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Dietrich I. (Holland)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Theodoricus Aquitaniæ (BM 1869,0612.231).jpg
Dietrich I., ahistorische Phantasiedarstellung 1578

Dietrich I. Graf in Friesland († wohl 939) (niederländisch: Dirk, friesisch Durk oder Diderik, lateinisch: Theoderic oder Thidericus Fresonie) war der Gründer der holländischen Grafenlinie.<ref>Pieter Lodewijk Muller: Dietrich, Graf in Friesland. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 5, Duncker & Humblot, Leipzig 1877, S. 176.</ref>

Er war vermutlich der Sohn und Nachfolger des in Westfriesland herrschenden Grafen Gerolf (vgl. Gerulf von Kennemerland). Sein Bruder war Walger Graf von Tiesterband.<ref> Allgemeine Enzyklopaedie der Wissenschaften und Kuenste; S. 115 </ref>

Er war lange treuer Anhänger seines Lehnsherren, des Königs Karl des Einfältigen. Zur Belohnung erhielt er am 15. Juni 922 die Kirche von Egmond, nebst vielen Gütern in der Umgebung, im jetzigen Nordholland (zwischen Suithardeshaghe und Fortrapa und Kinnem). Daraus wurde später Kloster Egmond.

Verheiratet (928?) war er mit Geva/Gerberge (* um 895 oder 913), vermutlich der Tochter oder Nichte von Meginhard III. von Hamaland (* um 860–um 915). Sein Nachfolger (Sohn oder wahrscheinlicher Enkel) wurde Dietrich II.

Später schloss er sich dem Aufstand der Lothringer Herzöge gegen deutschen König Otto I. an und ist wohl am 2. Oktober 939 in der Schlacht bei Andernach gefallen.

Das Grab der Eheleute war im Kloster Egmond und wurde 1573 beim Aufstand der Geusen zerstört.

Weblinks

Commons: Dietrich I. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen

<references />

VorgängerAmtNachfolger
Graf von Holland
922–939
Dietrich II.

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