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Druckausgleich

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Als Druckausgleich wird der Vorgang bezeichnet, bei dem in zwei oder mehr getrennten, mit demselben Medium gefüllten Räumen der gleiche Druck hergestellt wird. Das Medium kann entweder ein Gas oder eine Flüssigkeit sein. In den meisten Fällen wird der Druckausgleich durch den Transport von Medium zwischen einem oder mehreren der genannten Räume und der Umgebung bewerkstelligt oder durch Transport zwischen den Räumen. In den allermeisten Fällen handelt es sich bei dem Medium um Luft.

Beim Tauchen, Liftfahren und Fliegen (Steig-/Sinkflug) entsteht im Mittelohr ein Unter- bzw. Überdruck im Vergleich zur Umgebung (Wasser-, Luft- oder Kabinendruck). Das Mittelohr ist durch die so genannte Ohrtrompete (Eustachische Röhre) mit dem Rachen verbunden. Diese Tube ist im Normalfall verschlossen, sie öffnet sich beim Schlucken, sodass ein Druckausgleich herbeigeführt werden kann. Alternativ kann beim Tauchen durch Ausatmen in die zugehaltene Nase mit dem erhöhten Druck im Rachenraum ein Druckausgleich hergestellt werden. Diese Form des Druckausgleichs nennt man auch Valsalva-Versuch.

Baim Steigflug ist der Druckausgleich meist unproblematisch. Beim Landeanflug wird der Druckausgleich schwieriger, wenn er nicht frühzeitig durchgeführt wird: Einer Druckdifferenz von 60 Hgmm zwischen Druck in der Umgebung und Druck im Mittelohr wird als unangenehm wahrgenommen; ab einer Druckdifferenz von etwa 80 Hgmm (je nach Individuum verschieden) kann ein Druckausgleich nicht mehr durch Muskelkraft erreicht werden, und es kommt zu einem Barotrauma.<ref name=mirza-richardson-2005 details="Abschnitt „Pathophysiology“, S. 366–367.">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Forscher haben Reisenden daher angeraten, frühzeitig alle paar Minuten durch Kauen, Gähnen oder Trinken einen Druckausgleich durchzuführen und während der Steig- und der Ladephase nicht zu schlafen.<ref name=mirza-richardson-2005 details="Abschnitt „Summary: preventing barotrauma during air travel“, S. 370."/> Ein unzureichender Druckausgleich beim Flug entsteht vor allem dann, wenn die Person in der Landephase schläft, wenn es bereits zuvor zu Fehlfunktionen der Eustachischen Röhre gekommen ist oder wenn dort eine Flüssigkeitsansammlung vorliegt (etwa wegen Erkältung, Entzündung der Atemwege, chronischer Mittelohrentzündung oder Schwangerschaft).<ref name=mirza-richardson-2005 details="Tabelle 1 „Causes of failure of pressure equilibration during flight“, S. 367."/>

Weblinks

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Einzelnachweise

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