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Die Entführung der U-Bahn Pelham 123

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Vorlage:Medienbox/Kopf
Produktionsland USA, Großbritannien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2009
Länge 106 Minuten
Altersfreigabe
  • FSK 16<ref name="spio">Freigabebescheinigung für Die Entführung der U-Bahn Pelham 123. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK-Nummer: 118740/V; abgerufen am 17. April 2026).

</ref>

Stab
Regie Tony Scott
Drehbuch Brian Helgeland
Produktion Todd Black
Tony Scott
Jason Blumenthal
Steve Tisch
Musik Harry Gregson-Williams
Kamera Tobias Schliessler
Schnitt Chris Lebenzon
Besetzung

Die Entführung der U-Bahn Pelham 123 ist ein amerikanischer Thriller von Tony Scott mit Denzel Washington und John Travolta in den Hauptrollen. Der Film kam am 24. September 2009 in die deutschen Kinos. Unter demselben Originaltitel The Taking of Pelham One Two Three wurde schon 1974 ein Film mit dem deutschen Titel Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123 veröffentlicht. Die Hauptrollen spielten damals Walter Matthau und Robert Shaw. Dem Film folgte 1998 eine weitere, für das Fernsehen inszenierte Neuverfilmung mit dem gleichen Originaltitel, in Deutschland als U-Bahn-Inferno: Terroristen im Zug bekannt. Alle drei Filme basieren auf John Godeys Roman Abfahrt Pelham 1 Uhr 23.

Handlung

Die U-Bahn „Pelham 123“ in New York wird überfallen, die Insassen des ersten Waggons als Geiseln genommen. Der Anführer der Geiselnehmer, der sich selbst Ryder nennt, fordert ein Lösegeld von 10 Millionen Dollar, die innerhalb von einer Stunde zu ihm gebracht werden sollen. Sobald die Stunde abgelaufen sei, werde er nach jeder Minute Verzögerung einen Passagier der U-Bahn erschießen. Der aufgrund einer vermuteten Bestechungsaffäre zum Fahrdienstleiter degradierte Walter Garber verhandelt mit ihm, wird jedoch von seinem Vorgesetzten weggeschickt, als die Polizei eintrifft. Ryder erschießt daraufhin den Triebfahrzeugführer und verlangt, dass Garber weiter verhandelt. Als der zu Ryders Bande gehörende U-Bahn-Fahrer Ramos von einem Polizeischarfschützen versehentlich erschossen wird, braucht Ryder einen neuen Fahrer und fordert, dass Garber das Lösegeld übergibt.

Im Verlauf der Handlung stellt sich heraus, dass es Ryder, einem ehemaligen Wertpapierhändler, gar nicht um das Lösegeld ging: er hatte darauf spekuliert, dass durch seinen terroristischen Akt die Aktienkurse in den Keller fallen und damit der Goldpreis steigen würde. Als Ryders Team nach Erhalt des Geldes die Flucht antritt, nutzt Garber einen hektischen Moment, um sich der Geiselnahme zu entziehen und verfolgt bewaffnet den flüchtenden Ryder. Am Schluss zwingt Ryder Garber dazu, ihn auf der Manhattan Bridge zu erschießen, da er ansonsten von seiner Waffe Gebrauch machen würde. Der Bürgermeister dankt Garber, der anschließend mit den seiner Frau versprochenen Einkäufen nach Hause zurückkehrt. Mit einer Einstellung des lächelnden Garber, der seinen Hund begrüßt, endet der Film.

Kritiken

Das Echo in den englischsprachigen Medien war durchwachsen. Basierend auf der Auswertung von 231 Kritiken weist Rotten Tomatoes eine Positivquote von lediglich 51 Prozent aus, womit der Film als "Rotten" eingeordnet wird.<ref>https://www.rottentomatoes.com/m/1207149-taking_of_pelham_1_2_3</ref>

„Viel wurde bei Tony Scotts Die Entführung der U-Bahn Pelham 123 nicht falsch gemacht, allerdings auch nichts wirklich richtig.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Roger Ebert<ref>Englischsprachige Kritik auf der Website Roger Eberts</ref>

„‚Die Entführung der U-Bahn Pelham 123‘ ist ein geradliniger, kompakter Thriller. Die Gewaltszenen sind eruptiv, die rasenden Kamerafahrten durch Tunnel und Straßen entfalten einen labyrinthischen Sog, und manche Actionszenen, wie die Amokfahrt der führerlosen U-Bahn, wirken gar unspektakulärer als im Original. Auch die Schnitt- und Bildverfremdungseffekte, die Tony Scott gern überstrapaziert, stören diesmal nicht, da sie ganz im Dienst der Spannungsdramaturgie stehen und den fiebrigen Grundton der Story unterstreichen. An den kantigen Charme des Originals reicht das neue Werk zwar nicht heran, aber Walter Matthau hätte sicher trotzdem seine Freude.“

Cinema<ref>Die Entführung der U-Bahn Pelham 123. In: cinema. Abgerufen am 3. April 2022.</ref>

„Scotts Neuversion ist handwerklich bestechend, schafft es inhaltlich und atmosphärisch jedoch nicht, dem Original das Wasser zu reichen.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Carsten Baumgardt: filmstarts.de<ref>Filmkritik auf filmstarts.de</ref>

„Remake des Films ‚Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123‘ […], das die ironische Unterfütterung des Actiondramas einer hektischen Modernisierung opfert, in der Zwischentöne selten, technische Virtuosität und atemlose Materialschlachten dafür aber umso beherrschender sind.“

Trivia

Der Film wurde zum Teil bei laufendem Betrieb in den Bahnanlagen der New Yorker U-Bahn gedreht. Ein paar Meter weiter ging der normale Bahnbetrieb seinen geregelten Gang, was die Dreharbeiten besonders schwierig gestaltete. „Ich hatte noch nie eine solche Angst um meine Männer“, bemerkte Regisseur Tony Scott.

Literatur

  • John Godey: Abfahrt Pelham 1 Uhr 23 Roman (= Rororo. Nr. 1899). 2. Auflage. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1976, ISBN 3-499-11899-8 (Originaltitel: The Taking of Pelham One Two Three.).
  • Denzel Washington stellt neuen Film in Berlin vor. In: Focus Online. 21. Juli 2009 (focus.de).

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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