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Deutsche Mythologie

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Deutsche Mythologie ist der Titel eines Buches des Germanisten und Volkskundlers Jacob Grimm, das 1835 in der Dieterich’schen Verlagsbuchhandlung in Göttingen erschien.

Inhalt

Jacob Grimm versuchte in Deutsche Mythologie die Mythologie der Germanen über Märchen, Rechtsaltertümer und Volksbräuche zu rekonstruieren. „Aller sage grund ist der mythos“ behauptet der Autor.<ref>Jacob Grimm 1835. Deutsche Mythologie. Göttingen, Dieterichsche Buchhandlung, iii</ref> Die Sage sei zwar allgemeiner und unsteter als die Geschichte, habe dafür aber größere zeitliche Tiefe (ibd.). „Wo ferne ereignisse verloren gegangen wären im dunkel der zeit da bindet sich die sage mit ihnen und weiß einen theil davon zu hegen wo der mythus geschwächt ist und zerrinnen will da wird ihm die geschichte zur stütze.“<ref>Jacob Grimm 1835, Deutsche Mythologie. Göttingen, Dieterichsche Buchhandlung, iii</ref> Aus dem Zusammenspiel von Mythos und Geschichte entstehe dann das Epos.<ref>Jacob Grimm 1835. Deutsche Mythologie. Göttingen, Dieterichsche Buchhandlung, iii</ref> Grimm argumentiert für eine Identität der nordischen und deutschen Götterlehre.<ref>Jacob Grimm 1835. Deutsche Mythologie. Göttingen, Dieterichsche Buchhandlung, iv</ref>

Das Buch ist dem Historiker Friedrich Christoph Dahlmann gewidmet. In seinem Vorwort bedankt sich Grimm auch bei John Kemble und Wilhelm Wackernagel für ihre Hilfe.

Methode

Aus der Tatsache, dass die mythologische Überlieferung in Skandinavien viel reicher ist als in Deutschland, habe man den falschen Schluss gezogen, dass in Germanien keine Götterverehrung stattgefunden habe. Um diese falsche Deutung auszurotten „habe ich wol eingesehn daß ich nicht von einer darstellung der nordischen fülle vielmehr der deutschen armut ausgehend ähren lesen muste keine garben schneiden durfte erst aus solchen ähren und ihren körnern habe ich nahrung zu gewinnen und Schlüsse zu ziehen gewagt es ist dadurch aller bei sonderheit wie ich hoffe das recht gewahrt worden.“ So könne die deutsche Überlieferung „unschätzbaren aufschlüsse über den zusammenhang seiner mythentrümmer dadurch dem reicheren Norden vergelten daß es ihm ältere historische zeugen für die jüngere niederschreibung an hand liefert.“<ref>Jacob Grimm 1835. Deutsche Mythologie. Göttingen, Dieterichsche Buchhandlung, iv</ref>

Als Quelle verwendet Grimm Überlieferungen römischer Autoren, Heiligenlegenden und Volkssagen.<ref>Jacob Grimm 1835. Deutsche Mythologie. Göttingen, Dieterichsche Buchhandlung, iv</ref> In den Sagen ist zwar mit Entstellung zu rechnen, „die genaueren fugen des mythus [sind] gesprungen“, aber „die wahrheit der grundbedeutung kann sich unverdorben bewahrt haben“.<ref>Jacob Grimm 1835. Deutsche Mythologie. Göttingen, Dieterichsche Buchhandlung, iv</ref>

Ausgaben

Siehe auch

Literatur

  • Beate Kellner: Grimms Mythen. Studien zum Mythosbegriff und seiner Anwendung in Jacob Grimms Deutscher Mythologie. (= Mikrokosmos. Beiträge zur Literaturwissenschaft und Bedeutungsforschung. Band 41). Lang, Frankfurt am Main u. a. 1994, ISBN 3-631-47738-4.

Weblinks

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Einzelnachweise

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