Egon Hanfstaengl
Egon Ludwig Sedgwick Hanfstaengl (* 3. Februar 1921 in New York<ref>Peter Conradi, Hitler's Piano Player, 2006, Seite 34</ref>; † 21. März 2007 in den USA) war ein deutscher Kunstverleger.
Werdegang
Hanfstaengl war der Sohn von Ernst Hanfstaengl, einem Parteigänger und Berater Adolf Hitlers, und der in den USA lebenden Deutschen Helene Hanfstaengl, geborene Niemeyer. Hitler wurde sein Patenonkel. Er hatte eine Schwester, Hertha, die im Alter von fünf Jahren starb. Er erhielt seine Schulausbildung in England und Deutschland, wo er auch der Hitlerjugend (HJ) beitrat.
Ernst Hanfstaengl, der ab Mitte der 1930er Jahre bei Hitler in Ungnade gefallen war, setzte sich 1937 in die Schweiz ab. Er holte seinen Sohn nach und schickte ihn zum Studium über England in die Vereinigten Staaten. Egon Hanfstaengl besaß auch von Geburt an die amerikanische Staatsbürgerschaft. Als Sohn eines prominenten ehemaligen Spitzenfunktionärs der NSDAP, über den die amerikanische Presse regelmäßig berichtete, geriet auch Egon Hanfstaengl in den Fokus der Berichterstattung. So vermeldete die The New York Times die Aufnahme des 18-Jährigen an die Universität Harvard.<ref>Hitler Ex-Aide's Son in Harvard. In: New York Times, 23. September 1939.</ref> Ebenso berichtete die Zeitung darüber, dass er sich Anfang 1941 freiwillig zum United States Army Air Corps meldete.<ref>Hanfstaengl Jr. In Army; Harvard Man, Son of Ex-Nazi, Enlists in American Forces. In: New York Times, 30. Januar 1941.</ref><ref>Carlos Widmann, Play it again, Putzi. Der Spiegel, 10/1999.</ref> Die Nachricht über Egon Hanfstaengls Eintritt in die US-Army, die er selbst in einer Sendung der Stimme Amerikas über das deutschsprachige Kurzwellen-Radioprogramm verbreitete<ref>Hans Sarkowicz: Geheime Sender. Der Rundfunk im Widerstand gegen Hitler. Der Hörverlag, München 2016, Hörbuch, Track 84.</ref>, fand auch Beachtung durch Reichspropagandaminister Joseph Goebbels, er machte einen entsprechenden Eintrag in sein Tagebuch.<ref>Die Tagebücher von Joseph Goebbels. Hrsg. Elke Fröhlich. T. I, Bd. 9. München 1998, S. 119.</ref>
Der Journalist John Franklin Carter, der als Berater des US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt psychologische Einschätzungen der NS-Führer erstellen ließ, befragte auch Hanfstaengl Vater und Sohn dazu. Als Egon Hanfstaengl mit der Arbeit an einem Buch über die HJ begann, diktierte Roosevelt, der seinen Vater Ernst Hanfstaengl vom Studium in Harvard kannte, nach dem Bericht Carters spontan mehrere Absätze für ein Vorwort.<ref>Joseph E. Persico: Roosevelt's Secret War. FDR and World War II Espionage. New York 2002, S. 232.</ref> Amerikanischen Akten zufolge hat sich Egon Hanfstaengl angeboten, 1943 zu Hitler auf den Berghof bei Berchtesgaden zu reisen, um dort einen Anschlag auf ihn zu verüben, doch hat das Weiße Haus diesen Vorschlag ignoriert.<ref>Joseph E. Persico: Roosevelt's Secret War. FDR and World War II Espionage. New York 2002, S. 332.</ref>
Nach dem Zweiten Weltkrieg war Egon Hanfstaengl Dozent für europäische und amerikanische Geschichte am Brooklyn College in New York. Von 1958 bis zu deren Auflösung 1980 war er Geschäftsführer der Kunst- und Verlagsanstalt Franz Hanfstaengl in München. Als Patenkind Adolf Hitlers trat er in mehreren Dokumentarfilmen über Hitler auf.<ref>Vorlage:IMDb</ref>
Literatur
- Ulrich Chaussy: Zweimal Amerika und zurück nach Bayern: das bewegte Leben des Egon Hanfstaengl. Bayerischer Rundfunk, 2000.
Einzelnachweise
<references />
{{#ifeq: p | p | | {{#if: 12222247477191670 | |
}} }}{{#ifeq:||{{#if: | [[Kategorie:Wikipedia:GND fehlt {{#invoke:Str|left|{{{GNDCheck}}}|7}}]] }}{{#if: | {{#if: | | }} }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 122222474 | | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 122222474 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: | | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 77191670 | | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 77191670 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }} }}Vorlage:Wikidata-Registrierung
{{#if: Hanfstaengl, Egon | {{#if: Hanfstaengl, Egon Ludwig Sedgwick | {{#if: deutscher Kunstverleger | {{#if: 3. Februar 1921 | {{#if: New York | {{#if: 21. März 2007 | {{#if: USA || Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hanfstaengl, Egon
}} |
| ALTERNATIVNAMEN | Hanfstaengl, Egon Ludwig Sedgwick
}} |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Kunstverleger
}} |
| GEBURTSDATUM | 3. Februar 1921
}} |
| GEBURTSORT | New York
}} |
| STERBEDATUM | 21. März 2007
}} |
| STERBEORT | USA
}} |
- Wikipedia:GND fehlt
- Wikipedia:Normdaten-TYP falsch oder fehlend
- Wikipedia:GND in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Wikipedia:GND in Wikipedia vorhanden, fehlt jedoch in Wikidata
- Wikipedia:LCCN in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Wikipedia:LCCN in Wikipedia vorhanden, fehlt jedoch in Wikidata
- Wikipedia:VIAF in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Wikipedia:VIAF in Wikipedia vorhanden, fehlt jedoch in Wikidata
- Verleger (Deutschland)
- Verleger (20. Jahrhundert)
- Hochschullehrer (Brooklyn College)
- Person (München)
- Deutscher
- Geboren 1921
- Gestorben 2007
- Mann