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Disperses Publikum

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der Begriff disperses Publikum geht auf Gerhard Maletzke<ref>Maletzke: Psychologie der Massenkommunikation, Hamburg 1963.</ref> zurück. Damit ist gemeint, dass die Rezipienten von Massenmedien (z. B. Zeitung, Hörfunk, Fernsehen) in der Regel räumlich (vielfach auch raumzeitlich) voneinander getrennt sind. Disperses Publikum bezeichnet damit die Gesamtheit aller Rezipienten eines Medienangebots, die räumlich und zeitlich voneinander getrennt sein können.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref><ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Somit bestehen zwischen ihnen auch keinerlei direkte zwischenmenschliche Beziehungen. Zwar sind die Rezipienten untereinander anonym, dennoch wissen sie, dass sich außer ihnen noch zahlreiche andere Menschen den gleichen Aussagen der Massenmedien zuwenden.<ref>Burkart 2002, S. 169.</ref> Weitere Kennzeichen sind Inhomogenität und Unstrukturiertheit des dispersen Publikums: Ein disperses Publikum „weist keine Rollenspezialisierungen auf und hat keine Sitte und Tradition, keine Verhaltensregeln und Riten und keine Institutionen“.<ref>Maletzke 1963, S. 30.</ref> Das disperse Publikum ist ein entscheidendes Kennzeichen von Massenkommunikation.

Literatur

Einzelnachweise

<references />