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Die 6-Uhr-13-Bahn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Die 6-Uhr-13-Bahn
Studioalbum von Reinhard Lakomy

Veröffent-
lichung

1993

Aufnahme

Februar 1993

Label(s)

Nebelhorn Musik, BuschfunkLacky-Music (Musikverlag Monika Lakomy)

Format(e)

LP, CD, MC

Genre(s)

Rockmusik

Titel (Anzahl)

12

Länge

46:26

Besetzung

Produktion

Reinhard Lakomy

Studio(s)

Tonstudio Reinhard Lakomy Lakomy, Berlin-Blankenburg

Chronologie
Aer
(1991)
Die 6-Uhr-13-Bahn 1992 Der Wasserkristall

Die 6-Uhr-13-Bahn ist ein Album des Berliner Komponisten und Sängers Reinhard Lakomy und Monika Ehrhardt (Texte) von 1993.

Vorgeschichte

Reinhard Lakomy hatte bis 1977 für Film- und Fernsehen komponiert und 4 Alben und ein Best-of-Album mit von ihm interpretierten Liedern veröffentlicht. Dann widmete er sich anderen Musikrichtungen, vornehmlich der Musik mit elektronischen Mitteln und der besonderen Musik für Kinder (Texte Monika Ehrhardt). Die nach der deutschen Einheit eingetretenen Veränderungen veranlassten Reinhard Lakomy, noch einmal als Sänger für Erwachsene in Erscheinung zu treten (letztmalig).<ref>Almut Schröder: Momentaufnahmen von Reinhard Lakomy. In: Neues Deutschland. Januar 1996 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Momentaufnahmen von Reinhard Lakomy (Memento vom 28. Oktober 2007 im Internet Archive)). <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Momentaufnahmen von Reinhard Lakomy (Memento vom 28. Oktober 2007 im Internet Archive)</ref>

Entstehungsgeschichte

Das Album Die 6-Uhr-13-Bahn wurde im Februar 1993 im Tonstudio von Reinhard Lakomy aufgenommen. Sämtliche Texte wurden von Lakomys Texterin und Ehefrau Monika Ehrhardt verfasst.<ref>Diskographie. Offizielle Website, abgerufen am 10. März 2012.</ref> Die Texte und die Musik fingen den damaligen Zeitgeist ein und die Befindlichkeiten vieler Bürger nach der Wende, sie sind heute immer noch aktuell. Die elektrische Gitarre wurde von Michael von Zötl aus Kiel eingespielt.<ref name="Discogs" />

Das Album sollte ursprünglich über das Label Deutsche Schallplatte gepresst werden, doch diese lehnten das Album ab, weil es sich „nicht gesamtdeutsch verkaufen“ ließe.<ref name="BZ">Interview: Die 6.13 Uhr-Bahn. In: Berliner Zeitung. BuschFunk, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 5. April 2010.@1@2Vorlage:Toter Link/www.buschfunk.com (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Stattdessen erschien das Album im März 1993 auf dem Label Nebelhorn im Vertrieb von Buschfunk.<ref name="Discogs">Die 6-Uhr-13-Bahn. Discogs, abgerufen am 10. März 2012.</ref><ref>Über uns. Nebelhorn Agentur, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. Januar 2006; abgerufen am 10. März 2012.</ref> Nachauflage 2020 Label Lacky Music, Vertrieb Brokensilence, Hamburg.

Nachdem der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker den Liedtext von „Grüner Baum“ von Monika Ehrhardt gelesen hatte (Herbst 1990), schrieb er ihr: „Das Gedicht berührt mich sehr. Es ist aufrichtig und gibt unsere Situation, wie ich finde, in bewegender Weise wieder.“<ref>Ricky Laatz: „Ein Leben mit dem Traumzauberbaum“ – Das Künstlerpaar Monika Ehrhardt & Reinhard Lakomy im Porträt. In: KaffeZeit Magazin. 2011, S. 28–29 (issuu.com).</ref> Dieses Gedicht wurde der erste Text zum Album.

Texte

Monika Ehrhardt beschrieb in mehreren Liedern die damaligen Lebensumstände in Ostdeutschland nach der Wende.

Die CD beginnt mit einem Sample von Dr. Sabine Bergmann-Pohl aus der Abstimmung über den Einigungsvertrag in der Volkskammer. Lakomys Vertonung und Interpretation ist direkt, zornig, zärtlich, zeigt offen seine Emotionen.<ref>Almut Schröder: Momentaufnahmen von Reinhard Lakomy. In: Neues Deutschland. Januar 1996 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Momentaufnahmen von Reinhard Lakomy (Memento vom 28. Oktober 2007 im Internet Archive)). <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Momentaufnahmen von Reinhard Lakomy (Memento vom 28. Oktober 2007 im Internet Archive)</ref> Unter anderem handeln die Texte davon, dass viele Menschen nun keine Arbeit mehr haben (Die 6-Uhr-13-Bahn), dass man als Fischer in der Ostsee fast kein Geld mehr verdient, sondern auf Tourismus Wert legen muss (Der blaue Kutter), und dass die Heimat für viele Menschen in der ehemaligen DDR nun teilweise fremd geworden ist (Grüner Baum).

Kritiker warfen ihm damals auf der Grundlage der Texte Monika Ehrhardt vor, mit dieser Veröffentlichung Teil der sogenannten Ostalgie zu sein. Lakomy entgegnete ihnen, es sei nun mal ein Zeitdokument.

Titelliste

  1. Grüner Baum – 3:28
  2. Alles Stasi, außer Mutti – 3:43
  3. Im Casino brennt noch Licht – 2;38
  4. Der Wind weht, wo er will – 4:48
  5. Laß doch die Sterne – 3:07
  6. Der blaue Kutter – 3:19
  7. Nach dem Regen – 4:15
  8. Golf in Motzen – 3:53
  9. Tini-Baby – 3:15
  10. Die 6-Uhr-13-Bahn – 3:50
  11. Novembermond in Berlin – 3:25
  12. Epilog (Instrumental) – 5:56

Weblinks

Einzelnachweise

<references />