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Dracocephalum nutans

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Dracocephalum nutans
Datei:Dracocephalum nutans (Nodding Dragonshead) (542795795).jpg

Dracocephalum nutans

Systematik
Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Unterfamilie: Nepetoideae
Tribus: Mentheae
Untertribus: Nepetinae
Gattung: Drachenköpfe (Dracocephalum)
Art: Dracocephalum nutans
Wissenschaftlicher Name
Dracocephalum nutans
L.

Dracocephalum nutans ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Drachenköpfe (Dracocephalum) in der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).

Beschreibung

Dracocephalum nutans ist eine ausdauernde,<ref name="FlPak"/> krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 16 und 55 Zentimeter erreicht. Sie bildet einzelne bis mehrere, mehr oder weniger aufrechte Stängel aus, die an der Basis unverzweigt oder nur wenig verzweigt sind. Die Stängel sind im oberen Bereich schwach flaumig mit nach unten zeigenden Härchen (Trichomen) besetzt und im unteren Bereich spärlicher behaart und verkahlend.

Die Laubblätter sind sowohl grundständig als auch gegenständig am Stängel verteilt angeordnet. Die Blattstiele sind 2,5 bis 5 Zentimeter lang. Die einfache Blattspreite ist breit eiförmig mit herzförmigem, schwach gestutztem oder breit keilförmigem Spreitengrund und stumpfem oder spitzem oberen Ende. Die Blattspreite ist an ihrer Basis flaumig behaart. Der Blattrand ist spitz gesägt oder gezähnt.

Die Blütezeit reicht von Juli bis September. Die ährigen bis kopfigen Blütenstände sind in den oberen Blattachseln in Scheinquirlen angeordnet und enthalten 8 bis 14 Blüten. Die 3 bis 5 Millimeter langen, elliptischen bis verkehrt-eiförmigen Tragblätter besitzen ganzrandige, bewimperte Blattränder und zugespitzte Blattspitzen. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig und zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Die fünf purpurfarbenen Kelchblätter sind röhrig oder glockig-röhrig zu einem 3 bis 5 Millimeter langen Kelch verwachsen, der fünfzehnaderig, undeutlich zweilippig und fünfzähnig sowie an den Adern behaart und an den Rändern bewimpert ist. Der mittlere, verkehrt-eiförmige Kelchzahn der oberen Lippe ist 2,5- bis 3-fach breiter als die seitlichen, lanzettlichen Kelchzähne und trägt eine kurze, dornförmige Spitze; die unteren, lanzettlichen Kelchzähne sind lang dornförmig zugespitzt und besitzen 1 bis 2 Millimeter lange Dornspitzen. Die blau-purpurfarbige und behaarte, 12 bis 19 Millimeter lange Krone ist zweilippig. Die Oberlippe ist leicht kürzer als die dreizipfelige Unterlippe. Die Staubblätter überragen die Kronröhre höchstens kurz.

Die Klausenfrucht zerfällt in vier Teilfrüchte. Die mehr oder weniger glatten, dunkelbraunen Teilfrüchte sind bei einer Länge von 1,5 bis 1,8 und einem Durchmesser von 0,8 Millimeter eiförmig-ellipsoid.<ref name="FlPak"/>

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 10, seltener 20.<ref name="IPCN" />

Vorkommen

Dracocephalum nutans ist in Zentralasien in Afghanistan, Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan, im nördlichen Südasien in Pakistan und Indien, in Ostasien in den nordchinesischen Regionen Xinjiang, Innere Mongolei und Heilongjiang sowie im russischen Sibirien und dem südöstlichen europäischen Russland beheimatet. Die Vorkommen im zentralen und östlichen europäischen Russland gelten als Einbürgerungen.<ref name="Flora europaea"/><ref name="WCSP" />

Dracocephalum nutans besiedelt sonnige Hänge, Täler und Lärchenwälder in Höhenlagen von 1200 bis 2600 Meter.

Systematik

Dracocephalum nutans wurde im Jahre 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum, Band 2, Seite 596, erstveröffentlicht.<ref name="SpPla"/> Synonyme für Dracocephalum nutans sind Dracocephalum alpinum (<templatestyles src="Person/styles.css" />Kar. & <templatestyles src="Person/styles.css" />Kir.) <templatestyles src="Person/styles.css" />Turcz., nom. illeg., Dracocephalum microphyllum <templatestyles src="Person/styles.css" />Turcz., Dracocephalum nutans var. alpinum <templatestyles src="Person/styles.css" />Kar. & <templatestyles src="Person/styles.css" />Kir., Ruyschiana nutans (<templatestyles src="Person/styles.css" />L.) <templatestyles src="Person/styles.css" />House, Zornia nutans (<templatestyles src="Person/styles.css" />L.) <templatestyles src="Person/styles.css" />Moench und Dracocephalum nuristanicum <templatestyles src="Person/styles.css" />Rech.f. & <templatestyles src="Person/styles.css" />Edelb.<ref name="FlPak"/><ref name="WCSP" />. Nach R. Govaerts ist aber Dracocephalum nuristanicum eine von Dracocephalum nutans verschiedene Art.<ref name="WCSP" />

Quellen

  • (Abschnitt Beschreibung und Verbreitung).

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="FlPak"></ref> <ref name="Flora europaea">Flora Europaea. Search Results. Royal Botanic Garden Edinburgh, Edinburgh, abgerufen am 4. Juli 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Dracocephalum nutans L. in Abfrage nach Dracocephalum).</ref> <ref name="IPCN">Dracocephalum nutans bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="SpPla">Carl von Linné: Species Plantarum. 1. Auflage. 2. Band. Stockholm 1753, S. 596 (eingescannt bei Biodiversity Heritage Library).</ref> </references>