 (1998), S. 458; ISBN 3-540-60035-3</ref>
PubChem 160957
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 207,89 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="Lax" />

Dichte

4,246 g·cm−3 <ref name="Lax" />

Löslichkeit
  • nahezu unlöslich in Wasser<ref>Brockhaus ABC Chemie, F.A. Brockhausverlag Leipzig 1971, S. 330.</ref>
  • löslich in HCl unter H2S-Entwicklung<ref name="Lax" />
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.</ref>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Eisen(III)-sulfid Fe2S3 ist eine feste, schwarze Substanz, die jedoch bereits bei Raumtemperatur in ein gelblichgraues Pulvergemisch aus Eisen(II)-sulfid und Schwefel zerfällt.

Darstellung und Eigenschaften

Gibt man zu einer eisgekühlten wässrigen Lösung von Eisen(III)-chlorid eine ebenfalls gekühlte wässrige Lösung von Natriumsulfid, so bildet sich ein schwarzer Niederschlag von Eisen(III)-sulfid

<math>\mathrm{2\ FeCl_3 + \ 3 \ Na_2S \longrightarrow Fe_2S_3\downarrow + \ 6 \ NaCl}</math>

der jedoch oberhalb 20 °C in FeS und Schwefel zerfällt<ref name ="HoWi">A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1, S. 1657.</ref>

<math>\mathrm{Fe_2S_3 \longrightarrow 2 \ FeS + S\downarrow }</math>

Mit Salzsäure erfolgt eine Zersetzung gemäß folgender Reaktionsgleichung:<ref name ="Roe">H. Römpp, Chemie (1997), S. 1099; ISBN 3-13-734710-6</ref>

<math>\mathrm{Fe_2S_3 + 4 \ HCl \longrightarrow 2 \ FeCl_2 + 2 \ H_2S\uparrow + \ S\downarrow }</math>

Die Verbindung besitzt eine Kristallstruktur vom Spinelltyp.<ref name="DOI10.1002/crat.19730080905">S. Yamaguchi, H. Wada: Fe2S3 of the spinel type structure with lattice defect. In: Kristall und Technik. 8, 1973, S. 1017, doi:10.1002/crat.19730080905.</ref>

Einzelnachweise

<references />