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Eberhard König (Schriftsteller)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Eberhard König (* 18. Juni 1871 in Grünberg, Provinz Schlesien; † 26. Dezember 1949 in Berlin) war ein deutscher Schriftsteller (Dramatiker, Librettist und Erzähler).

Leben und Werk

Eberhard König war Sohn eines Farbenfabrikanten. In dem Familienhaus stand er aber mehr unter dem Einfluss seiner Mutter. In seiner Jugendzeit zeigte er Fähigkeiten im Zeichnen und der Plastik und wollte am liebsten Maler werden.

König studierte Philologie und Kunstgeschichte in Göttingen und Berlin, beendete aber seine Studien nicht. Während seines Studiums wurde er Mitglied des „Studenten-Gesangvereins der Georgia Augusta“ (heute StMV Blaue Sänger Göttingen)<ref>Verband Alter SVer (VASV): Anschriftenbuch. Mitgliederverzeichnis sämtlicher Alten Herren. Stand vom 1. Oktober 1937. Hannover 1937, S. 74.</ref> und 1893/94 der Akademischen Liedertafel Berlin im Sondershäuser Verband.<ref>Otto Grübel, Sondershäuser Verband Deutscher Studenten-Gesangvereine (SV): Kartelladreßbuch. Stand vom 1. März 1914. München 1914, S. 5.</ref> Er arbeitete als Dramaturg in Berlin und zog später nach Frohnau/Mark, wo er als freier Autor lebte. Seine politische Einstellung wurde geprägt von Konservatismus und Verbundenheit zur Tradition des Idealismus. Er schöpfte seine literarischen Stoffe aus der deutschen und antiken Geschichte und Sagenwelt. Er wurde vor allem als Dramatiker bekannt. König schuf Erzählungen, Novellen und Märchenlegenden. Seine wichtigeren Werke sind das Kriminalstück Meister Joseph (1906) und die Märchenlegende Die Legende vom verzauberten König (1925). Im Jahre 1917 erschien sein Buch Wenn der Alte Fritz gewusst hätte... (Eine Rübezahlmär).

Als Librettist arbeitete er mit Waldemar von Baußnern und ab 1900 bis etwa 1910 vor allem mit Hans Sommer zusammen. Die Verbindung zu Hans Sommer, mit dem er drei Opern schuf, unter anderem den 1902 vollendeten Vierakter Rübezahl, hatte Richard Strauss hergestellt, für den Eberhard König an der im Verlag F. E. C. Leuckart erschienenen Erläuterungsschrift zu Strauss' 1898 vollendeter sinfonischer Dichtung Ein Heldenleben mitgewirkt hatte.

In Königs Werk wird deutlich, wie er seine Gegenwart betrachtete: In der Rübezahlmär ist dem Dichter die Durchdringung eines Abschnittes neuester Geschichte mit der alten Bergsage gelungen und die tiefe Tragik, die über der Persönlichkeit des Alten Fritz ruht, ist so eindrucksvoll dargestellt, dass die kleine Erzählung zum Verständnis des preußischen Königs beiträgt. Er hatte sich lange Zeit mit der Gedankenwelt Friedrichs des Großen beschäftigt. Das Buch Wenn der Alte Fritz gewusst hätte... wurde viermal aufgelegt (zuletzt 1942).

Am 29. Juni 1937 wurde Eberhard König mit der Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft ausgezeichnet.

Heute gehört er eher zu den wenig bekannten Autoren.

Werke

Insgesamt schrieb oder war König an 64 Büchern beteiligt. Eine Auswahl:

  • Alkestis. Ein mythologisches Schelmenspiel in drei Akten. Borngraeber Verlag, Berlin 1912 (Ua. 1912 im Lessingtheater (Berlin)).
  • Wenn der Alte Fritz gewusst hätte... (Eine Rübezahlmär), Matthes-Verlag, Leipzig und Hamburg 1917
  • Legenden. Matthes-Verlag, Leipzig und Hamburg 1917
  • Die Legende vom verzauberten König. Hofbuchdruckerei Greiner & Pfeiffer, Stuttgart 1925

Hörspiele

Sprecher u. a.:

Erstsendung: 26. Oktober 1927 – Livesendung ohne Aufzeichnung

Literatur

Commons: Eberhard König – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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Weblinks

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