Dilatation (Chemie)
Dilatation ist ein Begriff aus der Chemie. Er bezeichnet die Volumenveränderung eines Körpers (bezogen auf sein ursprüngliches Volumen) durch Änderung von Temperatur, Druck oder andere Zustandsgrößen. Ein Dilatometer dient der Messung der Dilatation.<ref name="ABC Chemie">Brockhaus ABC Chemie, VEB F. A. Brockhaus Verlag Leipzig 1965, S. 299.</ref>
Die Volumenänderung erfolgt bei Phasenumwandlungen (z. B. flüssig → gasförmig) mit der Temperaturzunahme stets sprunghaft. Wenn der Aggregatzustand des Körpers unverändert bleibt, erfolgt die Volumenveränderung meist in kleineren Schritten.
Dilatometrie
Die Dilatometrie ist ein Verfahren der Thermoanalyse und wird zur Messung der thermischen Ausdehnung u. a. von Werkstoffen (z. B. Metallen), Glasgeräten und Baustoffen bei Temperaturerhöhung eingesetzt.<ref name="Römpp">Otto-Albrecht Neumüller (Herausgeber): Römpps Chemie Lexikon, Frank’sche Verlagshandlung, Stuttgart, 1983, 8. Auflage, S. 962, ISBN 3-440-04513-7.</ref>
Umkehrung
Die Volumenverringerung bei Temperaturabsenkung nennt man Kontraktion bzw. Kompression.<ref name="Römpp" />
Medizin
Vasodilatation (von lat. vas ‚Gefäß‘ und dilatatio ‚Erweiterung‘, dilatare ‚breiter machen‘) bezeichnet in der Medizin die Erweiterung der Blutgefäße.<ref name="Römpp" /> Diese Gefäßerweiterung wird von Arzneistoffen aus der Gruppe der Vasodilatoren (Nitroverbindungen, Calcium-Antagonisten u. a.) bewirkt.<ref name="Ebel">Siegfried Ebel und Hermann J. Roth (Herausgeber): Lexikon der Pharmazie, Georg Thieme Verlag, 1987, S. 669, ISBN 3-13-672201-9.</ref>
Das Gegenteil von Vasodilatation ist die Vasokonstriktion.
Einzelnachweise
<references />