Diethylaminoschwefeltrifluorid
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| Strukturformel von Diethylaminoschwefeltrifluorid | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Diethylaminoschwefeltrifluorid | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C4H10SNF3 | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
gelbe Flüssigkeit mit stechendem Geruch<ref name="Merck" /> | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 161,19 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
flüssig | ||||||||||||||||||
| Dichte |
1,22 g·cm−3<ref name="Merck">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei MerckVorlage:Abrufdatum</ref> | ||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
46–47 °C (13 hPa)<ref name="Merck" /> | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
Zersetzung in Wasser<ref name="Merck" /> | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Diethylaminoschwefeltrifluorid (meist kurz als DAST bezeichnet) ist eine Organoschwefelverbindung.
Gewinnung und Darstellung
Diethylaminoschwefeltrifluorid kann durch Reaktion von Diethylaminotrimethylsilan und Schwefeltetrafluorid gewonnen werden.<ref>W. J. Middleton, E. M. Bingham: Vorlage:Linktext-Check In: Organic Syntheses. 57, 1977, S. 50, doi:10.15227/orgsyn.057.0050; Coll. Vol. 6, 1988, S. 440 (PDF).</ref>
- <math>\mathrm{Et_2NSiMe_3 + SF_4 \longrightarrow Et_2NSF_3 + Me_3SiF}</math>
Eigenschaften
Diethylaminoschwefeltrifluorid ist eine gelbe Flüssigkeit mit stechendem Geruch, die sich in Wasser und beim Erhitzen zersetzt;<ref name="Merck" /> die Zersetzung beginnt bei etwa 50 °C und verläuft bei 90 °C stürmisch.<ref name="Urben">P. G. Urben(Hrsg.): Bretherick’s handbook of reactive chemical hazards. Volume 1, 7. Auflage, Surendra-Kumar-Verlag/Elsevier, 2007, ISBN 978-0-12-373945-2, S. 641 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
Verwendung
Diethylaminoschwefeltrifluorid wird in der organischen Chemie als mildes Fluorierungsmittel verwendet. Mit seiner Hilfe können beispielsweise Alkohole und Aldehyde in die jeweiligen Mono- bzw. Difluoride überführt werden.<ref>Organo-Fluorine Compounds, B. Baasner, H. Hagemann, J. C. Tatlow (Hrsg.), Houben-Weyl/Thieme, Stuttgart, 2000.</ref> Weiterhin ist es möglich, aus Thioethern oder Sulfoxiden die entsprechenden α-Fluorthioether zu synthetisieren.<ref>J. R. McCarthy, N. P. Peet, M. E. LeTourneau, M. Inbasekaran, J. Am. Chem. Soc. 1985, 107, 735–737.</ref><ref>S. F. Wnuk, M. J. Robins, J. Org. Chem. 1990, 55, 4757–4760.</ref><ref>M. J. Robins, S. F. Wnuk, J. Org. Chem. 1993, 58, 3800–3801.</ref> Teilweise ist dabei der Zusatz katalytischer Mengen Antimontrichlorid oder Zinkchlorid von Vorteil.
Es dient auch als Katalysator bei Friedel-Crafts-Allylierungen.<ref name="Sigma" />
Sicherheitshinweise
Bei Kontakt mit Wasser, beim Erhitzen über 90 °C und bei Destillation kann eine stürmische bis explosive Zersetzung auftreten. Sichere Handhabung ist nur unter 50 °C sowie in Lösung möglich.<ref name="Urben" /> Bei Haut- oder Augenkontakt der brennbaren Flüssigkeit sind schwere Verätzungen möglich.<ref name="Merck" />
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
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- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Feuergefährlicher Stoff
- Beschränkter Stoff nach REACH-Anhang XVII, Eintrag 40
- Ätzender Stoff
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Fluorverbindung
- Schwefel-Halogen-Verbindung
- Diethylamin
- Schwefel-Stickstoff-Verbindung