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Duékoué

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Duékoué
Wappen fehlt
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Duékoué (Elfenbeinküste)
Duékoué (Elfenbeinküste)
Basisdaten
Distrikt: Montagnes
Region: Moyen-Cavally
Departement: Duékoué
Koordinaten: 6° 44′ N, 7° 21′ WKoordinaten: 6° 44′ N, 7° 21′ W
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Einwohner: 185.344 (2011)

Duékoué ist eine Stadt im Westen der Elfenbeinküste. Sie liegt in der bergigen Waldregion Moyen-Cavally<ref name="Bürgerkrieg">Dominic Johnson: Der neue ivorische Bürgerkrieg beginnt. In: Die Tageszeitung. 6. Januar 2011, abgerufen am 7. Januar 2011.</ref> und zählt laut Zensus von 2014 185.334 Einwohner.<ref>Ergebnisse des Zensus 2014. Abgerufen am 6. Januar 2016.</ref>

Infrastruktur

Die Stadt verfügt über eine Verbindung nach Liberia.<ref name="Offensive">Anhänger von Ouattara starten Offensive. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 29. März 2011, abgerufen am 4. April 2011.</ref>

In Duékoué befindet sich ein großes Missionsgelände mit zwei Kirchen, einer Kapelle und mehreren Bürogebäuden.<ref name="TAZSicherheit">Katrin Gänsler: „Wir sind noch nicht in Sicherheit“. In: Die Tageszeitung. 15. Dezember 2011, abgerufen am 15. Dezember 2011.</ref>

Wirtschaft

Um Duékoué wird Kakao angebaut, illegal Gold gefördert, Holz gerodet und Handel betrieben. Die Stadt ist von Armut geprägt.<ref name="Bürgerkrieg"/>

Geschichte

Die Bevölkerung von Duékoué ist multiethnisch.<ref name="Bürgerkrieg"/> Es gab jahrelang Auseinandersetzungen zwischen der lokalen Ethnie der Weh und ihrer Miliz Front de Libération du Grand Ouest (FLGO) und eingewanderten Arbeitern aus Burkina Faso um die Kontrolle der lukrativen Kakaoplantagen. Mit Beginn des Bürgerkrieges 2002 wurden zahlreiche Burkiner aus der Region verjagt, weil die Weh ihnen gemeinsame Sache mit den aus dem muslimischen Norden stammenden Rebellen vorwarfen.<ref name="Brutal"/> Im Zuge der Präsidentschaftswahlen in der Elfenbeinküste 2010 kam es zu gewalttätigen Unruhen in Duékoué. Mindestens 14 Menschen wurden dabei getötet und 10.000 bis 15.000 flüchteten aus der Stadt.<ref name="Bürgerkrieg"/> Bei der darauffolgenden Regierungskrise kam es am 3. Januar 2011 zu schweren Kämpfen zwischen verfeindeten Milizen. Dabei gab es mindestens vier Tote.<ref name="TAZstur">Dominic Johnson: Gbagbo bleibt stur. In: Die Tageszeitung. Abgerufen am 17. Juni 2011.</ref> Bei Kämpfen in der Region kamen am 6. Januar 14 Menschen ums Leben.<ref name="PrUS-Sanktionen">Elfenbeinküste: US-Sanktionen gegen Gbagbo. In: Die Presse. 7. Januar 2011, abgerufen am 22. Juni 2011.</ref> Anfang März 2011 Truppen von Laurent Gbagbo gegen Einheiten der Rebellenkoalition Forces Nouvelles, die Alassane Ouattara unterstützen.<ref name="Bagdad">Johannes Dieterich: Gefechte in „Bagdad City“. In: Frankfurter Rundschau. 17. März 2011, abgerufen am 18. März 2011.</ref> Die Stadt fiel am 29. März 2011 in die Hand der Forces républicaines de Côte d’Ivoire (FRCI).<ref name="Militäroffensive">Militäroffensive in Elfenbeinküste ausgedehnt. In: ORF. 29. März 2011, abgerufen am 4. April 2011.</ref>

Zwischen dem 28. und 30. März 2011 kam es zu einem Massaker mit mehreren hundert Toten.<ref name="Brutal">Thomas Scheen: Brutale Kämpfe und Massaker. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 3. April 2011, abgerufen am 3. April 2011.</ref><ref name="Völkermord">Dominic Johnson: Ähnlich wie Völkermord. In: die tageszeitung. 3. April 2011, abgerufen am 4. April 2011.</ref> Nach Angaben eines Reporters von AFP wurden die meisten Häuser der Stadt verbrannt.<ref name="ta">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig «Wir haben getötet, wen wir töten konnten».] In: Tages-Anzeiger. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 4. April 2011.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Während der Einnahme flüchteten etwa 30.000 Menschen vor den Soldaten der FRCI auf das Missionsgelände der Stadt. Noch im Dezember lebten um die 2.400 Personen dort.<ref name="TAZSicherheit"/>

Weblinks

Commons: Duékoué – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />