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Dymphna

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Datei:Armagh Roman Catholic Cathedral of St. Patrick West Aisle Window 02 Lower Lights Martyrdom of St. Dympna 2013 09 24.jpg
f}} Laut der Inschrift am unteren Rand der Glasmalerei wurde das Fenster 1895 gespendet.</ref>

Die Hl. Dymphna (auch Dimpna, Dymfna, Dimfna, Dympna und Dympha, irisch auch Damhnait oder Davnet) ist die Patronin der psychisch Kranken.<ref name="Rumbaut">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Die Verehrung als Heilige geht zurück auf eine Entdeckung der Gebeine eines Mannes und einer Frau bei Geel in Belgien im 13. Jahrhundert, die zur Wiederbelebung einer mündlichen Überlieferung führte.<ref name="Penguin">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Diese wurde zur Grundlage der durch den Kanoniker Pierre in Saint-Aubert im Auftrag des Bischofs von Cambrai, Guy I. de Laon aufgezeichneten Vita.<ref name="Kenney">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Der Vita wird jedoch kein historischer Wert beigemessen.<ref name="Kenney" /><ref name="Farmer">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Dymphna wurde eine irische Herkunft zugeschrieben. Im 19. Jahrhundert wurde sie deshalb konkret mit der irischen Heiligen Damhnad aus Tedavnet (einem Townland in County Monaghan) verknüpft.<ref name="Kenney" /> Diese Verbindung ist jedoch nachweislich falsch.<ref name=":1">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Für Dymphna wurde die Sint-Dimpnakerk in Geel errichtet, die vor allem Geisteskranke anzog, die mit ihren Reliquien in Berührung gebracht wurden. Zwischen zwei Strebepfeilern der südlichen Längswand des Kirchenschiffs dieser Kirche befanden sich im 16. oder 17. Jahrhundert entstandene Irrenzellen.

Einer mündlichen Überlieferung zufolge wurden die Gebeine der heiligen Dymphna entdeckt und brachten ein Wunder hervor: Ein toter Mann wurde wiederbelebt, nachdem er mit ihren Knochen geschlagen wurde. Dieses Ereignis galt als Beweis für die wunderwirkende Kraft ihrer Reliquien. Diese Geschichte könnte auf eine Variation der Bibelgeschichte aus 2 Könige 13:21 zurückgehen, in der ein Toter durch den Kontakt mit den Knochen des Propheten Elischa wieder zum Leben erweckt wurde.<ref name=":0" /><ref name="Rumbaut" /><ref name=":1" />

Buntglasbild eines betenden männlichen Heiligen, der zwischen zwei Knochen kniet.
Buntglasbild (1836, unbekannter Künstler) in der Kirche Sint-Dimpnakerk in Geel. Es stellt den Heiligen Amandus dar, der durch die Knochen Dymphnas wiederbelebt wurde. Einer anderen Überlieferung zufolge handelt es sich jedoch um den heiligen Gerebernus, der an den wunderwirkenden Reliquien Dymphnas um geistiges Heil für die Welt betet.

Leben

Frühes Leben

Dymphna wurde der Legende nach um das Jahr 620 in Irland geboren. Sie stammte aus einem königlichen Haus; ihr Vater, Damon, war ein heidnischer König, während ihre Mutter eine fromme Christin war. Unter dem Einfluss ihrer Mutter wurde Dymphna im christlichen Glauben erzogen und legte bereits in jungen Jahren ein Keuschheitsgelübde ab. Ihre tiefe Frömmigkeit und Hingabe an Gott waren zentrale Merkmale ihres Charakters.<ref name="Penguin" /><ref name="Kenney" />

Tod der Mutter und Verfolgung durch den Vater

Der Tod ihrer Mutter, als Dymphna noch ein junges Mädchen war, markierte einen Wendepunkt in ihrem Leben. König Damon verfiel nach dem Tod seiner Frau in tiefe Trauer und Verzweiflung. Aufgrund seiner geistigen Umnachtung fasste er schließlich den unheiligen Entschluss, seine eigene Tochter zu heiraten, da Dymphna ihrer verstorbenen Mutter stark ähnelte. Entsetzt über diesen sündhaften Wunsch, lehnte Dymphna die Heiratsanfrage ihres Vaters kategorisch ab.<ref name="Farmer" />

Flucht nach Geel

Um den unzüchtigen Forderungen ihres Vaters zu entkommen, floh Dymphna zusammen mit ihrem Beichtvater, dem Priester Gerebernus, und einigen Begleitern aus Irland. Die Gruppe fand schließlich in der Stadt Geel im heutigen Belgien Zuflucht, wo sie ein frommes und zurückgezogenes Leben führten. Ihre Anonymität blieb jedoch nicht von Dauer. Der Legende zufolge entdeckten die Leute des Königs Dymphnas Aufenthaltsort, als sie Münzen aus ihrer Heimat benutzte, die in der Region ungewöhnlich waren.<ref name="Rumbaut" /><ref name="Farmer" />

Martyrium

Als König Damon den Aufenthaltsort seiner Tochter erfuhr, reiste er persönlich nach Geel. Er versuchte erneut, Dymphna zur Ehe zu zwingen, doch sie wies ihn abermals zurück. In einem Wutanfall ließ er zuerst den Priester Gerebernus töten und enthauptete anschließend seine eigene Tochter. Dymphna starb um das Jahr 640 als Märtyrerin im Alter von etwa 15 Jahren.<ref name=":0" /><ref name="Rumbaut" /><ref name="Kenney" />

Ikonographie

Datei:Dymphna Steinhofkirche Altarbild.jpg
Hl. Dymphna mit Schwert (Altarbild der Kirche am Steinhof)

Dymphna wird als Königstochter, als Eremitin mit dem Teufel, mit Gerebernus oder beim Martyrium dargestellt.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Sie ist unter anderem auf dem Altarbild der zum Krankenhaus Steinhof gehörenden Kirche am Steinhof von Otto Wagner in Wien abgebildet. In dieser Darstellung trägt sie ein Schwert als Symbol für ihre Enthauptung. Die Heilige Dymphna wird oft mit Lilien dargestellt, die als Symbol ihrer Jungfräulichkeit gelten.

Gedenktag

Ihr Gedenktag ist der 15. Mai. In manchen Regionen fällt ihr Gedenktag auch auf den 30. Mai.

Literatur

|1=Hamm 1975. 2., unveränderte Auflage. Hamm 1990, ISBN 3-88309-013-1 |2=Hamm 1990, ISBN 3-88309-032-8 |3=Herzberg 1992, ISBN 3-88309-035-2 |4=Herzberg 1992, ISBN 3-88309-038-7 |5=Herzberg 1993, ISBN 3-88309-043-3 |6=Herzberg 1993, ISBN 3-88309-044-1 |7=Herzberg 1994, ISBN 3-88309-048-4 |8=Herzberg 1994, ISBN 3-88309-053-0 |9=Herzberg 1995, ISBN 3-88309-058-1 |10=Herzberg 1995, ISBN 3-88309-062-X |11=Herzberg 1996, ISBN 3-88309-064-6 |12=Herzberg 1997, ISBN 3-88309-068-9 |13=Herzberg 1998, ISBN 3-88309-072-7 |14=Herzberg 1998, ISBN 3-88309-073-5 |15=Herzberg 1999, ISBN 3-88309-077-8 |16=Herzberg 1999, ISBN 3-88309-079-4 |17=Herzberg 2000, ISBN 3-88309-080-8 |18=Herzberg 2001, ISBN 3-88309-086-7 |19=Nordhausen 2001, ISBN 3-88309-089-1 |20=Nordhausen 2002, ISBN 3-88309-091-3 |21=Nordhausen 2003, ISBN 3-88309-110-3 |22=Nordhausen 2003, ISBN 3-88309-133-2 |23=Nordhausen 2004, ISBN 3-88309-155-3 |24=Nordhausen 2005, ISBN 3-88309-247-9 |25=Nordhausen 2005, ISBN 3-88309-332-7 |26=Nordhausen 2006, ISBN 3-88309-354-8 |27=Nordhausen 2007, ISBN 978-3-88309-393-2 |28=Nordhausen 2007, ISBN 978-3-88309-413-7 |29=Nordhausen 2008, ISBN 978-3-88309-452-6 |30=Nordhausen 2009, ISBN 978-3-88309-478-6 |31=Nordhausen 2010, ISBN 978-3-88309-544-8 |32=Nordhausen 2011, ISBN 978-3-88309-615-5 |33=Nordhausen 2012, ISBN 978-3-88309-690-2 |34=Nordhausen 2013, ISBN 978-3-88309-766-4 |35=Nordhausen 2014, ISBN 978-3-88309-882-1 |36=Nordhausen 2015, ISBN 978-3-88309-920-0 |37=Nordhausen 2016, ISBN 978-3-95948-142-7 |38=Nordhausen 2017, ISBN 978-3-95948-259-2 |39=Nordhausen 2018, ISBN 978-3-95948-350-6 |40=Nordhausen 2019, ISBN 978-3-95948-426-8 |41=Nordhausen 2020, ISBN 978-3-95948-474-9 |42=Nordhausen 2021, ISBN 978-3-95948-505-0 |43=Nordhausen 2021, ISBN 978-3-95948-536-4 |44=Nordhausen 2022, ISBN 978-3-95948-556-2 |45=Nordhausen 2023, ISBN 978-3-95948-584-5 |46=Nordhausen 2023, ISBN 978-3-95948-590-6 |47=Nordhausen 2024, ISBN 978-3-689-11006-2 |48=Nordhausen 2025, ISBN 978-3-689-11017-8 }}{{#if:|, Sp. }}{{#if:347-348|, Sp. {{#iferror:{{#expr:347-348}}|347-348|{{#expr:1*347-348*0}}–{{#expr:-(0*347-348*1)}}}}}}}}{{#if:|}}{{#if:https://web.archive.org/web/20070613124530/http://www.bautz.de/bbkl/d/dympna.shtml%7C}}.{{#if: 21 | |{{#ifeq:||}}}}

  • Dieter Jetter: Grundzüge der Geschichte des Irrenhauses. Darmstadt 1981, S. 3–5.
  • Magdalena Frühinsfeld: Kurzer Abriß der Psychiatrie. In: Anton Müller. Erster Irrenarzt am Juliusspital zu Würzburg: Leben und Werk. Kurzer Abriß der Geschichte der Psychiatrie bis Anton Müller. Medizinische Dissertation Würzburg 1991, S. 9–80 (Kurzer Abriß der Geschichte der Psychiatrie) und 81–96 (Geschichte der Psychiatrie in Würzburg bis Anton Müller), hier: S. 20 f.

Weblinks

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Anmerkungen

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