Einsatzzentrale Basisraum
Die Einsatzzentrale Basisraum (EZB) ist eine während des Kalten Krieges errichtete militärische Führungs‑ und Schutzanlage des österreichischen Bundesheeres im Bundesland Salzburg. Die Anlage dient seit ihrer Inbetriebnahme als zentraler Standort für sicherheitsrelevante Aufgaben des Bundes und wurde ursprünglich als Teil der österreichischen Raumverteidigungskonzeption konzipiert.<ref>Betriebsstab der Luftraumüberwachung. In: bundesheer.at. Bundesministerium für Landesverteidigung, abgerufen am 3. Februar 2026.</ref>
Geschichte
Die Einsatzzentrale Basisraum wurde in den späten 1970er‑Jahren im Rahmen der österreichischen Raumverteidigungskonzeption geplant. Hintergrund war das sicherheitspolitische Umfeld des Kalten Krieges, in dem Österreich eine geschützte Führungs‑ und Kommunikationsanlage benötigte, die auch unter Krisenbedingungen funktionsfähig bleibt. Der Bau erfolgte in den Jahren nach 1977, die Anlage wurde Mitte der 1980er‑Jahre fertiggestellt und in Betrieb genommen.
Funktion
Die Anlage wurde als geschützter Standort für militärische Führungs‑ und Unterstützungsaufgaben konzipiert. Sie sollte im Krisenfall die Aufrechterhaltung zentraler staatlicher Entscheidungs‑ und Kommunikationsprozesse ermöglichen. Die Grundfunktion besteht bis heute in der Bereitstellung einer widerstandsfähigen Infrastruktur für sicherheitsrelevante Aufgaben des Bundes.
Heutige Nutzung
Seit ihrer Inbetriebnahme wurde die Einsatzzentrale mehrfach modernisiert und an veränderte sicherheitspolitische und technische Anforderungen angepasst. Heute dient sie weiterhin als geschützter Standort für militärische Führungsaufgaben sowie als Betriebsort ausgewählter staatlicher IT‑Infrastrukturen, die aus Gründen der Ausfallsicherheit in besonders gesicherten Bereichen betrieben werden.
Bezeichnung
Umgangssprachlich wird die Anlage gelegentlich als „der Berg“ bezeichnet, eine Bezeichnung, die sich aus ihrer Lage im Inneren eines Bergmassivs ableitet.
Siehe auch
Weblinks
- Zeitungsartikel, Dokumente und Skizzen. Anhang zu einem unbekannten Dokument, Bundesministerium für Landesverteidigung (PDF-Datei; 224 kB).
Einzelnachweise
<references/>
Koordinaten: 47° 19′ 14″ N, 13° 11′ 12″ O
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