Die lange Welle hinterm Kiel
| Produktionsland | Österreich/Deutschland |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 2012 |
| Länge | 90 Minuten |
| Altersfreigabe |
</ref> |
| Stab | |
| Regie | Nikolaus Leytner |
| Drehbuch | Pavel Kohout (Roman) Klaus Richter |
| Produktion | Thomas Hroch Gerald Podgornig |
| Musik | Matthias Weber |
| Kamera | Hermann Dunzendorfer |
| Schnitt | Karin Hartusch |
| Besetzung | |
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Die lange Welle hinterm Kiel ist ein deutsch-österreichischer Fernsehfilm aus dem Jahr 2012 nach dem gleichnamigen Buch von Pavel Kohout mit Mario Adorf, Veronica Ferres, Christiane Hörbiger und Christoph Letkowski in den Hauptrollen. Die Erstausstrahlung erfolgte am 4. Januar 2012 auf Das Erste und ORF 2. Dabei wurde er von 7,37 Millionen Zuschauern gesehen.<ref>Primetime-Check: Mittwoch, 4. Januar 2012</ref> Damit gehörte er zu den erfolgreichsten Fernsehfilmen des Jahres.
Handlung
1990 reisen zwei Sudetendeutsche zufällig auf demselben Kreuzfahrtschiff in Indonesien: die erfolgreiche Unternehmerin Margarete Kämmerer und der Medizinprofessor Martin Burian.
Die Begegnung löst in Margarete Rachedurst aus. Sie erzählt ihrem Neffen Sigi, der mit ihr reist, wie grausam Martin 1945 bei Kriegsende ihren Mann hatte hinrichten lassen. Sigi erzählt Sylva davon, Martins Schwiegertochter, in die er sich verliebt hat. Diese hört wiederum von Martin eine andere Geschichte: Margaretes Mann sei im Krieg ein schlimmer Nazi gewesen und habe unter anderen Martins Bruder hinterrücks erschossen. Die Vergeltungsaktion an den Nazis sei gerecht gewesen.
Während Sigi und Sylva sich näherkommen, scheint die Front zwischen Margarete und Martin lange unüberwindlich; Margarete plant gar einen Mord. Doch als Martin schließlich Kontakt aufnimmt, beruhigen sich ihrer beider Gemüter bald. In ihrem letzten Dialog stimmen sie darin überein, von den jungen Leuten, die die Kriegszeit nicht erlebt haben, nicht mehr verstanden zu werden.
Am nächsten Morgen sind die zwei verschwunden, nur Martins Gehstock wird von Sylva an der Reling gefunden. Ein umgefallener Stuhl legt nahe, dass sie gemeinsam über Bord gesprungen sind. Der Steward ist von dieser Geschichte nach einiger Zeit überzeugt und leitet keine Untersuchung ein. Wie sich herausstellt, war nicht nur Martin todkrank, auch Margarete hatte Krebs im Endstadium.
Hintergrund
Die Dreharbeiten fanden in Wien, Sri Lanka und auf dem Kreuzfahrtschiff Delphin statt.
Rezeption
„... Paul Kohouts unbequeme Vorlage legt den Finger in die Wunde - die brave Inszenierung und papierene Dialoge werden ihr leider nicht gerecht. ... Das ernste Anliegen versandet im Flachen“
„(Fernseh-)Verfilmung eines Romans von Pavel Kohout, der die beiden Kontrahenten im Wendejahr 1990 nach der Auflösung der Machtblöcke aufeinander treffen lässt. Das komplexe historische Thema gerinnt in dieser Form von Vergangenheitsbewältigung eher schlicht und allzu papieren.“
Weblinks
Einzelnachweise
<references />