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Verein zur Förderung eines Deutschen Forschungsnetzes

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Verein zur Förderung eines Deutschen Forschungsnetzes
(DFN-Verein)
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Gründung 1984
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Gründer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Sitz Berlin, Deutschland
Vorläufer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Nachfolger Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Zweck Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Vorsitz Stefan Wesner
Geschäftsführung Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Eigentümer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Umsatz Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Stiftungskapital Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Beschäftigte Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Freiwillige Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Mitglieder Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Website www.dfn.de

Der Verein zur Förderung eines Deutschen Forschungsnetzes (DFN-Verein) ist seit 1984 als zentrale Gemeinschaftseinrichtung der Wissenschaft in Deutschland für den Betrieb, den Ausbau und die Entwicklung des Deutschen Forschungsnetzes verantwortlich. Mit dieser auch Deutsches Wissenschaftsnetz genannten Kommunikationsinfrastruktur, bestehend aus der technischen Plattform X-WiN und einem Dienstportfolio, verbindet der Verein Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie forschungsnahe Wirtschaftsunternehmen an rund 850 Standorten in ganz Deutschland.

Geschichte

Vier Ereignisse dienten als Vorbereitung für die Gründung:

  • die Machbarkeitsuntersuchung, die das Bundesministerium für Forschung und Technologie (BMFT) 1981 beim Forschungsinstitut Stanford Research International in Auftrag gab;
  • die Informationsreise, die das BMFT in die USA unternahm;
  • der Vorschlag für einen „Norddeutschen Rechnerverbund“, den das Hahn-Meitner-Institut (HMI) unterbreitete und
  • die Ideenskizzen, die die Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung (GMD) für ein Deutsches Forschungsverbundnetz ausarbeitete.<ref name=":1" />

Am 12. Januar 1984 fand in Birlinghoven unter Leitung von Peter Fischer-Appelt, damaliger Präsident der Universität Hamburg, die Gründungsversammlung des DFN-Vereins statt.<ref name=":0">Gründung 1984: Eintrag Vereinsregister AG Charlottenburg 7729B</ref><ref name=":1">Karl Zander, Mitglied des Verwaltungsrats: Der DFN-Verein: Sein Entstehen. (PDF) Artikel in den DFN-Mitteilungen: Heft 1. Februar 1985, S. 11, abgerufen am 7. März 2025.</ref>

Zu den Gründungsmitgliedern gehörten:

Administrative und finanzielle Anschubunterstützung leistete das Bundesministerium für Forschung und Technologie (BMFT).

Zunächst unterstützte der DFN-Verein seine Mitglieder bei der Beschaffung von Hardware (im Allgemeinen X.25-Untervermittlungen) zum Anschluss an das DATEX-P-Netz der Deutschen Bundespost. Zugleich wurde die Möglichkeit geschaffen, über dieses Netz das EARN und damit das BITNET zu erreichen. Die erste eigene Protokollgeneration des Wissenschaftsnetzes X.25-WiN wurde 1989 bereitgestellt. Dieses wurde als Teilnetz des DATEX-P-Netzes der Deutschen Bundespost realisiert und betrieben. Das X.25-Wissenschaftsnetz nahm seinen Betrieb auf.<ref>Vertrag unterzeichnet. (PDF) Artikel in den DFN-Mitteilungen: Heft 17. Oktober 1989, S. 15, abgerufen am 7. März 2025.</ref> Ein Jahr nach der deutschen Wiedervereinigung wurde das X.25-WiN 1991 unter dem Namen „ERWiN“ erweitert: 51 Einrichtungen aus den neuen Bundesländern erhalten Zugang.<ref>Ralf Leithaus, technicSupport, Berlin: "Dresdner Fenstersprung" oder: TU Dresden im weltweiten Verbund. (PDF) Artikel in den DFN-Mitteilungen: Heft 25. Juni 1991, S. 4, abgerufen am 7. März 2025.</ref><ref>Göran Friedl, Gertraud Hoffmann: Wie funktioniert ERWIN? (PDF) Artikel in den DFN-Mitteilungen: Heft 26/27. November 1991, S. 11, abgerufen am 7. März 2025.</ref> Das WiN-Labor am Regionalen Rechenzentrum (RRZE) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg wurde 1992 zum Zwecke der Entwicklung von Software und Tools zur Nutzung im Deutschen Forschungsnetz sowie der Recherche zukünftiger für den DFN-Verein relevanter Themen gegründet.<ref>WiN-Labor. Abgerufen am 7. März 2025.</ref> Nach US-amerikanischem Vorbild wurde 1993 ein „Computer Emergency Response Team“, kurz DFN-CERT, gegründet, um DFN-Mitgliedseinrichtungen bei Sicherheitsvorfällen zu betreuen und etwaige Gefahrenpotenziale ausfindig zu machen. Dieses bestand zunächst nur befristet über eine Dauer von 18 Monaten, wurde anschließend jedoch aufgrund positiver Resonanz als dauerhafte Dienstleistung im DFN-Verein etabliert.<ref>Die DFN-CERT Services GmbH. Abgerufen am 7. März 2025.</ref> Das erste europäische Forschungsnetz DANTE Limited<ref>Gudrun Quandel: DANTE - Europa rückt näher zusammen | Auf dem Weg zu einer europäischen Infrastruktur für die wissenschaftliche Datenkommunikation. (PDF) Artikel in den DFN-Mitteilungen: Heft 35. Juni 1994, S. 12, abgerufen am 7. März 2025.</ref> wurde 1994 als länderübergreifende Infrastruktur für wissenschaftliche Kooperationen gegründet. Neben dem DFN-Verein hielten 14 weitere europäische Forschungsnetze Anteile an diesem. Der Trägerverein des heutigen europäischen Forschungsnetzes, die GÉANT Association, entstand 2014 durch den Zusammenschluss von DANTE Limited und der Trans-European Research and Education Networking Association (TERENA).<ref>Kai Hoelzner: Join the GÉANT Association! (PDF) Artikel in den DFN-Mitteilungen: Heft 87. November 2014, S. 23, abgerufen am 7. März 2025.</ref> Seit 1998 forschen Juristen im Rahmen der „Forschungsstelle Recht im DFN“ zu rechtlichen Fragen rund um die Nutzung des Deutschen Wissenschaftsnetzes und seiner Dienste.<ref>Startseite. Abgerufen am 7. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Mit der vierten Netzgeneration, dem 2006 eingeführten X-WiN, verfügte der DFN-Verein zum ersten Mal über ein eigenes flächendeckendes Glasfasernetz inklusive einer Übertragungstechnologie mit frei skalierbaren Bandbreiten.<ref>«Licht an» für die vierte Generation des Wissenschaftsnetzes in Deutschland. (PDF) Artikel in den DFN-Mitteilungen: Heft 70. Juni 2006, S. 4, abgerufen am 7. März 2025.</ref>

Vorstandsvorsitzende

Organisation

Der DFN-Verein mit Sitz in Berlin ist anerkannt gemeinnützig und hat über 350 stimmberechtigte Mitglieder,<ref>Mitgliederliste. In: DFN. Abgerufen am 8. November 2023.</ref> die sich aus einem Großteil der deutschen Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen mit Forschungsbezug zusammensetzen.<ref>Governance des DFN-Vereins. In: DFN. Abgerufen am 14. Dezember 2023.</ref>

Satzungsgemäße Organe des DFN-Vereins sind die Mitgliederversammlung, der Verwaltungsrat – konzipiert als erweiterter Vorstand – sowie der Vorstand im Sinne des Gesetzes. Vorstandsvorsitzender ist Stefan Wesner von der Universität zu Köln. Stellvertretende Vorstandsvorsitzende sind Helmut Reiser vom Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (LRZ), und Christian Zens von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Zu seiner Beratung hat der Vorstand drei Ausschüsse eingerichtet: Strategischer Beirat, Betriebsausschuss, Ausschuss für Recht und Sicherheit. Eine Geschäftsstelle, die von einer Geschäftsführung geleitet wird, erledigt laufender Aufgaben. Ihre Standorte befinden sich in Berlin sowie Stuttgart.

Wissenschaftsnetz und Dienste

X-WiN hat eine Gesamtlänge von 10.250 km Glasfaser im Backbone und ein Multi-Terabit-Kernnetz, das sich zwischen 65 Kernnetzstandorten aufspannt. Es besteht aus einer Faser-, einer optischen sowie einer IP-Plattform. Die Faserplattform verbindet die Kernnetzstandorte des X-WiN so miteinander, dass jeder Standort über mindestens zwei unabhängige Strecken erreichbar ist. Zwischen den Standorten werden auf der optischen Plattform Datenverbindungen mit verschiedenen Bandbreiten eingerichtet. Mit der heutigen DWDM-Technik ist eine Vielzahl von parallelen Verbindungen mit bis zu 400 Gbit/s möglich. Die maximale Bandbreite zwischen zwei benachbarten Standorten des Kernnetzes beträgt somit 23,2 Tbit/s. Die Router an den Kernnetzstandorten bilden aus den Verbindungen der optischen Plattform ein redundantes Netz, die IP-Plattform. Sie wird sowohl für den Dienst DFN-Internet als auch für Virtuelle Private Netze geschlossener Gruppen von Teilnehmern verwendet. Die Übergänge des X-WiN in andere Netze umfassen den europäischen Forschungsnetzverbund GÉANT, private Peerings mit Netzbetreibern sowie Verbindungen an Internet Exchanges.<ref>Weltweit kommunizieren. In: dfn.de. DFN-Verein, abgerufen am 2. Februar 2026.</ref><ref>Aufbau des X-WiN: die Plattformen. In: dfn.de. DFN-Verein, abgerufen am 2. Februar 2026.</ref>

Chronologische Übersicht der DFN-Wissenschaftsnetze

Dienste

Zu den Kommunikationsdiensten des Deutschen Forschungsnetzes zählen: DFN-Internet, DFN-Security, DFN-MailSupport, DFN-AAI (= Authentication and Authorization Infrastructure), DFN-PKI, DFN-Conf, DFN-Fernsprechen, DFN-Terminplaner, DFN-NetNews, DFN-Listserv, DFN-Cloud und eduroam.

Diese können von allen öffentlich geförderten oder gemeinnützigen Einrichtungen aus Wissenschaft und Forschung genutzt werden. Über Forschungskooperationen stehen sie auch der gewerblichen Wirtschaft zur Verfügung.

Zur Weiterentwicklung seines Angebots an Diensten beteiligt sich der DFN-Verein kontinuierlich an Drittmittelprojekten, die unter anderem von der Europäischen Kommission, dem BMBF (seit Mai 2025 BMFTR) und der DFG gefördert werden.<ref>Beteiligung an Projekten. DFN-Verein, abgerufen am 2. Februar 2026.</ref>

Internationale Kooperationen

Da der DFN-Verein gegenüber seinen Mitgliedern als Internetdienstanbieter auftritt, ist das jeweilige Wissenschaftsnetz integraler Bestandteil des Internets. Es bestehen Verbindungen zu den Forschungsnetzen der Partnerorganisationen im Ausland,<ref>Members, Associates & General Assembly representatives. In: geant.org. 8. Januar 2021, abgerufen am 8. November 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> vor allem im Rahmen von GÉANT.<ref>GÉANT Network. In: geant.org. Abgerufen am 8. November 2023.</ref> Der DFN-Verein ist der deutsche Partner des internationalen Netzwerks eduroam.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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