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Dyes & Co. (Hannover)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Dyes Möbelfabrik Podbielskistraße 196 198 Hannover später SA-Heim.jpg
Erste Fabrik von 1901 von Dyes & Co. an der Podbielskistraße in Hannover-List

Dyes & Co. in Hannover war eine Fabrik zur Herstellung von Möbeln<ref name="Leonhardt">Wolfgang Leonhardt: „Hannoversche Geschichten“. Berichte aus verschiedenen Stadtteilen, Arbeitskreis Stadtteilgeschichte List, 1. Auflage 2009/2010, Books on Demand GmbH, Norderstedt 2009, ISBN 978-3-8391-5437-3, S. 150; online über Google-Bücher</ref> und eine Marke insbesondere für Büromöbel.<ref name="Auskunft Haworth GmbH">Präsentation (PDF-Dokument) Historie: 100 Jahre Dyes - the living factory / 100 Jahre Dyes - die Produkte von Haworth.com, Bad Münder, per E-Mail am 22. Juni 2012</ref> Standort der 1901 errichteten Fabrik, an der die Geschichte der Firma Dyes & Co. ihren Ursprung hatte, war die Podbielskistraße 196/198 im Stadtteil List.<ref name="Meyland">Dirk Meyland: Bauvorhaben / Stillstand an der Podbi 198 ... (siehe Literatur)</ref>

Geschichte

Datei:Die Woche 1904-09-10 S. VI Dyes Hannover.jpg
Anzeige aus dem Jahr 1904

Nach der Gründung der Firma Dyes & Co. 1901 durch die Brüder Otto-Ferdinand und Gottfried Hermann Dyes sowie Viktor Schmidt fertigte die Möbelfabrik an der Podbielskistraße unter Zuhilfenahme des frisch eingeführten elektrischen Kraftantriebs anfangs neben Büromöbeln auch Betten und Matratzenrahmen aus Holz.<ref name="Leonhardt"/>

1934 wurden die Gebäude in Hannover verkauft an die Brüder Frederiksen. Diese zogen mit der nunmehrigen Dyes & Co. Nachfolger F. & H. Frederiksen Möbelfabrik Bad Münder a/D nach Bad Münder am Deister.<ref name="Auskunft Haworth GmbH"/> In der Folge wurden die Fabrikgebäude in Hannover von den Nationalsozialisten als SA-Heim genutzt.<ref>Yehiel Ilsar: Im Streit für die Weimarer Republik. Stationen im Leben des Hermann Badt, Berlin: Transit, circa 1992, ISBN 3-88747-075-3, S. 219; Snippet-Ansicht über Google-Bücher</ref> Eine Lagerhalle wurde hingegen zur katholischen Kirche St. Bruder Konrad umgebaut.

Die übrigen Gebäude in Hannover wurden spätestens seit 1986 von der Spedition Möbeltransport Urban genutzt.<ref name="Leonhardt"/>

Für das Gelände der alten Fabrikanlagen in Hannover wurde 2010 eine Bauvoranfrage an den Bezirksrat Vahrenwald-List zum Bau eines eingeschossigen Discounters abschlägig beschieden;<ref name="Meyland"/> der Bereich soll stattdessen viergeschossig bebaut werden.<ref>Julia Pennigsdorf: Bauvorhaben / Stillstand an der Podbi 198 ... (siehe Literatur)</ref> 2015 wurde alles abgerissen.

Literatur

Weblinks

Commons: Dyes Möbelfabrik (Hannover) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />


Koordinaten: 52° 23′ 55,6″ N, 9° 46′ 41″ O

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