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Diethylentriaminpentaessigsäure

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Strukturformel
Strukturformel von Diethylentriaminpentaessigsäure
Allgemeines
Name Diethylentriaminpentaessigsäure
Andere Namen
  • Diethylentriaminpentaessigsäure
  • Pentetsäure
  • N,N-Bis(2-(bis(carboxymethyl)amino)­ethyl)glycin
  • 3-Aza-3-(carboxymethyl)-pentamethylendinitrilotetraessigsäure
  • Vorlage:INCI
Summenformel C14H23N3O10
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff<ref name="Thermofisher" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 200-652-8
ECHA-InfoCard 100.000.593
PubChem 3053
ChemSpider 2945
DrugBank DB14007
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 393,35 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,56 g·cm−3<ref name="Thermofisher">Vorlage:Thermofisher</ref>

Schmelzpunkt

220 °C<ref name="Thermofisher" />

Löslichkeit

löslich in Wasser (5 g·l−1 bei 20 °C)<ref name="GESTIS" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.000.593">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 319​‐​332​‐​360D​‐​373
P: 201​‐​202​‐​260​‐​304+340+312​‐​305+351+338​‐​308+313<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
Toxikologische Daten

587 mg·kg−1 (LD50Rattei.p.)<ref>R. C. Srivastava, P. P. Dwivedi, J. R. Behari, M. Athar: Evaluation of LD50 of some polyaminocarboxylic acids used as chelating drugs in metal intoxication. In: Toxicology letters. Band 32, Nummer 1–2, 1986, S. 37–40, doi:10.1016/0378-4274(86)90046-9, PMID 3090738.</ref>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Diethylentriaminpentaessigsäure (DTPA) ist eine fünfprotonige Säure und chemisch mit der EDTA verwandt. Sie wird als chelatisierender Komplexbildner verwendet. Ihre Salze werden „Pentetate“ genannt.

Die ausgezeichneten Komplexbildungseigenschaften besonders bei Metall-Kationen mit großem Ionenradius prädestinieren DTPA für den Einsatz in der Medizin und der Landwirtschaft in Düngemitteln. Beispielsweise wird es in der Chelat-Therapie zum Entgiften nach Unfällen mit Schwermetallen und zur Komplexierung von Gadolinium als Kontrastmittel (Gadopentetat-Dimeglumin) bei MRT-Untersuchungen genutzt.

Gewinnung und Darstellung

DTPA wird durch Umsetzung von Diethylentriamin mit Formaldehyd und Natriumcyanid in Gegenwart von Natriumhydroxid gewonnen.

Einzelnachweise

<references />