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Eberhard von der Recke (Politiker)

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Datei:Eberhard von der Recke (Politiker) (Lips) (cropped).jpg
Eberhard von der Recke

Eberhard Friedrich Christoph Ludwig Freiherr von der Recke (zeitgenössisch von der Reck, auch von Recke zu Stockhausen, * 15. Dezember 1744 in Stockhausen; † 20. März 1816 in Merseburg) war ein preußischer Politiker und von 1813 bis 1815 Zivilgouverneur von Sachsen.

Herkunft

Er stammt aus dem in den Freiherrenstand erhobenen Adelsgeschlecht von der Recke.<ref>Die Angehörigen des Zweiges Stockhausen des Adelsgeschlechts von der Recke bezeichneten und schrieben sich bis zur Wiederannahme der Namensform „von der Recke“ (22. Juni 1897) stets „von der Reck“. Hier wurde erst nachträglich der Familienname der einheitlichen Schreibung von 1897 angepasst.</ref> Seine Eltern waren Wilhelm Christian von der Recke (1707–1764), Herr auf Stockhausen und Lübbecke, und Sophie Dorothea Friederike von Rochow (1721–1757), eine Schwester des Reformers Friedrich Eberhard von Rochow.<ref>Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15 (= Historische Kommission zu Berlin [Hrsg.]: Einzelveröffentlichungen. Band 85). K. G. Saur Verlag, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 778 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Leben

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Mindener Stadtpalais, Pöttcherstraße 27; 1775 von den Erben des Thomas Heinrich von Huss (1704–1774) für 2.350 Reichstaler erworben

Er wurde nach dem Studium der Rechtswissenschaften 1771 Regierungspräsident in Minden, 1780 erhielt er die gleiche Position im Regierungsbezirk Kleve; in Minden folgte ihm Wilhelm Ferdinand von Dörnberg. Während seiner Tätigkeit in Minden gründete er das dortige Schullehrerseminar.

Im Auftrag des Königs Friedrich dem Großen wurde er am 30. Dezember 1784 zum preußischen Justizminister ernannt. In dieser Funktion wirkte er gleichzeitig als Präsident des Preußischen Obertribunals.

Nach der französischen Besetzung Preußens 1807 wurde er in den Ruhestand versetzt. Nach der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 verwaltete er bis zum Ende des Wiener Kongresses in Abwesenheit des inhaftierten Königs Friedrich August das Generalgouvernement Sachsen.

Am 18. Oktober 1815 nahm Freiherr Reck im Namen des preußischen Königs Friedrich Wilhelm die Erbhuldigung aller westfälischen Länder in Münster entgegen. Er starb 1816 in der Hauptstadt des neugebildeten Herzogtums Sachsen, in Merseburg.

Familie

Eberhard Freiherr von der Reck heiratete Elise Dorothea Luise (Lisette) Freiin von Vincke (1763–1838), sie war die Schwester des preußischen Ministers Ludwig von Vincke. Ihr gemeinsamen Kinder waren:

Auszeichnungen

Freiherr von der Recke war Ritter des Schwarzen Adlerordens und des Königlich Preußischen St. Johanniter-Ordens.

Literatur

  • Karl Hopf: Historisch-genealogischer Atlas, Band 1 (Deutschland), Friedrich Andreas Perthes, Gotha 1858, S. 580 f, Digitalisat Stammbaum von der Recke
  • Constantin Graf von der Recke-Volmerstein: Geschichte der Herren von der Recke, Louis Köhler, Breslau 1878, S. 187 ff, (Digitalisat)

Weblinks

Einzelnachweise und Quellenangaben

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