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E.T. – Der Außerirdische

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von E. T. der Außerirdische)

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Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1982
Länge
  • Originalfassung: 115 Minuten
  • Neufassung: 120 Minuten
Altersfreigabe

</ref>

Produktions­unternehmen Amblin Entertainment
Stab
Regie Steven Spielberg
Drehbuch Melissa Mathison
Produktion
Musik John Williams
Kamera Allen Daviau
Schnitt Carol Littleton
Besetzung
Synchronisation

E.T. – Der Außerirdische ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film aus dem Jahr 1982. Der Regisseur Steven Spielberg kombinierte darin Elemente des Science-Fiction- und Märchen-Genres und legte die Handlung in eine US-amerikanische Vorstadt, in das Haus einer Durchschnittsfamilie. Der Film, der am 11. Juni 1982 in die US-amerikanischen und am 9. Dezember 1982 in die westdeutschen Kinos kam, zählt zu den kommerziell erfolgreichsten Spielfilmen und war bis Jurassic Park der kommerziell erfolgreichste Film.

Handlung

In einem Wald in der Nähe von Los Angeles landen Außerirdische und sammeln Pflanzenproben. Als plötzlich eine Gruppe von amerikanischen Regierungsagenten auftaucht, fliehen die Außerirdischen überstürzt mit ihrem Raumschiff. Dabei lassen sie versehentlich einen ihrer Gefährten zurück, der sich weiter entfernt hatte. Der kleine Außerirdische sucht Unterschlupf im Schuppen eines Hauses im nahe gelegenen Vorort. Dort entdeckt ihn der zehnjährige Elliott, der mit seiner alleinerziehenden Mutter Mary und seinen Geschwistern in dem Haus lebt.

Elliott legt eine Spur aus Süßigkeiten, um den Außerirdischen ins Haus zu locken, wo er ihn in seinem Zimmer versteckt. Am nächsten Morgen täuscht Elliott eine Krankheit vor, um nicht zur Schule gehen zu müssen und mit dem Wesen zu spielen, das er E.T. tauft. Schließlich stellt Elliott E.T. seinem älteren Bruder Michael und seiner fünfjährigen Schwester Gertie vor, die schwören müssen, E.T. vor ihrer Mutter Mary geheim zu halten. Zwischen Elliott und E.T. entsteht rasch eine enge Freundschaft. Beide sind einsam: Elliott vermisst seinen Vater, der die Familie vor kurzem verlassen hat und nach Mexiko durchgebrannt ist, und E.T. vermisst seine Gefährten, die ihn „3 Millionen Lichtjahre von zuhause“ entfernt auf der Erde zurückgelassen haben.

Als E.T. den Kindern demonstrieren will, dass er aus dem All stammt, zeigt er telekinetische Fähigkeiten: Er kann Gegenstände schweben lassen und Pflanzen wiederbeleben. Auch kann er Verletzungen heilen und beginnt die menschliche Sprache zu erlernen. Zwischen Elliott und E.T. entwickelt sich eine telepathische Verbindung, die eine Übertragung ihrer Gefühlszustände bewirkt: In der Schule wird Elliott betrunken, weil E.T. zu Hause Bier trinkt. Elliott spürt E.T.s Wunsch, gerettet zu werden, und befreit spontan die Frösche, die in seinem Biologieunterricht seziert werden sollen. Er küsst sogar ein Mädchen, das er mag, weil E.T. gerade am Fernseher eine Kussszene aus dem Film Der Sieger schaut.

Durch einen Buck Rogers-Comic inspiriert, möchte E.T. „nach Hause telefonieren“, um von seinem Volk gerettet zu werden. Elliott und Michael helfen E.T. dabei, ein Gerät zur Kommunikation zu bauen. An Halloween wird E.T. als Geist verkleidet und von Elliott in den Wald gebracht, wo sie das Gerät aufstellen. Elliott schläft ein und wacht am nächsten Tag allein im Wald auf. Elliott kehrt zu seiner besorgten Familie zurück, während Michael nach E.T. sucht. Michael findet den Außerirdischen sichtlich geschwächt auf und bringt ihn nach Hause. Parallel zu E.T.s Gesundheitszustand verschlechtert sich auch der von Elliott dramatisch. Schließlich weihen die Kinder in der Not ihre Mutter ein.

Kurz darauf betreten auch Regierungsagenten, welche die Vorgänge schon einige Zeit beobachtet hatten, das Haus und setzen es unter Quarantäne. Der mittlerweile todkranke E.T. sowie Elliott werden von einem Ärzteteam untersucht und behandelt. E.T. löst seine telepathische Verbindung zu Elliott und stirbt, während Elliott sich schlagartig erholt. Der leitende Agent Keys lässt Elliott einen Moment, um sich alleine von E.T. zu verabschieden. Elliott sagt zu E.T., dass er ihn liebt, woraufhin E.T.s Herz zu leuchten beginnt, wobei plausibel scheint, dass auch die Nähe des zurückkehrenden Raumschiffes E.T. wieder zum Leben erweckt. E.T. teilt Elliott mit, dass er zum Raumschiff gelangen muss.

Die Regierungsagenten möchten den vermeintlichen Leichnam von E.T. zu Forschungszwecken abtransportieren, doch Elliott und Michael entführen das Fahrzeug. Danach fahren sie, unterstützt durch Freunde von Michael, weiter auf BMX-Rädern in Richtung Wald. Die Verfolgungsjagd mit den Behörden gipfelt darin, dass im Angesicht einer Straßensperre E.T. die Kinder auf ihren Rädern in den nahen Wald entschweben lässt. Dort landet kurze Zeit später das lang erwartete Raumschiff, und die Kinder verabschieden sich von dem Außerirdischen. Elliott bittet E.T. unter Tränen, zu bleiben, aber E.T. legt seinen leuchtenden Finger auf Elliotts Kopf und sagt ihm, dass er immer da sein wird. Die Kinder sowie die hinzugeeilten Erwachsenen Mary und Keys beobachten, wie das Raumschiff ins All startet und einen Regenbogen am Himmel hinterlässt.

Analyse

Der Film greift auf die Gefühlswelt von Kindern zurück und ruft in besonderem Maße Emotionen hervor. Die Nacht im Wald, eine dysfunktionale Familie, gesichtslose Autorität symbolisiert durch einen Schlüsselbund. Gezielt wird Angst eingesetzt: Das Kind Elliott spricht vom Sterben. Der ganze Film ist so: ein bewusstseinserweiternder Strudel aus Spannung, Verlorenheit und Verletzlichkeit; wahrscheinlich die drei erschütterndsten Gefühle eines Kindes.<ref>Jon Mooallem: Inside the Mind of Steven Spielberg, Hollywood’s Big, Friendly Giant. In: Wired, Juli 2016</ref>

Spielberg verarbeitete in diesem Film Gefühle aus der eigenen Kindheit, vor allem Einsamkeit und Orientierungslosigkeit nach der Trennung seiner Eltern.

Hintergrund

Entwickelt und gebaut wurde die Puppe E.T. von dem Italiener Carlo Rambaldi. Es kamen zwei ferngesteuerte Modelle zum Einsatz, zudem agierten abwechselnd die zwei kleinwüchsigen Schauspieler Tamara De Treaux und Pat Bilon sowie der beinlose zwölfjährige Matthew DeMeritt in einem E.T.-Kostüm.<ref>Nach Hause telefonieren: 40 Jahre „E.T. – Der Außerirdische“ Seite 3: Die E.T.-Figur. In: heise.de, abgerufen am 17. Februar 2026.</ref> Da Regisseur und Produzent Spielberg die Illusion der Figur E.T. bewahren wollte, wurde allen dreien untersagt, öffentlich über ihr Mitwirken an dem Film zu sprechen. Einzig De Treaux ignorierte diese Direktive später, um als Schauspielerin anerkannt zu werden. Trotz ihrer Veröffentlichungen erlangte jedoch nur die Puppe selbst wirklich Popularität. Nach den Dreharbeiten ließ Spielberg angeblich alle Puppen und Puppenbestandteile von E.T. zerstören, jedoch wurde Ende 2022 eine funktionsfähige Puppe per Auktion für mehr als 2,5 Millionen $ verkauft.<ref name="verkauft">"E.T." bringt bei Auktion Millionenbetrag. In: n-tv. 19. Dezember 2022, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. Dezember 2022; abgerufen am 19. Dezember 2022.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.n-tv.de</ref>

Die englische Stimme von E.T. stammt von Pat Welsh, einer Frau aus Kalifornien, die als starke Raucherin eine tiefe, knarzige Stimme hatte. Für ihre Sprechrolle war sie neuneinhalb Stunden im Studio und erhielt insgesamt 380 US-Dollar. Die deutsche Stimme von E.T. wurde von Paula Lepa gesprochen.

Steven Spielberg drehte den Film mit weitgehend unbekannten Schauspielern, so waren neben den Kinderdarstellern auch Dee Wallace-Stone und Peter Coyote, die Darsteller der einzigen größeren Erwachsenenrollen, noch unbekannt. Von den Kinderdarstellern gelang Drew Barrymore und C. Thomas Howell der Sprung ins Erwachsenenlager erfolgreicher Darsteller. Harrison Ford konnte für die Rolle des Direktors an Elliotts Schule gewonnen werden. Ford hatte in den Pausen des Drehs von Blade Runner ausreichend Zeit, so dass er auf Bitten von Steven Spielberg die kleine Rolle in E.T. übernehmen konnte. Die Szene wurde allerdings aus dem endgültigen Film genommen; auch in die Neufassung wurde sie nicht wieder integriert.

Spielberg wollte, dass die Schauspieler eine möglichst glaubhafte Beziehung zu der Puppe entwickeln. Sie sollten sich auch hinter den Kulissen mit der E.T.-Puppe beschäftigen. So gibt es auch ein Foto, auf dem Spielberg selbst die in einer Badewanne sitzende Puppe sauberschrubbt. Um die finale Szene zu intensivieren, drehte Spielberg alle Szenen entsprechend der chronologischen Reihenfolge des Films. Dementsprechend nehmen die Darsteller am Filmende tatsächlich von E.T. oder besser vom Filmprojekt E.T. Abschied.

Glaubt man Spielbergs Worten, so plante er den Film nicht als Kassenerfolg. Er rechnete „nur“ mit einem Einspielergebnis von etwa 50 Mio. Dollar; die Produktionskosten lagen bei etwas über 10 Millionen, das weltweite Einspielergebnis bei 800 Millionen Dollar. Durch Wiederaufführungen lösten sich Star Wars und E.T. in den 1980ern mehrfach als erfolgreichste Filme der Kinogeschichte ab. Beide Filme wurden erst elf Jahre später durch Jurassic Park, ebenfalls von Spielberg, übertroffen.

E.T. enthält viele Star-Wars-Figuren. So wird die Figur des Meister Yoda als eine der Verkleidungen beim Halloween benutzt. An dieser Stelle zitiert John Williams in seiner Filmmusik auch Yodas Thema aus seinen Star-Wars-Soundtracks. In Elliotts Zimmer stehen viele Figuren aus dem Star-Wars-Universum, die er dem außerirdischen Besucher auch zeigt. 1983 wurde der Science-Fiction-Film Die außerirdischen Besucher (Originaltitel: Los nuevos extraterrestres) produziert, der einige Parallelen zu Spielbergs Film zeigt. In der heutigen DVD-Auflage erschien er auch unter dem Titel Return of E.T.

Plagiatsvorwurf

Der indisch-bengalische Regisseur Satyajit Ray warf Spielberg vor, die Idee zu E.T. aus einem Drehbuch von 1967 mit dem Titel The Alien entnommen zu haben. Dieses befand sich 1967 bereits in Hollywood im Umlauf. Inhaltlich handelte es sich um einen Außerirdischen, der eine kurze Zeit auf der Erde verbrachte und sich mit einem Jungen anfreundete. Spielberg erwiderte, dass er zu der Zeit noch ein Jugendlicher in der High School gewesen sei.<ref>John Newman: Satyajit Ray Collection receives Packard grant and lecture endowment. University of California, Santa Cruz, 17. September 2001, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. November 2005; abgerufen am 8. Februar 2021.</ref> Star Weekend Magazine widersprach Spielbergs Behauptung und wies nach, dass Spielberg seinen High-School-Abschluss 1965 gemacht habe und bereits 1969 in Hollywood als Regisseur tätig gewesen sei.<ref>Obaidur Rahman: Perceptions: Satyajit Ray and The Alien! In: Star Weekend Magazine. Band 8, Nr. 70, 22. Mai 2009 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Online (Memento vom 30. Mai 2009 im Internet Archive) [abgerufen am 31. Mai 2009]).</ref> Abgesehen davon wurden auch Parallelen von Spielbergs Film Close Encounters of the Third Kind zu The Alien behauptet.<ref name="timesofindia">Close encounters with native E.T. finally real. In: The Times of India. 5. April 2003, abgerufen am 24. März 2009.</ref><ref>Satyajit Ray Collection Receives Packard Grant and Lecture Endowment. University of California, 18. September 2001, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. Oktober 2012; abgerufen am 2. Juni 2009.</ref> Die renommierten Filmemacher Martin Scorsese und Richard Attenborough bemerkten ebenfalls den Einfluss von Rays Drehbuch auf Spielberg.<ref>Ray influenced E.T says Martin Scorsese. In: Times Of India. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. Dezember 2013; abgerufen am 8. Februar 2021.</ref>

Neufassung

Da sich sowohl Makeup- als auch Spezialeffekte inzwischen enorm weiterentwickelt haben, schuf Spielberg mit der 2002 im Kino und auf DVD erschienenen 20th-Anniversary-Fassung eine digital überarbeitete Version.

Sie enthält fünf zusätzliche Minuten und einige Spezialeffekte, die im Originalfilm fehlen, weil sie damals technisch noch nicht möglich waren; darunter auch eine Szene, in der E.T. ein Bad nimmt. Auch wurde in einzelnen Szenen die E.T.-Puppe durch einen Computer Generated Imagery-E.T. ersetzt, um seine Mimik lebendiger zu gestalten. Außerdem wurden die Waffen der Sicherheitsbeamten in der Neufassung durch Funkgeräte ersetzt, da Spielberg zu der Überzeugung gelangt war, der Einsatz von Waffen gegen Kinder sei unglaubwürdig. Dennoch blieb Marys Ausspruch „Ihr könnt doch nicht schießen, es sind doch noch Kinder“ weiterhin enthalten. Auch ihr Kommentar zu Michaels Halloween-Kostüm, „Du gehst nicht als Terrorist“, wurde unter dem Eindruck der Terroranschläge vom 11. September umgeschrieben in „Du gehst nicht als Hippie“. Diese von einigen Fans des Films eher negativ aufgenommenen Änderungen wurden in der South-Park-Folge „Größer, digitaler und umgeschnitten!“ aufgegriffen und satirisch dargestellt.<ref>South Park - Free Hat. South Park Studios US, 10. Juli 2002, abgerufen am 16. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Nachhinein bedauerte Spielberg, die Änderungen an der Special Edition vorgenommen zu haben, da diese vielen Zuschauern die Magie des Films genommen hätten. Er versprach, dass die Blu-ray-Fassung, die zum 30-jährigen Jubiläum erscheinen sollte, nur die Kinofassung enthalten werde.<ref>E.T. The Extra Terrestrial anniversary Blu-ray brings back the big guns. 30. Mai 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 31. Mai 2012; abgerufen am 16. Dezember 2022.</ref><ref>Spielberg bedauert E.T.-Änderungen, Blu-ray mit Originalversion. Abgerufen am 16. August 2023.</ref><ref>Russ Fischer: Steven Spielberg Regrets Altering ‘E.T.;’ Will Release ‘E.T.’ and ‘Raiders’ on Blu-ray in Original Forms. In: slashfilm.com. 14. September 2011, abgerufen am 16. August 2023.</ref>

Im Oktober 2012 erschien der Film auf Blu-ray Disc wie angekündigt in der Kinofassung; die zusätzlichen Szenen der Special Edition sind im Bonusmaterial enthalten.

Produktplatzierung

E.T. gilt als Vorreiter der Produktplatzierung.<ref name="ET_2022_06_13">Joe Bergren: Steven Spielberg on 'E.T.'s Reese's Pieces Scene and How It Changed From Script to Screen. In: Entertainment Tonight. 13. Juni 2022, abgerufen am 26. Oktober 2024 (dt. Steven Spielberg zu E.T.'s Reese's-Pieces-Szene und wie sie sich vom Drehbuch zur Verfilmung veränderte.).</ref><ref name="farout_2023_02_05">Calum Russell: The real reason why E.T. eats Reece’s Pieces. In: faroutmagazine.co.uk. 5. Februar 2023, abgerufen am 26. Oktober 2024 (dt. Der wahre Grund, warum E.T. Reese's Pieces isst.).</ref> Im Film lockt Elliott den schüchternen Außerirdischen mit bunten Schokolinsen der Marke Reese’s Pieces in sein Zimmer. Die Verkaufszahlen dieser Süßigkeit schnellten daraufhin in die Höhe. Hersheys Konkurrent, die Mars Incorporated, hatte eine Verwendung von M&M’s in dem Film abgelehnt, da man E.T. keinen großen Erfolg zutraute.<ref name="ET_2022_06_13" /><ref name="farout_2023_02_05" />

Audi setzte ein Fahrzeug des Modells Audi 5000 medienwirksam in Szene, Ataris Science-Fiction-Computerspiel Asteroids und das Rollenspiel Dungeons & Dragons werden namentlich erwähnt. Die BMX-Räder stammen von dem japanischen Fahrradhersteller Kuwahara. Es wurden später mehrere Versionen des „originalen“ Fahrrads vermarktet. Im BMX-Museum Stockholm ist eine restaurierte Version zu sehen. Unter Sammlern ist das Fahrrad bis heute sehr begehrt.

Synchronisation

Die deutsche Synchronfassung entstand 1982 bei der Berliner Synchron, für Dialogbuch und Dialogregie war Arne Elsholtz verantwortlich. Die neu veröffentlichten Szenen wurden 2002 mit anderen Sprechern nachsynchronisiert, die Dialogregie übernahm hierbei Oliver Rohrbeck.<ref>E.T. – Der Außerirdische. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 8. Februar 2021.</ref>

Rolle Darsteller Synchronsprecher
Elliot Henry Thomas Timmo Niesner
Nachsynchro: Sandro Blümel
E.T. Pat Welsh Paula Lepa
Nachsynchro: Barbara Ratthey
Mutter Mary Dee Wallace-Stone Monica Bielenstein
Gertie Drew Barrymore Caroline Ruprecht
Nachsynchro: Chantal Preissler
Michael Robert MacNaughton Oliver Rohrbeck
Mr. Keys Peter Coyote Joachim Kemmer
Nachsynchro: Frank Glaubrecht
Greg K. C. Martel Sven Plate
Biologielehrer Richard Swingler Thomas Danneberg
Bibo im Fernsehen Caroll Spinney Wolfgang Draeger
Onkel Ralph im Fernsehen ? Friedrich W. Bauschulte

Kritiken

Quelle Bewertung
Rotten Tomatoes (Tomatometer) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref name="rotten tomatoes">E.T. – Der Außerirdische. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen Format invalid (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), aggregiert aus Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Kritiken).</ref>
Metacritic (Metascore) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref name="metacritic">E.T. – Der Außerirdische. In: Metacritic. Abgerufen Format invalid (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), aggregiert aus Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Kritiken).</ref>
Prädikat der FBW besonders wertvoll<ref>Jury der FBW</ref>

Variety bezeichnete den Film als den „besten Disney-Film, den Walt Disney nie gedreht hat“.<ref>E.T. – The Extraterrestrial. In: Variety. Abgerufen am 8. Februar 2021.</ref>

„Mit großer handwerklicher und dramaturgischer Raffinesse inszenierte Fantasy-Geschichte vom guten ‚Alien‘. Massenunterhaltung, die seinerzeit den Zeitgeist traf: Der Retter aus dem Weltraum erlöst die Menschheit hier zwar nicht von unseren Problemen, vermag aber zumindest in den Kindern und einigen Erwachsenen Menschlichkeit und Mitgefühl zu erwecken.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Lexikon des Internationalen Films<ref>E.T. – Der Außerirdische. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 27. Mai 2021.</ref>

Auszeichnungen

Auszeichnungen vom renommierten American Film Institute:

  • 1998: Platz 25 in der Liste der 100 besten Filme aller Zeiten (2007: Platz 24)
  • Platz 44 in der Liste der 100 besten Thriller aller Zeiten
  • das Zitat E.T. nach Hause telefonieren erreichte Platz 15 in der Liste der 100 besten Filmzitate aller Zeiten
  • John Williams’ Musik rangiert auf Platz 14 in der Liste der 25 besten Filmmusiken aller Zeiten
  • Platz 6 in der Liste der 100 inspirierendsten Filme aller Zeiten
  • 2008: Platz 3 in der Liste der besten zehn Science-Fiction-Filme aller Zeiten

Library of Congress

Einspielergebnis

Der Film ist auf Platz außerhalb der TOP 130

(Stand: 27. Januar 2026<ref name="vorlage-boxofficemojo-alltime-world">Top Lifetime Grosses. In: Box Office Mojo. Abgerufen am 27. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) der weltweit erfolgreichsten Filme aller Zeiten.

Adaptionen

E.T.–Storybook

1982 nahm Michael Jackson E.T. als Hörspiel für Kinder auf. Er erzählt – unterbrochen von Audioausschnitten aus dem Film – die Geschichte. Eingeleitet und beendet wird die Erzählung von zwei verschiedenen Versionen des Songs Someone In The Dark. Produzent war wie bei Michael Jacksons Album Thriller Quincy Jones. Wegen rechtlicher Probleme mit seinem damaligen Musiklabel Epic, das gegen die Veröffentlichung bei MCA vorging, musste die Platte aber recht schnell wieder aus dem Handel genommen werden. Trotzdem gewann Jackson für seine außerordentliche Leistung einen Grammy („Bestes Hörspiel für Kinder“).

Computerspiel

Für 20–25 Millionen US-Dollar erwarb Warner Communications von Steven Spielberg die Lizenzrechte für ein Computerspiel zum Film.<ref name="NG-40">Redaktion: What the hell happened? In: Imagine Media (Hrsg.): Next Generation Magazine. Nr. 40, April 1998, S. 41.</ref> Warners Tochterfirma Atari entwickelte in einem überhasteten Produktionszeitraum von nur fünf Wochen ein Adventure-Spiel für seine Spielkonsole Atari 2600. In vollkommener Überschätzung des Erfolgs produzierte das Unternehmen fünf Millionen Kopien, die es mehrheitlich nicht verkaufen konnte.<ref name="Snopes">Barbara Mikkelson, David P Mikkelson: Buried Atari Cartridges. In: Snopes.com. 10. Mai 2011, abgerufen am 10. September 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das Spiel gilt bei einigen Kritikern als das schlechteste Spiel bisher.<ref name="Pileggi">Nicholas Pileggi: The Warner Case: Curiouser and Curiouser. In: New York Magazine. Band 16, Nr. 4, 24. Januar 1983, S. 26.</ref> Als Atari 1983 während des sogenannten Atari Video Game Burial mehrere Überschussproduktionen in einer Mülldeponie nahe der Stadt Alamogordo (New Mexico) vergraben ließ, wurde dies schnell mit dem kapitalen Misserfolg des E.T.-Spiels in Verbindung gebracht und entwickelte sich zum Symbol für den im selben Jahr einsetzenden Zusammenbruch des nordamerikanischen Computerspielmarktes (sog. Video Game Crash). Die widersprüchlichen Berichte zur Entsorgung der Überschusswaren führten teilweise zu Annahmen, dass es sich lediglich um eine moderne Sage handele.<ref name="pacific">John Wills: Pixel Cowboys and Silicon Gold Mines: Videogames of the American West. In: University of California Press (Hrsg.): Pacific Historical Review. Band 77, Nr. 2, 2008, S. 273–275, doi:10.1525/phr.2008.77.2.273.</ref> Im April 2014 wurde die Korrektheit der Angaben bei einer Ausgrabung durch ein Team von Dokumentarfilmern bestätigt.<ref>Samual Caliborn: The Dig: Uncovering the Atari E.T. Games Buried in New Mexico Desert. In: IGN. 26. April 2014, abgerufen am 26. April 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Musik

Im Jahr 1983 veröffentlichte Willem eine Single mit dem Titel Wat?, der deutschen Coverversion von Captain Sensibles Wot. Darauf parodierte er den Film und insbesondere dessen Schlüsselzitat Nach Hause telefonieren. Mit dem Titel erreichte er Platz 19 in den deutschen Singlecharts.<ref name="DECharts">Suche - Offizielle Deutsche Charts. Abgerufen am 16. Dezember 2022.</ref> Außerdem gelang ihm damit ein Auftritt in der ZDF-Hitparade.<ref>Willem - Wat? (ZDF Hitparade 30.05.1983) (VOD). Abgerufen am 16. Dezember 2022.</ref>

Nach Hause telefonieren wird sprichwörtlich

Das Schlüsselzitat des Films Nach Hause telefonieren entwickelte sich insbesondere in der Informatik zum geflügelten Wort. Es bezeichnet dabei noch heute die aus Benutzersicht häufig unerwünschte Eigenschaft eines Computerprogramms, einer App oder eines technischen Gerätes, dessen Programmierer, Vertreiber oder bisweilen auch Dritte zu kontaktieren, um ausspionierte Daten und Verhaltensweisen über den Benutzer weiterzugeben, im Sinne des Sprichwortes zumeist, ohne dass dieser davon erfährt.<ref>heise online: Apps telefonieren nach Hause [Update]. Abgerufen am 16. Dezember 2022.</ref><ref>Unfreie Hardware – Wenn Geräte „nach Hause telefonieren“. Abgerufen am 16. Dezember 2022.</ref>

Auch im allgemeinen Sprachgebrauch hatte damals ein breites Publikum das bekannte Zitat mit dem Film identifiziert.

Dokumentarfilm

Literatur

  • Melissa Mathison, Linda Sunshine, Timothy Shaner, Steven Spielberg et al.: E.T.: Der Außerirdische. Vom Konzept zum Klassiker. Die illustrierte Geschichte des Films und der Filmemacher (OT: E.T. – The Extra-Terrestrial). Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2002, ISBN 3-89602-409-4.
  • Caseen Gaines: E.T. The Extra-Terrestrial: the Ultimate Visual History. Insight Editions, San Rafael, CA, 2022, ISBN 978-1-683-83427-4.
  • William Kotzwinkle: E.T., The Extra-Terrestrial in his Adventure on Earth. MCA Publishing, 1982 (Roman zum Film)
    Deutsche Ausgabe: E.T. – Der Außerirdische. Paul Zsolnay Verlag, Wien/Hamburg 1982 und Wilhelm Heyne Verlag, München.
  • Michael Staiger: „Nach Haus, nach Haus, nach Haus“. Elliott und E.T. auf Heldenreise. In: Klaus Maiwald/Anna-Maria Meyer/Claudia Maria Pecher (Hrsg.): „Klassiker“ des Kinder- und Jugendfilms. Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler 2016, ISBN 978-3-8340-1674-4, S. 91–106.

Weblinks

Commons: E.T. the Extra-Terrestrial – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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