Deutscher Evangelischer Kirchentag 2015
Der 35. Deutsche Evangelische Kirchentag fand vom 3. bis zum 7. Juni 2015 in Stuttgart statt. Nach 1952, 1969 und 1999 war dieser Deutsche Evangelische Kirchentag der vierte in der Landeshauptstadt Baden-Württembergs. Gastgeber war die Evangelische Landeskirche in Württemberg, die gemeinsam mit der Stadt Stuttgart, dem Land Baden-Württemberg, dem Bund und dem Deutschen Evangelischen Kirchentag zum Kirchentag einlud. Kirchentagspräsident war Andreas Barner.
Losung
Die Losung für den Kirchentag lautete „damit wir klug werden“ (Vorlage:Bibel/Link).
Entwurf und Gestaltung der Plakatkampagne stammten von der Stuttgarter Werbeagentur Leonhardt & Kern. Das Plakat zeigt ein als Combobox gestaltetes interaktives Suchfeld, in dessen Dropdown-Liste die Kirchentagslosung „damit wir klug werden“ erscheint.<ref>Deutscher Evangelischer Kirchentag: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kirchentag 2015. Plakat präsentiert. ( vom 13. Mai 2014 im Internet Archive) Pressemitteilung vom 12. Mai 2014.</ref>
Veranstaltung
Es kamen 97.127 Dauerteilnehmer und etwa 30.000 Tagesbesucher.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Dimensionen des Kirchentages. ( vom 11. Juli 2015 im Internet Archive)</ref> Damit war der Kirchentag deutlich schwächer besucht als die beiden vorangehenden, an denen jeweils fast 120.000 Dauerteilnehmer kamen.
Erstmals kam es zu einer Kooperation mit dem Christustag, einer pietistischen Großveranstaltung, die sich unter dem Namen „Gemeindetag unter dem Wort“ als Gegenbewegung zu dem als liberal und politisiert verstandenen Kirchentag in Düsseldorf 1973 gebildet hatte. In Anlehnung an das Kirchentagsmotto hatte sich der Christustag 2015 in der Porsche-Arena die Losung „Dein Wort macht mich klug“ gewählt.<ref>Freude über Annäherung und klare Unterschiede. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2018; abgerufen am 27. Oktober 2018. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Kontroverse Themen
Messianische Juden
Das Kirchentagspräsidium hatte 2014 entschieden, eine Präsenz von messianischen Juden auf dem Markt der Möglichkeiten auch diesmal nicht zuzulassen und damit die schon seit 1999 bestehende Vorgehensweise beizubehalten. Das Kirchentagspräsidium argumentierte, die von jüdisch-messianischen Organisationen betriebene Judenmission gefährde den jüdisch-christlichen Dialog.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Stellungnahme des Präsidiums des Deutschen Evangelischen Kirchentages, warum christlichen Gruppen mit judenmissionarischer Intention und Praxis keine aktive Teilnahme an Kirchentagen gewährt werden kann ( des Vorlage:IconExternal vom 7. Juni 2020 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. kirchentag.de, 1. Februar 2014.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Dem jüdisch-christlichen Dialog verpflichtet: Christl Maier und Christina Aus der Au im Gespräch ( des Vorlage:IconExternal vom 7. Juni 2020 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. kirchentag.de</ref> Die Bewegung „Lebendige Gemeinde“ in der württembergischen Landeskirche kritisierte das scharf.<ref>Kritik an Ausschluss messianischer Juden vom Stuttgarter Kirchentag evangelisch.de, 21. Mai 2014.</ref>
Kirchenasyl
Bundesinnenminister Thomas de Maizière, der dem Kirchentagspräsidium angehört, nannte die Praxis des Kirchenasyls in Deutschland einen Missbrauch und zog einen Vergleich zur Scharia.<ref>De Maizière ist gegen Kirchenasyl fr.de, 10. Februar 2015.</ref> Daraufhin forderten mehrere Studentenpfarrer den Rücktritt von de Maizière aus dem Kirchentagspräsidium.<ref name="sonntag_sachsen">Studentenpfarrer fordern Rücktritt von de Maizière aus Kirchentagspräsidium sonntag-sachsen.de, 27. Februar 2015.</ref> Dieser aber nahm seinen Vergleich zurück.
Finanzierung
Der Kirchentag in Stuttgart kostete 18,3 Millionen Euro. Diese Summe wurde wie folgt aufgebracht:<ref>Finanzen. So wirtschaftet der Kirchentag. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2018; abgerufen am 27. Oktober 2018. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
- Selbst erwirtschaftet (Eintrittskarten, Sponsoring usw.): 5,7 Millionen Euro,
- Land Baden-Württemberg: 5 Millionen Euro,
- Kirchliche Zuschüsse: 4,2 Millionen Euro,
- Stadt Stuttgart: 2,5 Millionen Euro,
- Projektmittel: 450.500 Euro,
- Zuschüsse der Bundesrepublik: 400.000 Euro.
Siehe auch
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
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