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Domgymnasium Naumburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Domgymnasium Naumburg
Haupthaus des Domgymnasium Naumburg
Schulform Gymnasium
Gründung 1088
Adresse Thomas-Müntzer-Straße 22
Ort Naumburg (Saale)
Land Sachsen-Anhalt
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 9′ 23″ N, 11° 48′ 45″ O
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Schüler rund 905
Lehrkräfte 72
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Das Domgymnasium Naumburg ist eines der ältesten Gymnasien in Deutschland.

Geschichte

Es geht auf eine Domschule zurück, die nach der Verlegung des Bischofssitzes 1028 von Zeitz nach Naumburg in den bischöflichen Räumen unmittelbar neben dem Naumburger Dom gegründet wurde. Erste urkundliche Erwähnung fand sie 1088 durch Bischof Günther von Naumburg.

1532 wurden durch einen großen Brand die meisten Akten von Dom und Schule vernichtet. 1542 Umbildung in eine dreiklassige Lateinschule. 1528 wurde die Domschule evangelisch, unterrichtet wurden die Fächer Latein, Griechisch, Hebräisch, Religion, Logik, Rhetorik und Singen.

Seit 1802 konnte an der Domschule die Reifeprüfung abgelegt werden, Mitte des 19. Jahrhunderts wurde sie in ein neunklassiges Vollgymnasium umgewandelt. 1910 zog sie in das ehemalige Hospital Curia St. Crucis. Am 12. April 1937 wurde der damals bekannte Nazi Otto Steche zu dessen Schulleiter ernannt. Er wurde nach Kriegsende aus dem Schuldienst entlassen und in einem Kriegsgefangenenlazarett interniert. Zu DDR-Zeiten hieß die Schule Erweiterte Oberschule Erich Weinert.<ref>https://www.naumburg-online.de/?load=tourismus/nol_geb_lgym.html</ref> An dieser war die Naumburger Volkshochschule angegliedert. Den Namen Domgymnasium trägt die Schule wieder seit dem 9. Mai 1992. Im Jahre 2005 wurden das Domgymnasium und das Lepsius-Gymnasium Naumburg zusammengelegt. Das neue Gymnasium trägt den Namen Domgymnasium Naumburg. Aus dem ehemaligen Lepsius-Gymnasium wurde zunächst die Außenstelle „Lepsius-Haus“.

Zum Schuljahr 2007 wurde der Standort in der Seminarstraße geschlossen. Der Schulbetrieb findet seitdem ausschließlich in den Gebäuden des ehemaligen Lepsius-Gymnasiums in der Müntzerstraße und in der Marienschule (ehemals Johannes R. Becher-Oberschule) in der Poststraße statt.

Von 2011 bis 2013 wurde das Domgymnasium saniert. Am 14. Januar 2012 wurde es als 1.000 Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage ausgezeichnet.<ref name="schule-o-335726">[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] 1.000ste "Schule ohne Rassismus"Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Land Sachsen-Anhalt, Staatskanzlei und Ministerium für Kultur Sachsen-Anhalt, archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 2021-05-06;.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Datei:Siegelmarke Siegel des Dom-Gymnasiums zu Naumburg W0380755.jpg
Siegelmarke der Schule

Rektoren und Lehrer

Rektoren
Lehrer

Schüler

  • Johannes von Schröter (1513–1593), Mediziner, erster Rektor der Universität Jena
  • Johannes Pretten (1634–1708), Theologe, bis 1649
  • Johann Georg Rauhe (1739–1791), Geschichtsfälscher
  • Johann Adolph von Göphardt (1758–1827), Ingenieur und Direktor der Ingenieurakademie in Dresden
  • Christian Ferdinand Schulze (1774–1850), Altphilologe und Historiker
  • Carl Peter Lepsius (1775–1853), Altertumswissenschaftler, Historiker, Schriftsteller, Beamter, Bürgermeister und Landrat von Naumburg (Saale)
  • Ludwig Bernhard Schmid (1788–1857), deutscher Geistlicher und Missionar in Indien
  • Deocar Schmid (1791–1828), deutscher Geistlicher und Missionar in Indien
  • Karl August Rüdiger (1793–1869), Altphilologe und Pädagoge, Abschluss 1811
  • Ferdinand Wachter (1794–1861), Historiker und Hochschullehrer an der Universität Jena; fiel einem Raubmord zum Opfer
  • Friedrich Wilhelm Ernst Mende (1805–1886), evangelischer Pfarrer und Pädagoge
  • Julius von Zech-Burkersroda (1805–1872), Landtagsmarschall der Provinz Sachsen
  • Hermann Sauppe (1809–1893), Altphilologe
  • Christian Scherling (1812–1903), Pädagoge, Lehrbuchautor und Musikfunktionär
  • Hugo von Leipziger (1822–1896), Staatsminister in Altenburg
  • Albert Traeger (1830–1912), Dichterjurist und Alterspräsident des Deutschen Reichstags
  • Friedrich Nietzsche (1844–1900), Philosoph und Dichter
  • Otto Elste (1854–1918), Marinegeneralarzt
  • Erich von Leipzig (1860–1915), preußischer Oberst, Militärattaché in Konstantinopel und Gutsbesitzer
  • Max von Stojentin (1861–1918), Chemiker, Volkswirt, Regionalhistoriker von Hinterpommern
  • Oskar Hergt (1869–1967), stellvertretender Reichskanzler
  • Friedrich Schulze (1881–1960), Historiker
  • Adolf Schmidt (1898–1985), Kreishauptmann im Generalgouvernement
  • Hans Georg Calmeyer (1903–1972), Jurist<ref>[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden., archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 2016-04-05;.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>
  • Rolf Friedemann Pauls (1915–2002), Diplomat
  • Hans Ulrich Kempski (1922–2007), Journalist, Chefkorrespondent der Süddeutschen Zeitung
  • Götz Friedrich (1930–2000), Regisseur und Theaterleiter
  • Jan Wagner (* 1985), Politiker

Siehe auch

Bund alter Naumburger Domschüler

Seit 1920 besteht mit dem Bund alter Naumburger Domschüler (BaND e. V.) ein Ehemaligen- und Förderverein für das Domgymnasium Naumburg. Er hatte 2006 etwa 240 Mitglieder. Das Ziel des Vereins ist die Förderung von Bildung und Erziehung der Schüler des Naumburger Domgymnasium. Darüber hinaus fördert er den Zusammenhalt der ehemaligen Schüler und Lehrer. Seit 1998 ist der Verein als gemeinnützig anerkannt. Im Mai 2009 hat die Mitgliederversammlung beschlossen, dass neben den ehemaligen Schülern und Lehrern des Domgymnasiums auch Ehemalige des Lepsiusgymnasiums und der Erweiterten Oberschule Erich Weinert ordentliche Mitglieder werden können. Hierdurch wird dem Zusammenschluss der Schulen Rechnung getragen.<ref>Dirk Heinecke: 100 Jahre "Bund alter Naumburger Domschüler" (BaND) e. V. In: Saale-Unstrut-Jahrbuch 2022, S. 105–110.</ref>

Literatur

  • Zu der öffentlichen Prüfung sämmtlicher Klassen des Domgymnasiums zu Naumburg ... ladet ergebenst ein. Naumburg 1835–1874 (Digitalisat Jg. 1859)
  • Hugo Holstein: Verzeichnis derjenigen Schüler, welche seit 1783 von dem Domgymnasium nach vollendetem Schulcursus abgegangen sind. In: Zu der öffentlichen Prüfung sämmtlicher Klassen des Domgymnasiums zu Naumburg ... ladet ergebenst ein, Jg. 1859, S. 13–24 (Digitalisat)
  • Jahres-Bericht. Naumburg 1875–1924 (Digitalisat Jg. 1884–1911; 1915; Beil. zu 1912 und 1913)

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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