Deutscher Fluglärmdienst
Der Deutsche Fluglärmdienst e.V. (DFLD) ist ein 2002 gegründeter, eingetragener gemeinnütziger Verein in Deutschland, der sich für die quantitative Erfassung aller Emissionen des Luftverkehrs und deren transparenter Darstellung mit einer Langzeit-Archivierung engagiert<ref>Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. Juli 2013: „Deutscher Fluglärmdienst“ – Unermüdliche Sammler von Schallereignissen</ref>. Unter Transparenz versteht der DFLD die graphische und numerische Darstellung der Emissionswerte der einzelnen Flugbewegungen im Gegensatz zu Langzeit-Durchschnittswerten, wie sie bei dem Dauerschallpegel erhoben werden. Das Fluglärmgesetz schreibt zum Beispiel eine Mittelung über die sechs verkehrsreichsten Monate vor.
Der DFLD betreibt mehr als 650 Fluglärm-Messstationen<ref>Auflistungen der Stationen</ref>, davon 177 im Auftrag von Städten und Gemeinden<ref>Kommunale Betreiber</ref> wie zum Beispiel in Frankfurt am Main, Freising,<ref>Münchner Merkur 13. Juli 2011: Freising misst jetzt den Fluglärm selbst</ref> Kranzberg, Hanau, Mainz, Trebur, Wiesbaden und dem Landkreis Mainz-Bingen.<ref>Frankfurter Rundschau vom 18. Januar 2011: Umland-Kommunen für breite Beteiligung</ref> In 31 Regionen werden auch Flugspuren erfasst, archiviert und mit den Fluglärmdaten verknüpft<ref>Regionen mit Flugspuren</ref>.
Das Land Rheinland-Pfalz arbeitet auch beim Straßenverkehrslärm mit dem DFLD zusammen<ref>Land Rheinland-Pfalz: Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten, Pressemitteilung vom 6. Dezember 2013: Erstes Tempolimit zum Lärmschutz in Rheinland-Pfalz</ref>.
Weitere Aktivitäten
- Kameraüberwachung des Endanflugs auf die 07L in Frankfurt für die Stadt Flörsheim<ref>Webseite der Stadt Flörsheim: Bürgerservice/Flughafen/Flugbetrieb</ref><ref>Darmstädter Echo, 14. Dezember 2012: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kamera kontrolliert den Landeanflug ( vom 3. Februar 2014 im Internet Archive)</ref>
- Flughöhen-Untersuchung für das Land Rheinland-Pfalz<ref>Land Rheinland-Pfalz, Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten, Pressemitteilung vom 29. August 2011: Absenkung der Flughöhen rückgängig machen</ref>
- Untersuchung für die Landeshauptstadt Wiesbaden über die Veränderungen des Anflugsystems<ref>Landeshauptstadt Wiesbaden, Pressemitteilung vom 15. Juni 2011: Thies zu Fluglärm: „Veränderte Flugpraxis auf den Abflugrouten beschert zusätzliche Belastung“</ref><ref>Fluglärmkommission Frankfurt, Pressemitteilung vom 25. Mai 2011: DFS soll Flughöhen einhalten!</ref>
- Entwicklung neuer Methoden zur Fluglärmberechnung in Zusammenarbeit mit der Initiative „Zukunft Rhein-Main“ (eine Initiative der Landkreise, Städte und Gemeinden aus der Region Rhein-Main)<ref>Initiative „Zukunft Rhein-Main“, Pressemitteilung vom 6. Oktober 2010: „Zukunft Rhein-Main“ bekräftigt Forderung nach Nachtflugverbot</ref>
- Untersuchung der flugfreien Zeit während des Vulkanausbruchs Eyjafjallajökull<ref>Die Welt, 6. Mai 2010: Das Erbe der Asche</ref>
Auf europäischer Ebene hat der DFLD die European Aircraft Noise Services<ref>European Aircraft Noise Services (EANS)</ref> (EANS) gegründet. Der DFLD ist Mitglied in der Bundesvereinigung gegen Fluglärm und der Union Européenne contre les Nuisances des Avions (UECNA).
Weblinks
Einzelnachweise
<references />