Distichiasis
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Als Distichiasis (v. griech.: δι- = zwei, στίχος = Reihe, Zeile) wird eine Erkrankung der Augen bei Mensch oder Tier bezeichnet, bei der feine, wimpernartige Haare aus den Talgdrüsen (genauer den Meibomschen Drüsen) des Lidrandes heraus in Richtung des Augapfels wachsen, wodurch (auch infolge einer Lidrandentzündung) eine Trichiasis, d. h. eine Reizung und Schädigung der Hornhaut auftreten kann. Die Haare werden als Distichien bezeichnet und wachsen meist aus den Drüsenöffnungen heraus. Sie bilden also eine Art zweite Reihe an Wimpern.<ref>Willibald Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch, 266., aktualisierte Auflage, de Gruyter, Berlin 2014, ISBN 978-3-11-033997-0, Stichwort „Distichiasis“</ref>
Die Erkrankung kann sowohl am Ober- als auch am Unterlid auftreten und kann eines oder auch beide Augen betreffen. Bei stärkeren Beschwerden können die verursachenden Härchen operativ entfernt werden.
Eine Distichiasis kann angeboren als isolierte Form<ref>{{#ifeq:|ID|99177| Eintrag zu {{#if:Distichiasis, isolierte|Distichiasis, isolierte|Distichiasis}}. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten)Vorlage:Abrufdatum }}</ref> oder auch bei seltenen Syndromen vorkommen wie dem Lymphödem-Distichiasis-Syndrom<ref>{{#ifeq:|ID|33001| Eintrag zu {{#if:Lymphödem-Distichiasis-Syndrom|Lymphödem-Distichiasis-Syndrom|Distichiasis}}. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten)Vorlage:Abrufdatum }}</ref>, der Meige-Krankheit, dem Setleis-Syndrom oder dem Stevens-Johnson-Syndrom.<ref name="Leiber">{{#ifexist:Vorlage:bibISBN/{{#invoke:URIutil|plainISBN|3-541-01727-9}} | {{bibISBN/{{#invoke:URIutil|plainISBN|3-541-01727-9}}
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Literatur
- P. Erdmann: Ein Beitrag zur Kenntnis der Distichiasis congenita (hereditaria). In: Zeitschrift für Augenheilkunde Bd. 11, S. 427–444, 1904.
Weblinks
- Judith Kaufhold: Populationsgenetische Untersuchungen zur Entwicklung der Hunderasse Elo sowie zum Auftreten und zur Vererbung von Distichiasis, Diss. Hannover 2004 (pdf; 5,8 MB)
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Einzelnachweise
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