Die Gänsemagd (1957)
| Produktionsland | Deutschland |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 1957 |
| Länge | 78<ref>Filmlänge bei spielfilm.de, abgerufen am 7. November 2016.</ref> Minuten |
| Altersfreigabe |
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| Produktionsunternehmen | Fritz Genschow Film, Berlin |
| Stab | |
| Regie | Fritz Genschow |
| Drehbuch | Fritz Genschow |
| Produktion | Fritz Genschow |
| Musik | Richard Stauch |
| Kamera | Gerhard Huttula |
| Schnitt | Erika Petrick |
| Besetzung | |
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Die Gänsemagd ist ein deutscher Märchenfilm von und mit Fritz Genschow aus dem Jahr 1957. Er basiert auf dem gleichnamigen Märchen der Brüder Grimm. Neben Fritz Genschow, der einen König spielt, sind Rita-Maria Nowotny als Prinzessin Rosemargret, Renée Stobrawa als Königin-Mutter, Renate Fischer als Kammermädchen Malice, Theodor Vogeler als Schlossmeister Eckhardt und Günter Hertel als Prinz Friedbert besetzt.
Handlung
In einem Königreich lebt eine Königin, die ihre Tochter Rosemargret mit Friedbert, dem Prinzen des Nachbarreiches verheiraten will. Deshalb schickt sie die Prinzessin zusammen mit deren Kammermädchen Malice auf die Reise. Malice ersinnt jedoch einen Plan, der dem Prinzen vorspiegeln soll, dass sie die Prinzessin und die Prinzessin ihr Kammermädchen sei. Sie selbst will den Prinzen heiraten und ein Königreich ihr eigen nennen.
Zunächst einmal schickt sie eine Brieftaube mit einer gefälschten Botschaft in das Nachbarreich, dass die Prinzessin später eintreffen werde. Damit verschafft sie sich zusätzliche Zeit für die Durchführung ihres Planes.
Da Rosemargrets Mutter ihre Tochter nicht auf der Reise hat begleiten können, hat sie der Prinzessin ein Taschentuch mit drei Blutstropfen von sich mitgegeben. Während die Blutstropfen das Tuch benetzten, sprach sie die Worte: „Sei treu liebes Kind, Deinem Manne. Sei treu Deinem Volke. Und steh treu zu jedem Deiner Worte, so wird alles Böse, was man Dir antut, sich zum Guten wenden.“
Außerdem gab die Königin ihrer Tochter den treuen Schimmel Falada mit, von dem es heißt, dass es sprechen könne. Nachdem der Reisezug sich auf den Weg gemacht hat, überredet Malice die Prinzessin, den Prinzen auf die Probe zu stellen. So wolle man herausfinden, ob er wirklich sie liebe oder nur ihren Status. Malices Plan geht insoweit auf, als dass sie mit der Prinzessin die Kleidung tauscht. Sie begründet dass auch damit, dass die Prinzessin so Zeit habe, den Prinzen und sein Verhalten zu beurteilen. Da die beiden jungen Menschen sich bereits im Kindesalter versprochen wurden und sich eigentlich gar nicht kennen, würde der Prinz sicher nicht daran zweifeln, wen er vor sich habe. Auch der begleitende Hofstaat wird auf Malices Betreiben hin, an der Reichsgrenze zurückgeschickt.
Kaum haben die beiden jungen Frauen die Rolle getauscht und der Hofstaat ist verschwunden, zeigt Malice ihr wahres Gesicht und behandelt die Prinzessin nur noch wie eine Magd. Auch wirft sie das Taschentuch der Königin-Mutter ins Wasser. Zudem nimmt sie der Prinzessin das Versprechen ab, mit niemandem über ihren Tausch zu reden, und droht damit, dass sie dem Prinzen sonst verraten werde, dass Rosemargret ihn habe betrügen wollen.
Auf dem Schloss des Prinzen angekommen, wird die falsche Prinzessin begrüßt und bringt sofort ihr Kammermädchen in Misskredit. Der König solle sie zur Arbeit einteilen, sie wolle sie nicht mehr sehen. Außerdem solle der Schimmel Falada getötet werden, weil er sie angeblich abgeworfen habe. In Wahrheit hat Malice nur Angst, das Pferd könnte sie verraten. Der Prinz kommt dem Wunsch seiner Braut nach und lässt das Tier töten. Das angebliche Kammermädchen wird zum Gänsehüten eingeteilt. Als sich Rosemargret am nächsten Tag durch das Stadttor zur Gänseweide begeben will, erscheint ihr Faladas Kopf am Tor und sehnsuchtsvoll klagt sie dem Tier ihr Leid. Kürtchen, dem sie zur Hilfe zugeteilt worden ist, beobachtet sie heimlich und kann kaum glauben, was er gerade gesehen hat. Er wundert sich auch über die schönen goldenen Haare, die die neue Gänsemagd unter ihrem Kopftuch trägt und bittet um eine Locke. Doch Rosemargret singt dem Wind zu, er solle Kürtchens Hütchen davontragen, damit er sie in Ruhe lassen würde. Kürtchen beschwert sich daraufhin beim König, der der Sache nachgehen will. Er versteckt sich am Stadttor und kann so selbst beobachten, wie die Gänsemagd mit dem Pferdekopf redet und dieser sie mit „Jungfrau Königin“ anspricht. Er folgt Kürtchen und der Magd weiter und kann so selbst mit ansehen, wie sie den Wind mit einem Lied verzaubert, das Hütchen des Jungen wegzutragen. Daraufhin spricht er die Gänsemagd an, doch sie beruft sich auf den Schwur, den sie geleistet hat. Der kluge König meint jedoch, sie hätte nur geschworen keinem Menschen etwas zu verraten, deshalb solle sie zu dem Backofen reden, der sich in der Nähe der Stadtmauer befinde. Das tut Rosemargret und so erfährt der König die wahre Geschichte.
Am nächsten Tag, als die Hochzeit stattfinden soll, greift der König zu einer List, um die falsche Prinzessin zu überführen. Er lässt Rosemargret das Brautkleid anziehen und führt sie als Brautjungfer zum Reigen. Erbost verrät sich Malice und das Volk erwählt sich Rosemargret als die neue Braut. Als dann auch noch Rosemargrets Mutter erscheint, die sich Sorgen gemacht hatte, wird Malice dem Schinder zugeführt, der sie in ein Fass stecken soll. Sie bittet um Gnade, die ihr Rosemargret gewährt. Zur Strafe muss sie jedoch fünf Jahre in Einsamkeit leben. Am Ende und zu Rosemargrets großer Freude erscheint der Schimmel Falada, denn da er ein echtes Zauberpferd ist, kann man ihn gar nicht töten.
Produktion
Die Gänsemagd wurde unter anderem in Glienicke, Marienfelde, Schloss Monheim, Atelier Wannsee und Schloss Charlottenburg gedreht.<ref name="filmportal.de">Vgl. filmportal.de</ref><ref name="maerchenfilm.pytalhost.com"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vgl. maerchenfilm.pytalhost.com ( vom 4. März 2016 im Internet Archive)</ref> Die Dreharbeiten fanden vom 4. September 1957 bis zum 5. Oktober 1957 statt.<ref name="maerchenfilm.pytalhost.com" /> Am 1. Dezember 1957 erlebte der Film im Gloria-Palast seine Premiere.<ref name="maerchenfilm.pytalhost.com" />
Die Gänsemagd ist Fritz Genschows letzter Märchenfilm fürs Kino.<ref name="maerchenfilm.pytalhost.com" />
Kritik
Der film-dienst schrieb: „Teils neckisch-operettenhaft inszeniert, teils in stimmungsvolle Bilder aufgelöst, wird die zeittypische Studioproduktion der Vorlage nicht gerecht.“ Die Inszenierung wirke „eher bieder“.<ref>Die Gänsemagd. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017.</ref>
Die Redaktion von Cinema kam zu einem ähnlichen Ergebnis: „Operettenhafte, etwas biedere Studioproduktion, die dem melancholischen Charme des Märchens hinterherhinkt.“ Fazit: „Angestaubte Grimm-Verfilmung aus den braven 50ern.“<ref>Die Gänsemagd. In: cinema. Abgerufen am 8. April 2026.</ref>
Weblinks
- Vorlage:IMDb/1
- Die Gänsemagd in der Online-Filmdatenbank
- Die Gänsemagd bei filmportal.de
- Die Gänsemagd (1957) spielfilm.de
- Die Gänsemagd maerchenfilmphp
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang Der interessante Fall (1935) | Die Mühle von Werbellin (1937) | Rotkäppchen und der Wolf (1937) | Drops wird Flieger (1938) | Ikaruskinder (1938) | Das Mädchen mit den Schwefelhölzern (1953) | Rotkäppchen (1953) | Hänsel und Gretel (1954) | Frau Holle (1954) | Der Struwwelpeter (1955) | Ina, Peter und die Rasselbande (1955) | Aschenputtel (1955) | Dornröschen (1955) | Tischlein, deck dich (1956) | Kalle wird Bürgermeister (1957) | Die Gänsemagd (1957) | Schneewittchen (1959) | Der vertauschte Prinz (1962) | Rumpelstilzchen (1962) | König Drosselbart (1962) Vorlage:Klappleiste/Ende