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Die Unbestechlichen (1976)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Unbestechlichen (Originaltitel: All the President’s Men) ist ein US-amerikanischer Spielfilm des Regisseurs Alan J. Pakula aus dem Jahr 1976. Der Politthriller ist eine Adaption des Buches Die Watergate-Affäre (OT: All the President’s Men) von Carl Bernstein und Bob Woodward, die im Film von Dustin Hoffman und Robert Redford verkörpert werden. In den DDR-Kinos lief der Film unter dem Verleihtitel Alle Männer des Präsidenten.<ref name="LdiF"/>

William Goldman schrieb das Drehbuch nach dem Tatsachenbericht über den Polit-Skandal. Zusammen mit Klute (1971) und Zeuge einer Verschwörung (1974) bildet Die Unbestechlichen die „Paranoia-Trilogie“ in Pakulas Werk.

Handlung

Der Film beschreibt die mehrjährigen Recherchen der Journalisten Carl Bernstein und Bob Woodward von der Washington Post seit dem US-Präsidentschaftswahlkampf 1972. Sie deckten auf, dass Mitarbeiter des Weißen Hauses bei einem gescheiterten Einbruch vorhatten, das Wahlkampfbüro der oppositionellen Demokratischen Partei abzuhören, was schließlich zum Rücktritt des US-Präsidenten Richard Nixon führte.

Dabei trifft sich Woodward öfter mit einem geheimnisvollen Informanten, der nur unter dem Decknamen „Deep Throat“ genannt wird, der ihm bei seinen Recherchen entscheidend weiterhilft und dessen Identität zum Zeitpunkt der Dreharbeiten nicht bekannt war. Erst am 31. Mai 2005 wurde durch die Berichterstattung des US-Magazins Vanity Fair öffentlich, dass es sich bei der geheimen Quelle um den ehemaligen Bundesagenten des FBI Mark Felt gehandelt hatte.

Erfolg

Der acht Millionen Dollar teure Film spielte allein in den USA 70 Millionen Dollar ein. Unter anderem wurde Die Unbestechlichen für acht Oscars, vier Golden Globes und zehn British Academy Film Awards nominiert und ging bei der Oscarverleihung 1977 in vier Oscar-Kategorien als Sieger hervor. Ende 2010 wurde der Film in das National Film Registry der US-Kongressbibliothek aufgenommen. Die Begründung: Es sei das seltene Beispiel, dass ein Bucherfolg in einen Kinohit und ein Kulturphänomen übertragen wurde.

Deutsche Fassung Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.

Die deutsche Synchronbearbeitung entstand 1976 bei der Berliner Synchron GmbH Wenzel Lüdecke. Das Dialogbuch schrieb Lutz Arenz, die Dialogregie führte Dietmar Behnke.<ref>Thomas Bräutigam: Lexikon der Film- und Fernsehsynchronisation. Mehr als 2000 Filme und Serien mit ihren deutschen Synchronsprechern etc. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-289-X, S. 369–370.</ref><ref>Die Unbestechlichen. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 31. März 2026.</ref>

Rolle Darsteller Synchronsprecher
Bob Woodward Robert Redford Rolf Schult
Carl Bernstein Dustin Hoffman Manfred Schott
Harry M. Rosenfeld<templatestyles src="FN/styles.css" /> a Jack Warden Edgar Ott
Ben Bradlee<templatestyles src="FN/styles.css" /> a Jason Robards Gottfried Kramer
Howard Simons<templatestyles src="FN/styles.css" /> a Martin Balsam Martin Hirthe
Judy Hoback<templatestyles src="FN/styles.css" /> b Jane Alexander Hallgerd Bruckhaus
„Deep Throat“<templatestyles src="FN/styles.css" /> c Hal Holbrook Lothar Blumhagen
Donald Segretti Robert Walden Wilfried Herbst
Martin Dardis<templatestyles src="FN/styles.css" /> d Ned Beatty Heinz Theo Branding
Hugh Sloan Stephen Collins Thomas Danneberg
Deborah „Debbie“ Murray Sloan Meredith Baxter Gisela Fritsch
Joe, FBI-Agent Jess Osuna Joachim Cadenbach

Fußnoten zu den Beteiligten

<templatestyles src="FN/styles.css" />

a 
Harry M. Rosenfeld (* 1929) und Howard Simons (1929–1989) waren wie Ben Bradlee (1921–2014) Chef- oder leitende Redakteure der Washington Post.

<templatestyles src="FN/styles.css" />

b 
Judy Hoback arbeitete als „bookkeeper“ für das Committee to re-elect President Nixon.

<templatestyles src="FN/styles.css" />

c 
Deep Throat: Es wurde erst 2005 bekannt, dass Mark Felt der bedeutende Informant in der Watergate-Affäre war.

<templatestyles src="FN/styles.css" />

d 
Martin Dardis, Florida, ein „prosecutor“ bzw. „general attorney“.

Kritiken

„Spannend, […] ausgezeichnet gespielt. […] ein Politthriller von hoher Qualität und Dichte.“

Lexikon des internationalen Films<ref name= "LdiF"/>

„Es ist der Musterfall eines gelungenen Dokumentarspiels […].“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Hellmut Haffner, Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt<ref>Hellmut Haffner: Hollywood wird aggressiv. Unterhaltungsfilme, die den Menschen zum Nachdenken anregen. In: Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt. Nr. 13/1977, 21. März 1977, Kulturmagazin, S. 18.</ref>

„Pakula gelingt es erstaunlicherweise, aus sattsam bekannten Details und unter Verzicht auf jegliche Dramatisierung einen spannenden Film zu machen, der viel über amerikanisches Selbstverständnis und Presseverständnis aussagt. Pakulas Handikap: Allzuoft artet sein Film in Telephonorgien aus, die dem Talent seiner Stars nicht sehr viel Raum lassen.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Die Zeit 1976<ref>Chaplin, Kinder, Buffalo Bill. In: Die Zeit, Nr. 29/1976.</ref>

Auszeichnungen (Auswahl)

Oscar

Gewonnen:

  • Bestes adaptiertes Drehbuch – William Goldman
  • Bester Nebendarsteller – Jason Robards
  • Bester Ton – Arthur Piantadosi, Les Fresholtz, Rick Alexander, James E. Webb
  • Bestes Szenenbild – George Jenkins, George Gaines

Nominiert:

  • Bester Film – Walter Coblenz
  • Beste Regie – Alan J. Pakula
  • Beste Nebendarstellerin – Jane Alexander
  • Bester Schnitt – Robert L. Wolfe

Writers Guild of America

  • Bestes adaptiertes Drehbuch – William Goldman

New York Film Critics Circle Award

  • Bester Film
  • Beste Regie – Alan J. Pakula
  • Bester Nebendarsteller – Jason Robards

Literatur

  • Carl Bernstein, Bob Woodward: Die Watergate-Affäre. (Originaltitel: All the President’s Men). Deutsch von Karl Otto von Czernicki. Mit einem Vorwort von Dieter Gütt. Vollständige Taschenbuchausgabe. Droemer-Knaur, München / Zürich 1974, ISBN 3-426-00362-7, 416 S.
  • Bob Woodward, Carl Bernstein: Ein amerikanischer Alptraum. Die letzten Tage in der Ära Nixon. Athenäum, Frankfurt am Main 1988, ISBN 3-610-08485-5.

Weblinks

Einzelnachweise

<references>

<ref name="LdiF">Die Unbestechlichen. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 9. Juli 2017.</ref>

</references>

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