Dietrich von Brühl
Dietrich Graf von Brühl (* 1. Dezember 1925 in Königsberg; † 13. November 2010 in Wien) war ein deutscher Diplomat.
Leben
Dietrich von Brühl wurde im Zweiten Weltkrieg zur Wehrmacht eingezogen und kämpfte ab 1943 im Panzerregiment 2, das zur 16. Panzer-Division gehörte.<ref>Imperial War Museum: Interview with Dietrich Graf von Brühl, abgerufen am 20. Juni 2025.</ref> Seine Erlebnisse schilderte er später in einer Radomice oder der Untergang des Panzer-Regiments 2 überschriebenen, nicht datierten Broschüre.<ref>Bundesarchiv: Bestand Reichsheer und Heer (RH) 39 (Verbände und Einheiten der Schnellen Truppe und Panzertruppe des Heeres), Panzer-Regiment 2 (1. Pz.Div. / 16. Pz.Div.), abgerufen am 20. Juni 2025.</ref>
Brühl trat in den Auswärtigen Dienst ein. Er war Legationsrat in der Botschaft in Accra,<ref>Jana Otto: Fachkräfte für die Entwicklung. Fortbildungskooperationen zwischen Ghana und den beiden deutschen Staaten, 1956–1976. De Gruyter Oldenbourg, Berlin 2022, ISBN 978-3-11-079008-5, S. 220.</ref> an den Botschaften in London und Brüssel tätig und Gesandter in der deutschen Botschaft in Warschau.<ref>Ostpreußisches Landesmuseum: Die Brühls – eine europäische Familie, abgerufen am 20. Juni 2025.</ref> Von 1986 bis 1990 war Botschafter in Wien,<ref>Auswärtiges Amt: Deutsche Botschafter in Österreich seit 1871. Abgerufen am 14. Oktober 2022.</ref> zunächst als westdeutscher Botschafter, dann, zur Zeit der Wende, als gesamtdeutscher Botschafter.<ref>Dietrich von Brühl: Deutsche Erfahrungen mit Österreich. In: Michael Gehler, Ingrid Böhler (Hrsg.): Verschiedene europäische Wege im Vergleich. Österreich und die Bundesrepublik Deutschland 1945/49 bis zur Gegenwart. Festschrift für Rolf Steininger zum 65. Geburtstag. Studien-Verlag, Innsbruck 2007, ISBN 978-3-7065-4503-7, S. 579–584.</ref> Brühl war Mitglied der katholischen Studentenverbindung KStV Tuiskonia-Monasteria Münster.
Familie
Dietrich von Brühl ist der Enkel von Friedrich-Franz Graf von Brühl (1848–1911) und der Sohn von Georg Graf von Brühl (1882–1976), der von 1919 bis 1935 Landrat des Kreises Allenstein war.
Dietrich von Brühl heiratete Maria-Oktavia Gräfin von Waldburg zu Wolfegg und Waldsee. Die Autorin Christine von Brühl ist ihre Tochter.
Auszeichnungen
1990 wurde Brühl mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für seine „grenzüberschreitende kulturelle Tätigkeit“ und mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet.
Werke
- Radomice oder der Untergang des Panzerregiments 2. Niederndorf 1994 (40 S.).
- Dietrich Graf Brühl: Aufbruch in eine neue Zeit: 1989 im Rückblick. Hrsg.: Manfried Rauchensteiner. Heeresgeschichtliches Museum, Wien, OCLC 49531887 (114 S.).
Literatur
- Taschenbuch des Öffentlichen Lebens. Festland, Bonn 1990, ISBN 978-3-87224-019-4.
- Genealogisches Handbuch des Adels – Gräfliche Häuser XVIII, 2006.
Weblinks
- Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Dietrich Graf von Brühl.] In: Der Spiegel. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 14. Oktober 2022.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Brühl, Dietrich von |
| ALTERNATIVNAMEN | Brühl, Dietrich Graf von (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Diplomat |
| GEBURTSDATUM | 1. Dezember 1925 |
| GEBURTSORT | Königsberg |
| STERBEDATUM | 13. November 2010 |
| STERBEORT | Wien |
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- Familienmitglied des Adelsgeschlechts Brühl
- Korporierter im KV
- Deutscher Botschafter in Österreich
- Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse
- Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens am Bande für Verdienste um die Republik Österreich
- Deutscher
- Geboren 1925
- Gestorben 2010
- Mann
- Titulargraf (Brühl)