Die Todeskralle schlägt wieder zu
| Produktionsland | Hongkong |
|---|---|
| Originalsprache | Kantonesisch, Englisch, Hochchinesisch |
| Erscheinungsjahr | 1972 |
| Länge | 100 Minuten |
| Altersfreigabe |
</ref> |
| Produktionsunternehmen | |
| Stab | |
| Regie | Bruce Lee |
| Drehbuch | Bruce Lee |
| Musik | Joseph Koo |
| Kamera | Nishimoto Tadashi (als Ho Lan-Shan)<ref>Tadashi Nishimotos ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 1921 † 1997) sinisierter Name lautet Ho Lan-Shan (chinesisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) / {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Pinyin {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Jyutping {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), kantonesisch Ho Lan-Shan)</ref> |
| Schnitt | Peter Cheung |
| Besetzung | |
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Die Todeskralle schlägt wieder zu (auch bekannt als Bruce Lee: Die Faust des Drachen, Originaltitel chinesisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Pinyin {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Jyutping {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – „ein starker Drache überquert den Strom“ und unter dem internationalen Titel {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) war der erste Film der von Bruce Lee gegründeten Produktionsfirma Concorde. Der Film gehört zum Genre des Martial-Arts-Films.
Bruce Lee fungierte nicht nur als Hauptdarsteller, sondern war zugleich Regisseur, Drehbuchautor und Kampfszenen-Choreograph. Die Todeskralle schlägt wieder zu, der am 30. Dezember 1972 in Hongkong Premiere hatte, wurde ein weltweiter Erfolg.
Handlung
Tang Lung, ein junger Mann und Kämpfer aus Hongkong, reist nach Rom, um dort Chen Chinghua, einer Verwandten, im Kampf gegen eine Gangsterbande beizustehen, die mit allen Mitteln versucht, ihr Restaurant zu übernehmen. Nachdem Tang Lung die ersten Schlägertrupps mühelos in die Flucht geschlagen hat, holt sich der namenlose Gangsterboss mit der Hilfe seiner rechten Hand Ho Verstärkung in Gestalt eines europäischen Karatekämpfers namens Bob Fred und eines japanischen Karatekämpfers unbekannten Namens. Nachdem es ihnen nicht gelungen ist, Tang Lung unschädlich zu machen, wartet Freds Meister auf ihn, der amerikanische Karatemeister Colt, der als Amerikas bester Karatekämpfer gilt. Im Kolosseum von Rom kommt es zum finalen Zweikampf der Giganten. Tang Lung tötet seinen Gegner, nachdem dieser sich nicht geschlagen geben wollte, obwohl er schon kampfunfähig ist. Zwei Kellner des Restaurants, Jimmy und Tony, werden von Onkel Wang hinterrücks erstochen, wobei jetzt auch klar wird, dass Onkel Wang ein Verräter ist und vorhatte, das Restaurant zu verkaufen, um nicht als erfolgloser Mann zurück nach Hongkong gehen zu müssen. Der Gangsterboss taucht auf und erschießt Ho und Onkel Wang, Tang Lung kann jedoch geschickt hinter einem Baum in Deckung gehen. Die Polizei erscheint und verhaftet den Gangsterboss. Quen und Chen Chinghua verabschieden Tang Lung, der sich auf seinen Rückweg nach Hongkong macht.
Kritik
„Artistisch arrangierte Kämpfe unter Beteiligung diverser Martial Arts-Künstler aus verschiedenen Ländern. Lees berühmtester und letzter Film wurde hierzulande erst 1991 als ‚Bruce Lee – Die Faust des Drachen‘ in seiner vollständigen Fassung gezeigt.“
Wissenswertes
- Lees Rollenname Tang Lung ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Jyutping {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), kantonesisch Tong Lung – „chinesischer Drache“) bedeutet „Drache aus China“. In China steht der Nachname vor dem Vornamen. Tang ist somit sein Nachname und Lung sein Vorname. Er wird von seinen Freunden umgangssprachlich stets „Ah Lung“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), genannt, was etwa „Bruder Lung“ bedeutet; während er von Ho, der rechten Hand des Gangsterbosses, mit „Herr Tang“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) angesprochen wird.
- Für die Rolle des Colt wollte Lee ursprünglich den Karate- und Kickbox-Meister Joe Lewis verpflichten, welcher auch einer seiner Schüler war. Dieser jedoch lehnte ab, und Chuck Norris trat an seine Stelle.<ref>Tobias Hohmann: Norris, S. 37</ref> Hierzu sei jedoch gesagt, dass diese Ansicht zwar von Autor Tobias Hohmann in seinem Buch vertreten, aber von zwei bekannten Lee-Biographen bzw. Lee-Historikern, Matthew Polly (Autor: Bruce Lee: A Life [2018]) und John Little (Autor: Wrath of the Dragon: The Real Fights of Bruce Lee [2023]), bezweifelt wird. Laut Polly und Little, endete die Freundschaft zwischen Lee und Lewis am 1. Dezember 1969, wegen eines privaten Konfliktes, welchen Lewis' damalige Frau auslöste, und die beiden Männer hätten an diesem Tag das letzte Mal miteinander geredet. Polly kam zum Schluss, die originale Quelle, Lee wollte zuerst Lewis als Colt, sei Lewis selbst gewesen. Es gäbe aber keine zweite Quelle. Da Lee sich 1968 schon mit Mike Stone, einem weiteren seiner amerikanischen Schüler, der wie Norris und Lewis ein Karateka war, zerstritten hatte, und den Kontakt zu ihm abbrach, war Norris 1972, als Lee das Drehbuch für Die Todeskralle schlägt wieder zu schrieb, der letzte Karate-Champion aus Amerika, mit dem sich Lee noch gut verstand. Und dies sei der Grund gewesen, warum Lee Norris als Colt verpflichtete. Norris wäre stets seine erste Wahl gewesen.
- Der chinesische Titel des Films lautet Meng long guo jiang, kantonesisch Maang lung goh kong und bedeutet sinngemäß „Der wilde Drache überquert den Fluss“. Der Vorspann des Films zeigt ein Drachenboot, das von China nach Italien fährt. Viele Filmaufnahmen fanden in Rom statt. Für weitere Dreharbeiten wurde die Kulisse des Kolosseums in einem Filmstudio in Hongkong nachgebaut.<ref> Tobias Hohmann: Norris, Hille 2013, S. 38</ref>
- Der deutsche Titel entstand durch einen Fehler. Lees nachfolgender Film war Der Mann mit der Todeskralle, welcher im Januar 1974 in die deutschen Kinos kam, und nach dem Antagonisten benannt wurde, welcher seine linke, amputierte Hand durch diverse Stahlkrallen ersetzen kann. Die Todeskralle schlägt wieder zu wurde erst ein Jahr später veröffentlicht und erneut mit dem Begriff „Todeskralle“ versehen, obwohl im Film keine solche Kralle vorkommt. Dies führte unter anderem dazu, dass viele Leute fälschlicherweise den 1972 gedrehten Film Die Todeskralle schlägt wieder zu für eine Fortsetzung des 1973 gedrehten Film Der Mann mit der Todeskralle hielten.
- In Hongkong spielte der Film mehr als 5 Millionen Hongkong-Dollar ein. An den US-amerikanischen Kinokassen folgten über 11 Millionen US-Dollar, wobei hier der Film erst 1974 aufgeführt wurde.
- In Deutschland folgte der Kinostart im August 1975.<ref>Tobias Hohmann: Norris, S. 43</ref> Die FSK ließ mehrere Kampfszenen schneiden, darunter „mehrere besonders brutal wirkende Tritte“ aus dem finalen Kampf zwischen Tang Lung und Colt. Ganz entfernt werden musste die Szene, in der Tang Lung seinem Gegner „offenbar das Rückgrat bricht“.<ref>Jürgen Kniep: „Keine Jugendfreigabe!“ Filmzensur in Westdeutschland 1949 – 1990, Wallstein Verlag, Göttingen 2010, S. 251</ref>
- Am Anfang des Films fahren Tang Lung und seine Verwandte in einem weißen Cabriolet an verschiedenen historischen Gebäuden in Rom vorbei, zum Beispiel am Trevi-Brunnen.
- In der deutschen Kino-Synchronisation wird Darsteller Bruce Lee von Thomas Danneberg gesprochen, der zudem die deutschsprachige Stammstimme von Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stallone und Terence Hill war.<ref>Die Todeskralle schlägt wieder zu. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 27. September 2020.</ref>
- Wie schon bei Todesgrüße aus Shanghai strahlte das ZDF am 1. September 1990<ref>OFDb - Die Faust des Drachen</ref> eine eigene Schnittfassung aus und ließ hierfür eine neue Synchronisation anfertigen. Bruce Lee wird in dieser Fassung von Rainer Schmitt synchronisiert. Zudem wurde der Filmtitel in Die Faust des Drachen geändert.
- Manche fachkundige Filmkritiker wie Cha-Lee Yoon interpretieren den Kampf zwischen Bruce Lee und Chuck Norris im Kolosseum als Metapher und Symbol für den kulturellen Kampf zwischen der östlichen und der westlichen Welt, Asien gegen Amerika.<ref>Die größten Kampfkunst-Filmhelden. Dokumentarfilm von Hanna Dittmer, 2020, 65 Min. Produziert von Rachals Film München im Auftrag von Kabel eins</ref>
Weblinks
- Vorlage:IMDb/1
- Die Todeskralle schlägt wieder zu. in der Hong Kong Movie DataBase (englisch)
- Die Todeskralle schlägt wieder zu bei Rotten Tomatoes (englisch)
- Die Todeskralle schlägt wieder zu in der Online-Filmdatenbank
- Die Todeskralle schlägt wieder zu. im Flimmerkisten Archiv
Einzelnachweise
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