Deutsche Rechnungslegungsstandards
Die Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) werden vom HGB Fachausschuss, ehemals Deutschen Standardisierungsrat (DSR), des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committees (DRSC) entwickelt.
Auf der Grundlage des {{#switch: juris
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}}{{#if: 342q||[Paragraf fehlt]}}{{#if: hgb||[Gesetz fehlt]}} HGB hat das Bundesministerium der Justiz (BMJ) mit Vertrag vom 3. September 1998 das DRSC als privates Rechnungslegungsgremium anerkannt. Es hat das DRSC u. a. mit der Entwicklung von Empfehlungen zur Anwendung der Grundsätze über die Konzernrechnungslegung beauftragt. Unter dem Dach des DRSC nimmt der Deutsche Standardisierungsrat diese Aufgabe durch die Herausgabe der deutschen Rechnungslegungsstandards wahr.
Wenn die durch das Bundesministerium der Justiz im Bundesanzeiger bekanntgemachten Standards bei der Rechnungslegung angewendet wurden, wird gemäß § 342q Abs. 2 HGB die Beachtung der die Konzernrechnungslegung betreffenden Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung vermutet.
Rechtscharakter und Verbindlichkeit
Die DRS adressieren ausschließlich Konzernabschlüsse, die nach deutschem Handelsrecht aufgestellt werden. Ihr Verpflichtungsgrad und ihr Rechtscharakter ist umstritten.<ref>Pellens, Fülbier, Gassen, Sellhorn: Internationale Rechnungslegung. 7. Auflage. Stuttgart 2008, S. 48</ref> So wird in der Literatur die Meinung vertreten, dass der Bilanzierende die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) einhält, wenn er die DRS beachtet. Es ergäben sich jedoch keine Konsequenzen für den Bilanzierenden bei Nichtbeachten der DRS.<ref>Küting, Weber: Der Konzernabschluss. 11. Auflage. Stuttgart 2008, S. 6</ref> Insbesondere hätten die Normen des Gesetzes Vorrang vor den DRS.<ref>Küting, Weber: Der Konzernabschluss. 11. Auflage. Stuttgart 2008, S. 7</ref> Übt der Bilanzierende ein gesetzliches Wahlrecht anders aus als es in den DRS empfohlen wird, so soll der Konzernabschlussprüfer nach Ansicht des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. keine Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit der Konzernrechnungslegung haben (PS 450). Der Abschlussprüfer habe jedoch im Prüfungsbericht auf eine solche Abweichung hinzuweisen.
Prozess der Entwicklung der Standards
Die Entwicklung der Standards erfolgt in einem formellen Standardsetzungsverfahren (Due Process), indem interessierte Organisationen und Personen zu den Standardentwürfen Stellung nehmen können.
Aktuelle Standards
| DRS-Nr. | Thema |
|---|---|
| DRS 3 | Segmentberichterstattung
Besonderheiten für Kreditinstitute (DRS 3-10) und Versicherungsunternehmen (DRS 3-20) |
| DRS 4 | Unternehmenserwerbe im Konzernabschluss |
| DRS 9 | Bilanzierung von Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen im Konzernabschluss |
| DRS 13 | Grundsatz der Stetigkeit und Berichtigung von Fehlern |
| DRS 16 | Zwischenberichterstattung Vorlage:BAnz |
| DRS 17 | Berichterstattung über die Vergütung der Organmitglieder |
| DRS 18 | Latente Steuern |
| DRS 19 | Pflicht zur Konzernrechnungslegung und Abgrenzung des Konsolidierungskreises |
| DRS 20 | Konzernlagebericht Vorlage:BAnz |
| DRS 21 | Kapitalflussrechnung Vorlage:BAnz |
| DRS 22 | Konzerneigenkapital Vorlage:BAnz |
| DRS 23 | Kapitalkonsolidierung (Einbeziehung von Tochterunternehmen in den Konzernabschluss) Vorlage:BAnz |
| DRS 24 | Immaterielle Vermögensgegenstände im Konzernabschluss Vorlage:BAnz |
| DRS 25 | Währungsumrechnung im Konzernabschluss Vorlage:BAnz |
| DRS 26 | Assoziierte Unternehmen Vorlage:BAnz |
| DRS 27 | Anteilmäßige Konsolidierung Vorlage:BAnz |
| DRS 28 | Segmentberichterstattung |
Siehe auch
Weblinks
- Liste der DRS auf der Webseite des DRSC
Einzelnachweise
<references />