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Egelsee (Feldkirch)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Egelsee
Datei:Egelsee Feldkirch.JPG
Der Egelsee in Blickrichtung Südwesten.
Geographische Lage Feldkirch (AT) / Mauren (FL)
Zuflüsse Esche
Abfluss Esche → Kanal → Rhein
Daten
Koordinaten 47° 13′ 22″ N, 9° 33′ 44″ OKoordinaten: 47° 13′ 22″ N, 9° 33′ 44″ O
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Höhe über Meeresspiegel 440 m ü. A.
Fläche 1,13 ha
Volumen 9600 m³
Maximale Tiefe 2 m

Der Egelsee ist ein See im österreichisch-liechtensteinischen Grenzgebiet zwischen dem Feldkircher Ortsteil Tosters und der liechtensteinischen Gemeinde Mauren. Durch den See verläuft die Staatsgrenze zwischen der Republik Österreich und dem Fürstentum Liechtenstein.

Ursprünglich ein Gletscherrandsee, wurde er gegen 1830 von Alois Negrelli, der zu dieser Zeit als junger Wasserbauingenieur in Vorarlberg tätig war, trockengelegt und war anschließend ein Sumpfgebiet.

Im Jahr 2011 wurde zwischen dem Land Vorarlberg und dem Fürstentum Liechtenstein vereinbart, den Egelsee nach fast 200 Jahren wieder zu reaktivieren, um Überschwemmungen auf liechtensteinischer Seite zu vermeiden.<ref>ORF Vorarlberg: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Eiszeitsee wird wiederbelebt (Memento vom 12. Januar 2021 im Internet Archive). Artikel vom 4. Oktober 2011.</ref> Der Bau wurde im Jahr 2013 fertiggestellt. Im Rahmen der Baukosten von etwa 2,9 Millionen Euro, die von der Republik Österreich und dem Fürstentum Liechtenstein anteilig getragen wurden, wurde der See zum Rückhalteweiher ausgebaut und ein neuer Rad- und Spazierweg um diesen herum errichtet. Der Egelsee sorgt nunmehr mit einem Gesamtrückhaltevolumen von 40.000 m³ für den Hochwasserschutz der liechtensteinischen Gemeinden Eschen und Mauren.<ref>ORF Vorarlberg: Egelsee fertiggestellt. Artikel vom 25. Mai 2013.</ref>

Der Grenzverlauf der Liechtensteinisch-Österreichischen Staatsgrenze im Egelsee wurde im Jahr 2024 durch einen bilateralen Staatsvertrag zwischen Österreich und Liechtenstein begradigt – aus 20 Grenzpunkten wurden 3. Bis dahin war der Grenzverlauf immer noch dem alten Verlauf des alten Grenzbaches, der Esche, gefolgt. Je 240 m² Fläche werden wechselweise ausgetauscht. Die beidseitigen Bauverbotszonen werden hier von bisher 10 auf 1 Meter Breite reduziert.<ref>Österreich und Liechtenstein: Grenze wird geändert. In: vorarlberg.ORF.at. 25. März 2024, abgerufen am 25. März 2024.</ref> Im Juni 2024 stimmte der Vorarlberger Landtag einstimmig einer Änderung des Grenzverlaufs zwischen Österreich und dem Fürstentum Liechtenstein zu.<ref>Vorarlberg stimmt Änderung des Grenzverlaufs zu Liechtenstein zu. In: DerStandard.at. 5. Juni 2024, abgerufen am 6. Juni 2024.</ref><ref>Daniela Fritz: Vorarlberger Landtag stimmt neuer Grenze zu Liechtenstein zu. In: vaterland.li. 6. Juni 2024, abgerufen am 6. Juni 2024. Update 2024-06-17. Paywall 2025-03-27.</ref> Der österreichische Nationalrat erteilte seine notwendige Zustimmung zur Grenzänderung im März 2025.<ref>Nationalrat stimmt für Grenzverschiebung. In: vorarlberg.ORF.at. 27. März 2025, abgerufen am 27. März 2025.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>