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Erzdiözese Wien

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Erzdiözese Wien
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Datei:Bistuemer oesterreich wien.png|300x300px|zentriert|Karte Erzdiözese Wien

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Basisdaten
Staat Österreich
Diözesanbischof Josef Grünwidl
Weihbischof Franz Scharl
Stephan Turnovszky
Emeritierter Diözesanbischof Christoph Kardinal Schönborn OP
Generalvikar Nikolaus Krasa
Andreas Kaiser ab 01.09.2026
Bischofsvikar Franz Scharl
Stephan Turnovszky
Dariusz Schutzki
Richard Kager
Erich Bernhard
Gründung Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Fläche 9100 km²
Vikariate 3 (2023 / AP 2024)
Dekanate 49 (Jänner 2024)
Pfarreien 615 (in 139 Entwicklungsräumen<ref name="Zahlen und Fakten">Strukturentwicklung der Erzdiözese Wien</ref>) (Jänner 2024)
Einwohner 2.979.112 (2023 / AP 2024)
Katholiken 1.039.055 (2023 / AP 2024)
Anteil 34,9 %
Diözesanpriester 599 (2023 / AP 2024)
Ordenspriester 448 (2023 / AP 2024)
Katholiken je Priester 992
Ständige Diakone 219 (2023 / AP 2024)
Ordensbrüder 632 (2023 / AP 2024)
Ordensschwestern 911 (2023 / AP 2024)
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Deutsch
Kathedrale Stephansdom
Anschrift Wollzeile 2
1010 Wien
Website www.erzdioezese-wien.at
Suffraganbistümer Eisenstadt
Linz
St. Pölten
Kirchenprovinz
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Datei:Oesterreich kirchenprovinz wien.png|300x300px|zentriert|Karte der Kirchenprovinz

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Die Erzdiözese Wien ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine römisch-katholische Erzdiözese im Nordosten Österreichs; sie umfasst Wien sowie die östliche Hälfte von Niederösterreich und ist Sitz der Kirchenprovinz Wien.

Vom 14. September 1995 bis zum 22. Jänner 2025 wurde sie von Erzbischof Christoph Schönborn geleitet, der seit 1998 auch Kardinal ist.

Am 17. Oktober 2025 wurde Josef Grünwidl zum Erzbischof ernannt und am 24. Jänner 2026 zum Bischof geweiht und in sein Amt eingeführt.

Datei:Wappen Erzbistum Wien.png
Wappen der Erzdiözese Wien

Geschichte

Vorgeschichte

Ursprünglich unterstand das Territorium der heutigen Erzdiözese dem 739 gegründeten Bistum Passau, einige Pfarren im Süden Niederösterreichs gehörten zur Erzdiözese Salzburg. Die Bestrebungen von Leopold VI., Anfang des 13. Jahrhunderts eine eigene Diözese in Wien zu errichten, scheiterten an der Intervention des Passauer Bischofs.

Herzog Rudolf IV. begann, die Wiener Stephanskirche zu einem gotischen Dom auszubauen. 1358 errichtete er in der Allerheiligenkapelle in der Hofburg ein Kollegiatstift, welches 1365 an die Stephanskirche umsiedelte; 1469 wurde dieses Stift mit der Erhebung zum Bistum ein Domkapitel.<ref>Alfred Wendehorst, Stefan Benz (Hrsg.): Verzeichnis der Säkularkanonikerstifte der Reichskirche. 1997, ISBN 3-7686-9146-2, S. 192.</ref>

Bistumsgründung

Datei:Bistum Wien Geschichte.png
Territoriale Entwicklung der Erzdiözese Wien
Datei:Wien - Stephansdom (1).JPG
Stephansdom

Erst den Habsburgern unter Kaiser Friedrich III. gelang es 1469, von Papst Paul II. die Bulle In supremae dignitatis specula zu erwirken, die in Österreich die Bistümer Wien und Wiener Neustadt errichtete. In dieser Bulle wurde auch dem römischen Kaiser und seinen Nachfolgern das Recht gegeben, Bischöfe zu bestimmen, ein Recht, das der österreichische Kaiser bis 1918 ausübte.

Das Bistum umfasste nur das Stadtgebiet von Wien und reichte im Süden bis Mödling. Der erste Bischof Leo von Spaur hat sein Amt wahrscheinlich nie ausgeübt. Weil die Diözese als arm galt, wurde sie bis 1513 nur von Administratoren verwaltet. Erst Georg Slatkonia residierte tatsächlich in Wien.

In der Folgezeit wurde das kirchliche Leben durch die Erste Wiener Türkenbelagerung 1529 und die Ausbreitung des Protestantismus geschwächt. Vor allem der hl. Petrus Canisius (Administrator von 1554 bis 1555) und Kardinal Melchior Klesl (Bischof von 1598 bis 1630) förderten die Gegenreformation.

1631 verlieh Ferdinand II. an Bischof Anton Wolfradt und alle Nachfolger den Reichsfürstentitel, den sie bis 1918 als Fürst(erz)bischof von Wien führten.

Erzdiözese

Unter dem Episkopat von Sigismund Graf von Kollonitz wurde Wien am 1. Juni 1722 durch Papst Innozenz XIII. mit der Bulle Suprema dispositione in den Rang einer Erzdiözese erhoben. Aber erst am 14. Februar 1723 wurde die Bulle nach Wien gebracht. Das Bistum Wiener Neustadt wurde als Suffraganbistum dem Erzbistum Wien unterstellt. Vom Bistum Passau kamen 1729 der Distrikt Unter dem Wienerwald (mit den Pfarren zwischen Wien und Wiener Neustadt) zur neuen Erzdiözese.

Kaiser Joseph II. zwang die Diözese Passau mit einem Vertrag vom 4. August 1784 zum Verzicht auf ihre Pfarren in Niederösterreich. Dadurch kamen unter Bischof Christoph Anton Graf Migazzi der Distrikt Unter dem Manhartsberg (mit den Pfarren nördlich von Wien), fünf Pfarren der Diözese Raab (Győr) in Ungarn und das 1785 aufgelöste Bistum Wiener Neustadt zum Diözesangebiet. Die neu gegründeten Diözesen Linz und St. Pölten wurden Wien als Suffraganbistümer unterstellt.

Am 2. September 1937 kamen die seit dem Vertrag von Saint-Germain in der Tschechoslowakei liegenden Pfarren um Feldsberg (tschechisch Valtice) zur Diözese Brünn.

Von 1922 bis 1949 waren die Erzbischöfe von Wien auch Apostolische Administratoren des Burgenlandes. Die im Jahr 1960 errichtete Diözese Eisenstadt wurde ebenfalls Suffraganbistum von Wien.

1969 wurde die Erzdiözese in drei groß Seelsorgebereiche, die Vikariate unterteilt: Das Vikariat Nord („Unter dem Manhartsberg“) mit dem Weinviertel und dem Marchfeld, das Vikariat Wien-Stadt mit Wien und Klosterneuburg und das Vikariat Süd („Unter dem Wienerwald“) mit dem Industrieviertel südlich der Donau von Hainburg bis zur Buckligen Welt. Jedes dieser Vikariate wird von einem Bischofsvikar verwaltet. Diese Personen werden vom Erzbischof bestellt.<ref>Annemarie Fenzl: Eine Bischofsweihe „der anderen Art“ im Jahr 1950 im Stephansdom. Eine bleibende Erinnerung an Erzbischof-Koadjutor Franz Jachym im Dom. In: Unser Stephansdom. Hrsg. vom Verein zur Erhaltung des Stephansdoms. Ausgabe Nr. 152, März 2026, Wien 2026. S. 6.</ref>

Metropolitankirche ist der Wiener Stephansdom, der dem Hl. Stephanus geweiht ist. Wohnsitz des Erzbischofs und Verwaltungssitz der Erzdiözese ist das dem Dom gegenüber liegende Erzbischöfliche Palais.

Diözesaner Entwicklungsprozess APG2.1

Vorlage:Hinweisbaustein Bis 2022 will die Erzdiözese Wien eine Ausrichtung der Pastoral auf „Mission und Jüngerschaft“ vollziehen und ihre Pfarrorganisation neu gestalten. Als Grund dafür gelten die veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und die Anliegen des Zweiten Vatikanischen Konzils (z. B. gemeinsames Priestertum aller Getauften); auch die sinkende Anzahl an Katholiken, der zunehmende Mangel an Priestern und Ordensleuten sowie finanzieller Ressourcen erforderten neue Modelle von Gemeinde und Verantwortung in der Kirche.<ref>Mission und Jüngerschaft. In: erzdioezese-wien.at. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. November 2020; abgerufen am 4. Januar 2021.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.erzdioezese-wien.at</ref><ref>Warum APG2.1? Grund und Anlass. In: erzdioezese-wien.at. Abgerufen am 4. Januar 2021.</ref>

Mit APG2.1 greift die Erzdiözese Bezüge zum Beginn des Christentums in der Apostelgeschichte auf: Gründungen von neuen christlichen Gemeinden sowie ein gemeinsames Ringen um die Zukunft im Apostelkonzil.<ref>Apostel Geschichte 2010. In: apg2010.at. Abgerufen am 4. Januar 2021.</ref>

Im November 2015 wurden in der Erzdiözese Wien 140 Entwicklungsräume festgelegt. Sie wurden in den Jahren 2013 bis 2015 in intensiven, partizipativen Prozessen in den Dekanaten erarbeitet und mit dem jeweiligen Bischofsvikar abgestimmt.

Ein Entwicklungsraum hat als solcher keine verbindliche Rechtsform. Es handelt sich vielmehr um einen geographischen Raum, in dem Gemeinden verstärkt zusammenarbeiten. In der Folge können sie eine Rechtsform annehmen, wie etwa die eines „Seelsorgeraums“, eines „Pfarrverbands“ oder die Form einer Pfarre mit mehreren Gemeinden. Ziel ist, dass rund 80 % der Entwicklungsräume bis 2022 zumindest einen Pfarrverband mit Teilgemeinden bilden.<ref>Strukturprozess Erzdiözese Wien. In: erzdioezese-wien.at. Abgerufen am 4. Januar 2021.</ref>

Erzbischöfe

Gliederung

Sie ist in drei Vikariate unterteilt (Informationen über Dekanate und Pfarren finden sich unter folgenden Links):

Als Suffraganbistümer unterstehen der Erzdiözese:

Der römisch-katholische Erzbischof von Wien ist auch Ordinarius der katholischen Ostkirchen in Österreich.<ref>Katholische Ostkirchen in Österreich</ref>

Domkapitel

Datei:Wien Stephansdom Mittelschiff 01 2006.jpg
Stephansdom

Das Metropolitan- und Domkapitel zum Hl. Stephan ist eine Gemeinschaft von Priestern, gegebenenfalls auch Weihbischöfen der Erzdiözese Wien. Es ist eine öffentliche kollegiale kirchliche Rechtsperson nach kanonischem Recht und hat auch Rechtspersönlichkeit für den staatlichen Bereich als Körperschaft öffentlichen Rechts. Seine Grundlagen sind festgehalten in den vom Domkapitel selbst beschlossenen Statuten, die vom Erzbischof bestätigt wurden (zuletzt 2024).<ref>Wiener Diözesanblatt, Jahrgang 162, Nr. 11, November 2024, S. 180–191. Zu den Aufgaben siehe speziell Teil III Punkte 10 und 11 dieser Statuten, zur Beschlussfassung und Bestätigung den Schlussabsatz in Punkt 90 auf S. 191.</ref> Aufgaben des Domkapitels sind einerseits die wirtschaftliche Verwaltung, die Personalverantwortung sowie die Sorge für die erforderlichen Maßnahmen zur baulichen Erhaltung und Restaurierung des Stefansdoms bis hin zur Wahrnehmung des Hausrechts, andererseits die Ausübung von Zustimmungs- und Anhörungsrechten als Konsultorenkollegium in wichtigen Angelegenheiten der Diözese, somit die Unterstützung des Erzbischofs. Das Domkapitel besteht derzeit aus folgenden Priestern:

Ehrendomherren sind:

  • Heinrich Hahn
  • Amadeus Hörschläger OCist
  • Willibald Steiner
  • Josef Neubauer
  • Dariusz Schutzki
  • Rupert Stadler

Emeritierte Domkapitulare:

  • Karl Hoffegger
  • Walter Mick
  • Josef Weismayer
  • Karl Rühringer
  • Matthias Roch
  • Michael Wilhelm

Persönlichkeiten

Siehe auch

Literatur

  • Franz Loidl: Geschichte des Erzbistums Wien. Herold, Wien 1983, ISBN 3-7008-0223-4.
  • Ernst Tomek: Kirchengeschichte Österreichs. Tyrolia, Innsbruck / Wien / München 1935–1959.
  • Josef Wodka: Kirche in Österreich. Wegweiser durch ihre Geschichte. Herder, Wien 1959.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

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