Dürrenhembach
Dürrenhembach Markt Wendelstein
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(8)&title=D%C3%BCrrenhembach 49° 20′ N, 11° 14′ O
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| Höhe: | 370 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 8 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 90530 | |||||
| Vorwahl: | 09129 | |||||
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Dürrenhembach (fränkisch: Dianhämba<ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 29. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „dīɘnhęmbɒ“.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Wendelstein im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Dürrenhembach liegt in der Gemarkung Raubersried.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 11. Oktober 2024.</ref>
Geographie
Der Weiler ist von ausgedehnten Waldgebieten des Südlichen Reichswaldes umgeben und liegt am Hembach. Der Dürrenbach mündet südöstlich des Orts bei den Neuweihern als rechter Zufluss in den Hembach. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Kreisstraße RH 17 (0,4 km nördlich) bzw. nach Birkenlach zur Staatsstraße 2225 (3,1 km südlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 4. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Bei amtlichen Auseinandersetzungen mit Heinrich von Wendelstein wurde der Ort als „Dirrenhennbach“ 1325 erstmals schriftlich erwähnt. 1360 wurde das Gelände an die Herren von Wendelstein verpfändet. Der ursprüngliche Gewässername bezeichnete einen Bach, an dem es wilde Hühner gab. Das Bestimmungswort „Dürren-“ charakterisiert die wenig ertragreiche Bodenbeschaffenheit.<ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 29 f.</ref>
Im späten 17. Jahrhundert wurde Dürrenhembach noch im Zusammenhang mit Waldschäden, Ungezieferbefall und Dürre erwähnt.<ref>Wahre Ursachen der Baumtrockniß</ref> Mitte des 18. Jahrhunderts gab es vier bewirtschaftete Höfe und nach wie vor Brachflächen.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Dürrenhembach aus vier Anwesen (2 Ganzhöfe, 2 Viertelhöfe). Das Hochgericht sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft und Grundherrschaft über alle Anwesen übte das brandenburg-ansbachische Richteramt Schwand aus.<ref name="E387">F. Eigler: Schwabach, S. 387.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Dürrenhembach. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 303 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 651.</ref>
Von 1797 bis 1808 unterstand Dürrenhembach dem Justiz- und Kammeramt Schwabach. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Ort 1808 dem Steuerdistrikt Raubersried (II. Sektion) und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Raubersried zugeordnet.<ref name="E480">F. Eigler: Schwabach, S. 480.</ref>
In den Jahren 1874 bis 1890 kaufte Lothar von Faber alle Gehöfte und Güter in Dürrenhembach und ließ dort aufforsten. Das noch im Familienbesitz befindliche Forst- und Jagdgut gründete er 1875. Ein Großteil der Gebäude aus dem 18. und beginnenden 19. Jahrhundert ist im Kern noch erhalten, heute umfassend saniert und steht unter Denkmalschutz.
Am 1. Juli 1971 wurde Dürrenhembach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Wendelstein eingegliedert.<ref name="E480"/><ref>Wendelstein > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 22. April 2025.</ref>
Baudenkmäler
In Dürrenhembach gibt es acht Baudenkmäler:<ref>Denkmalliste für Wendelstein (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Haus Nr. 1: Guts- und Jagdhaus mit Kegelbahn
- Haus Nr. 2: Forsthaus mit Scheune
- Haus Nr. 3: Ehemaliges Bauernhaus
- Haus Nr. 4: Ehemaliges Forsthaus, Waschhaus und Stall
- Haus Nr. 5: Stallgebäude mit angeschlossenem Wohnbau
- Haus Nr. 6: Ehemaliges Waschhaus
- Kapelle
- Steinkreuz
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Einwohnerentwicklung
Religion
Dürrenhembach ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und ist teils nach St. Georg (Wendelstein), teils nach St. Johannes der Täufer (Schwand bei Nürnberg) gepfarrt.<ref name="E387"/><ref name="OV 1961"/> Die Katholiken sind nach St. Nikolaus (Wendelstein) gepfarrt.<ref>Pfarrverband Rednitzhembach-Schwanstetten-Wendelstein. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 16. Juli 2025.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Dürrenhambach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 651 (Digitalisat).
- Friedrich Eigler: Schwabach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 28). Michael Laßleben, Kallmünz 1990, ISBN 3-7696-9941-6, S. 387, 480.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Vorlage:Wagner Land- und Stadtkreis Schwabach
Weblinks
- Ortsteil Dürrenhembach. In: wendelstein.de. Abgerufen am 16. Juli 2025.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Dürrenhembach in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Dürrenhembach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />