Dometzko
Dometzko (Vorlage:PlS Domecko, 1936–1946: Althaus, schlesisch Důmecko) ist eine Ort in der Gemeinde Comprachtschütz im Powiat Opolski der Woiwodschaft Opole in Polen. Zu Dometzko gehört der Weiler Simsdorf (Pucnik).
Geographie
Dometzko liegt zwei Kilometer südöstlich von Comprachtschütz und zehn Kilometer von Opole in der Schlesischen Tiefebene. Durch den Ort fließen die Gewässer Prószkowski Potok und Moszczana.
Nachbarorte von Dometzko sind im Norden Dziekanstwo (Dziekaństwo), im Osten Gorek (Górki) und Chrzumczütz (Chrząszczyce), im Süden Neuhammer (Nowa Kuźnia) und im Westen Ochotz (Ochodze).
Geschichte
„Dometzky“ wurde im Jahr 1532 erstmals urkundlich erwähnt. Der slawische Ortsname bedeutet in etwa Häuschen.<ref>Heinrich Adamy: Die schlesischen Ortsnamen Ihre Entstehung und Bedeutung – Ein Bild aus der Vorzeit, Breslau, Priebatsch, 1889, S. 78</ref>
1845 bestanden im Dorf eine Brauerei, eine Brennerei und weitere 73 Häuser. Im gleichen Jahr lebten in Dometzko 545 Einwohner, davon zwei evangelisch und sieben jüdisch. 1861 waren es 873 Einwohner. Für das Jahr 1865 sind belegt: eine katholische Schule, eine Brennerei, eine Ziegelei, 42 Gärtner, 50 Häusler und 24 Einlieger.<ref>Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865, S. 985</ref> 1874 wurde der Amtsbezirk Dometzko gebildet. Erster Amtsvorsteher war der Rittergutsbesitzer Gerlach.<ref>Amtsbezirk Dometzko</ref>
Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten 467 Wahlberechtigte für einen Verbleib bei Deutschland und 220 für Polen<ref>Vgl. Vorlage:Webarchiv</ref>. Dometzko verblieb beim Deutschen Reich. 1933 lebten im Ort 1.251 Einwohner. Am 19. Mai 1936 wurde der Ort in Althaus umbenannt. 1939 hatte der Ort 1.332 Einwohner. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Oppeln<ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>.
1945 kam der bisher deutsche Ort unter polnische Verwaltung, wurde 1946 in Domecko umbenannt und gehörte bis 1950 zur Woiwodschaft Schlesien. 1950 wurde es der Woiwodschaft Opole eingegliedert. Am 1. Dezember 2009 erhielt der Ort zusätzlich den amtlichen deutschen Ortsnamen Dometzko.
Sehenswürdigkeiten
- Die Katholische Kirche mit dem Patrozinium Unbeflecktes Herz Mariä (Kościół Niepokalanego Serca Najświętszej Maryi Panny) wurde 1957–1961 errichtet.<ref>Vorlage:Webarchiv</ref>
- Das Gutshaus mit zwei Geschossen und Satteldach wurde um 1800 errichtet. Es steht seit 1974 unter Denkmalschutz.<ref name="Denkmal">Denkmalregister Woiwodschaft Opole (polnisch) S. 77</ref>
- Der angrenzende Park wurde 1983 unter Denkmalschutz gestellt.<ref name="Denkmal" />
- Kriegerdenkmal zum Gedenken an die Gefallenen der beiden Weltkriege
- Glockenkapelle
Persönlichkeiten
- Josef M. Lellek (1893–1965), deutscher Baumeister und Architekt
Vereine
- Deutscher Freundschaftskreis
- Freiwillige Feuerwehr OSP Domecko
- Sportverein UKS Victoria Domecko
Literatur
- Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 103.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
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