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Egbert von Frankenberg und Proschlitz (Generalleutnant)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Albert Benno Wolfgang Egbert von Frankenberg und Proschlitz (* 11. Dezember 1841 in Malschöwen; † 15. November 1898 in Flensburg) war ein preußischer Generalleutnant.

Leben

Herkunft

Egbert entstammt dem schlesischen Uradelsgeschlecht Frankenberg. Er war das dritte Kind von Moritz von Frankenberg und Proschlitz (1803–1881) und dessen Ehefrau Luise, geborene Freiin von Koschkull (1802–1870).

Militärkarriere

Nach dem Schulbesuch trat Frankenberg am 24. Mai 1859 als Avantageur in das 3. Infanterie-Regiment der Preußischen Armee ein. Dort wurde er am 18. August 1860 zum Sekondeleutnant befördert und fungierte von April 1861 für drei Jahre als Adjutant und Gerichtsoffizier des Füsilier-Bataillons. Mit dem Regiment beteiligte er sich 1866 während des Krieges gegen Österreich an den Schlachten bei Trautenau und Königgrätz sowie dem Gefecht bei Tobitschau. Für sein Verhalten belobigte ihn König Wilhelm I. Vom 24. Juli bis zum 30. Oktober 1866 diente er als Regimentsadjutant.

Nach dem Friedensschluss wurde Frankenberg am 30. Oktober 1866 als Adjutant der 5. Infanterie-Brigade kommandiert und avancierte Ende November 1866 zum Premierleutnant. Am 16. März 1869 folgte unter Belassung in diesem Kommando seine Versetzung in das 3. Niederschlesische Infanterie-Regiment Nr. 50. Im Krieg gegen Frankreich kämpfte er 1870/71 bei Gravelotte und Villiers, nahm an den Belagerungen von Metz sowie Paris teil und wurde für seine Leistungen mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet.

Nach dem Friede von Frankfurt wurde Frankenberg am 22. Juli 1871 unter Entbindung von seinem Kommando und Beförderung zum Hauptmann dem Regiment aggregiert sowie auf vier Monate zur Dienstleistung beim Kriegsministerium nach Berlin kommandiert. Unter Belassung in diesem Kommando und Stellung à la suite des Regumemt wurde Frankenberg Ende November 1871 auf den Etat des Kriegsministeriums übernommen. Mit der Ernennung zum Kompaniechef im 6. Brandenburgischen Infanterie-Regiment Nr. 52 trat er Mitte April 1874 in den Truppendienst zurück. Ende März 1878 folgte seine Kommandierung als Adjutant zum Generalkommando des XV. Armee-Korps in Straßburg. Ende September 1879 stieg Frankenberg zum überzähligen Major auf und wurde zugleich unter Belassung in seinem Kommando in das 1. Hanseatische Infanterie-Regiment Nr. 75 versetzt. Daran schloss sich am 1. April 1881 unter Entbindung von seinem Kommando eine Verwendung als etatmäßiger Stabsoffizier im neuformierten Infanterie-Regiment Nr. 97 in Hanau an. Frankenberg war ab Mitte Juni 1883 Kommandeur des in Kassel stationierten II. Bataillons. Am 20. September 1886 wurde er mit Wirkung zum 1. Oktober zur Dienstleitung zum Kriegsministerium kommandiert und am 4. Dezember 1886 unter Ernennung zum Abteilungschef in das Ministerium versetzt. Dort stieg Frankenberg Ende März 1887 zum Oberstleutnant sowie Mitte Juni 1889 zum Oberst auf und war Mitglied der Kommission für das neue Exerzier-Reglement. Vom 19. November 1889 bis zum 26. Januar 1890 war er Kommandeur des 4. Thüringischen Infanterie-Regiments Nr. 72 und anschließend in gleicher Eigenschaft beim Grenadier-Regiment „König Friedrich Wilhelm IV.“ (1. Pommersches) Nr. 2. Mit der Beförderung zum Generalmajor war Frankenberg vom 18. Juni 1892 bis zum 17. April 1896 Kommandeur der 4. Infanterie-Brigade in Königsberg und anschließend als Generalleutnant Kommandeur der 18. Division in Flensburg. In dieser Stellung verstarb er am 15. November 1898.

Familie

Frankenberg war er seit 1867 mit Anna Kolbe (1846–1907) verheiratet, einer Tochter des Kreisgerichtsrats Victor Ewald Moritz Kolbe (1809–1888). Ihre gemeinsame Kinder waren:

Literatur

  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutsche Adelsgenossenschaft. Teil A (Uradel). 1934. Dreiunddreißigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1933, S. 187.
  • [Ludwig Hermann] Berkun, [Walther] Krüger: Stammliste der Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamten des Infanterie-Regiments v. Alvensleben (6. Brandenburgisches) Nr. 52. Gerhard Stalling, Oldenburg 1912, S. 105.
  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1904. Fünfter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1903, S. 257. (Digitalisat)
  • Moritz von Frankenberg-Ludwigsdorff: Notizen über die Familie der Grafen, Freiherrn und Herrn von Frankenberg-Proschlitz, Ludwigsdorff und Lüttwitz. Fr. Würtz (Johannes Waitz), Darmstadt 1878, Anlage XVII. (Digitalisat)
  • Franz von Frankenberg und Ludwigsdorf, Egbert von Frankenberg und Ludwigsdorf: Die von Frankenberg in der Armee. Berlin 1914, S. 96–97.

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