Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf
| Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF | |
|---|---|
| colspan="2" class="notheme" style="background-color:#Vorlage:Standardfarbe; padding: 1em 0; text-align: center;" | Datei:Logo der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF.png | |
| Gründung | 1. November 1954 |
| Trägerschaft | staatlich |
| Ort | Datei:Flag of Potsdam.svg Potsdam |
| Bundesland | Datei:Flag of Brandenburg.svg Brandenburg |
| Land | Datei:Flag of Germany.svg Deutschland |
| Präsidentin | Susanne Stürmer<ref>Susanne Stürmer. Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, abgerufen am 24. April 2024.</ref> |
| Studierende | 865 (SoSe 2023)<ref name="studierende">Statistischer Bericht - Statistik der Studierenden - Sommersemester 2023, Tabelle 21311-07. (XLSX; 1,1 MB) Statistisches Bundesamt, abgerufen am 24. April 2024.</ref> |
| Mitarbeiter | 365 (2022)<ref name="mitarbeiter">Statistischer Bericht - Statistik des Hochschulpersonals 2022, Tabelle 21341-10. (XLSX; 1,5 MB) Statistisches Bundesamt, abgerufen am 24. April 2024.</ref> |
| davon Professoren | 56 (2022)<ref name="mitarbeiter"/> |
| Website | www.filmuniversitaet.de |
Die Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf (Eigenschreibweise: Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF; amtlich: Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg)<ref>§ 1 Grundordnung der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg „Konrad Wolf“, Stand 22. März 2019: „Die Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg ist als Universität eine staatliche Hochschule des Landes Brandenburg gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 1 BbgHG. Sie führt als selbständigen Namenszusatz die Bezeichnung ‚Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF‘.“ Vgl. § 2 Abs. 1 Nr. 2 BbgHG.</ref> ist eine staatliche Kunst- und Filmhochschule mit Promotionsrecht in Potsdam.
Die Filmuniversität ist die einzige Kunsthochschule Brandenburgs<ref name="MWFK" /> und liegt zusammen mit dem Studio Babelsberg in der Medienstadt Babelsberg in der kreisfreien Stadt Potsdam. Sie ist die größte Filmhochschule Deutschlands und seit 2014 die einzige im Universitätsrang.<ref>Marion van der Kraats: In Babelsberg soll auch geforscht werden. In: Rheinische Post, 20. August 2014, S. D7 (Interview mit Susanne Stürmer, Präsidentin der Hochschule).</ref>
Geschichte
Die Einrichtung wurde mit Wirkung vom 1. November 1954 als Deutsche Hochschule für Filmkunst im Schloss Babelsberg mit Sitz in Potsdam-Babelsberg gegründet<ref>Verordnung über die Bildung der Deutschen Hochschule für Filmkunst vom 14. Oktober 1954 (GBl. S. 847)</ref> und 1969 in Hochschule für Film und Fernsehen der DDR umbenannt. Im Jahr 1985 erhielt sie den Namenszusatz nach dem Regisseur Konrad Wolf, den sie nach ihrer formellen Umbenennung 1990 in Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg (HFF) und der am 8. Juli 2014 erfolgten Umwandlung zur Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf beibehielt.<ref name="MWFK"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. ( vom 24. März 2019 im Internet Archive) Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, abgerufen am 6. April 2019.</ref><ref>Kerstin Decker: Die HFF Potsdam wird zur Filmuniversität Babelsberg. In: Der Tagesspiegel, 7. Juli 2014.</ref>
Im Oktober 2010 konstituierte sich ein Gründungskuratorium zur Überführung der bisherigen Hochschule in eine Universität, welches der Hochschulleitung sowie dem Akademischen Senat bei der Realisierung der mit der Umwandlung verbundenen Aufgaben beriet und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg eine Entscheidungsvorlage zu den Konditionen der Umwandlung unterbreitete.<ref>Erster Schritt zur Filmuniversität: Gründungskuratorium nimmt Arbeit auf. HFF Potsdam, Pressemitteilungen, 15. Oktober 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. Februar 2014; abgerufen am 6. Februar 2014.</ref> Mit Wirkung zum 1. Juli 2014 erklärte die zu der Zeit amtierende Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Sabine Kunst, die Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg zur Universität.<ref>Verordnung zur Änderung der typisierenden Bezeichnung der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg vom 4. Juli 2014, abgerufen am 6. April 2019.</ref>
Bis zum Mai 2000 führten die Leiter der Hochschule den Titel Rektor, seither Präsident beziehungsweise Präsidentin. Erster Rektor der Hochschule war von 1954 bis 1964 Kurt Maetzig. Er wurde von Konrad Schwalbe abgelöst, der die Filmhochschule bis 1969 leitete. Nachfolger bis zur politischen Wende waren Lutz Köhlert (1969–1973), Peter Ulbrich (1973–1980), Konrad Schwalbe (1980–1986) und Lothar Bisky (1986–1990). Nach der Wende wurde bis 1995 Wolf-Dieter Panse Rektor. Sein Nachfolger und ab 2000 erster Präsident war bis 2013 Dieter Wiedemann. Seit 2013 erste Frau an der Spitze der Hochschule und seit 2014 der Universität ist die Geschäftsführerin der UFA Film & TV Produktion Susanne Stürmer.<ref>Jan Kixmüller: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ansturm auf Stürmer. ( vom 7. November 2017 im Internet Archive) In: PNN.de, 8. Oktober 2013, abgerufen am 9. Oktober 2013.</ref>
Campus
Die Filmhochschule war bis Ende der 1990er Jahre auf diverse Villen und Grundstücke in der Villenkolonie Neubabelsberg verteilt. 2000 wurde ein zentraler Neubau an der Marlene-Dietrich-Allee eröffnet.
Das Hauptgebäude der Filmuniversität vereint mit gläsernen Atrien verbunden fünf Einzelhäuser mit einer Gesamtnutzfläche von rund 14.000 Quadratmetern. 2021 wurde das Haus 6 eingeweiht. Es bietet Platz für Büros und Seminarräume, fachspezifische Räume für einige Studiengänge und eine Mensa sowie einem Veranstaltungsbereich.<ref>Filmuniversität Babelsberg – Gebäude & Infrastruktur filmuniversität.de, abgerufen am 19. März 2022.</ref> Das Haus 7 – der neue Sammlungsbau des In-Instituts Filmmuseum Potsdam – wurde 2022 auf der anderen Straßenseite bezogen.<ref>Babelsberger Filmerbe erhält Sammlungsbau und Schaudepot filmuniversität.de, abgerufen am 19. März 2022.</ref>
Die Mensa hat eine einsehbare Vollküche und einen Speisesaal mit insgesamt 220 Sitzplätzen im Innen- und Außenbereich.
Studium
An der Filmuniversität waren 2021 über 800 Studierende eingeschrieben. Zu erreichende Abschlüsse sind der Bachelor of Arts beziehungsweise Master of Arts.
Die 2015/16 unterrichteten Studiengänge waren Animation, Animationsregie, Audio-Visual Application Design, Cinematography, Digitale Medienkultur, Drehbuch/Dramaturgie, Film- und Fernsehproduktion, Filmkulturerbe, Filmmusik, Film- und Fernsehregie, Medienwissenschaft, Montage, Regie, Schauspiel, Sound, Sound for Picture, Szenografie/Production Design und Szenografie.
Der Studiengang Medienwissenschaften ist der am stärksten forschungsorientierte Studiengang der Filmuniversität und umfasst akademische Grundlagenforschung und anwendungsbezogene Forschung, die die künstlerische Praxis reflektiert. Das beinhaltet Medienanalyse, Rezeptionsästhetik, Medienkonzeption und -planung, Kultur- und Eventmanagement, Programmplanung und -entwicklung in audiovisuellen Medien, Beratung von Produktion und Distribution von audiovisuellen Medien, publizistische, redaktionelle und konzeptionelle Tätigkeiten, Konzeption und Planung von Bildungs- und Weiterbildungsangeboten mit Medienunterstützung, sowie Hochschullehre und -forschung.<ref>Medienwissenschaft. Abgerufen am 18. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Studierende des Studiengangs Medienwissenschaften organisieren mit Sehsüchte jedes Jahr das größte Studierendenfilmfest Europas, welches im April auf dem Universitätscampus und dem Arthousekino Thalia am S-Bahnhof Babelsberg stattfindet.<ref>Sehsüchte. 13. November 2023, abgerufen am 18. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Die Filmuniversität bildet in ihrem Studiengang Schauspiel als einzige Hochschule im deutschsprachigen Raum auch explizit für den Bereich der film- und medienspezifischen Darstellung aus.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bachelor-Studiengang Schauspiel ( vom 17. März 2011 im Internet Archive), auf www.hff-potsdam.de (aufgerufen am 1. März 2011)</ref> Neben der Mitwirkung an Film- und Fernsehproduktionen stehen die Schauspielstudierenden zudem durch die seit langem existierende Kooperation mit dem Hans-Otto-Theater bereits während des Studiums an einem Stadttheater auf der Bühne.<ref>Partner / Freunde / Förderer. HFF Potsdam, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 21. Januar 2014; abgerufen am 6. Februar 2014.</ref> Die Filmuniversität ist mit ihrem Studiengang Schauspiel Mitglied in der Ständigen Konferenz Schauspielausbildung (SKS).<ref>Die teilnehmenden Hochschulen. Theatertreffen.com (SKS), abgerufen am 6. Februar 2014.</ref>
Die Studiengänge Filmmusik und Ton kooperieren miteinander und arbeiten beide unter anderem mit dem im Filmstudio Babelsberg ansässigen Deutschen Filmorchester Babelsberg zusammen.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zum Studium ( vom 20. November 2010 im Internet Archive) auf filmmusik.hff-potsdam.de, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Willkommen auf der Webseite des Studienganges Filmmusik! ( vom 3. Juli 2011 im Internet Archive) auf filmmusik.hff-potsdam.de (aufgerufen am 1. März 2011)</ref>
Institute
Für die Erweiterung von Forschung, Lehre und Weiterbildung sowie zur Profilierung ihrer nationalen und internationalen Kooperationen hat die Filmuniversität Institute gebildet. Zu diesen zählen das Institut für künstlerische Forschung und das Filmmuseum Potsdam. Zu den organisatorisch wie rechtlich eigenständigen Aninstituten zählen das Erich-Pommer-Institut und das Institut für Berufsforschung und Unternehmensplanung Medien.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Institute und Kooperationen ( vom 21. Oktober 2012 im Internet Archive), (abgerufen am 15. Oktober 2012)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />IBF Medien, An-Institut der Filmuniversität ( vom 21. Juli 2012 im Internet Archive), (abgerufen am 15. Oktober 2012)</ref>
2026 wurde das von den Professoren Lea Wohl von Haselberg, Daniela Schlütz, Chris Wahl und Björn Stockleben gegründete Zentrum Jüdischer Film & Audiovisuelles Erinnern offiziell eröffnet. Das Zentrum widmet sich als Transfer- und Forschungseinrichtung künstlerischer und technologischer Forschung, Beratung, Kuratierung, Vernetzung, Fortbildung und Lehre in den Bereichen Jüdische Filmforschung, Audiovisuelle Erinnerung und Antisemitismus und Film.<ref>Zentrum Jüdischer Film & Audiovisuelles Erinnern. Abgerufen am 23. März 2026.</ref>
Medien- und Gründernetzwerk
Die Filmuniversität Babelsberg ist ein wesentlicher Teilnehmer des MediaTech Hub Potsdam. Das Netzwerk wird u. a. getragen von Potsdamer Unternehmen, Firmengründern, Investoren, Institutionen, Universitäten und Forschungseinrichtungen aus den Branchen Medientechnologie, Film, Virtuelle Realität, Digitale Bearbeitung und Unterhaltung. Ziel ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit und wirtschaftliche Entwicklung am Standort voranzutreiben. Der MediaTech Hub Potsdam wurde 2017 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie als einer von zwölf deutschlandweiten Digital Hubs ausgewählt.<ref>MediaTech Hub Potsdam, abgerufen am 28. September 2021.</ref>
Mit dem MediaTech Accelerator-Programm ebnen die drei Initiatoren Universität Potsdam, Hasso-Plattner-Institut und Filmuniversität Babelsberg jungen Teams in der Medienbranche den Weg in die Phase der Firmengründung. Die Filmuni ist als Ideenschmiede für Neugründungen in Berlin-Brandenburg anerkannt.<ref>Filmuniversität Babelsberg beim BPW zur gründungsaktivsten Hochschule Brandenburgs gekürt, gründen-in-potsdam.de, abgerufen am 18. Oktober 2023.</ref>
Persönlichkeiten
<templatestyles src="Mehrere Bilder/styles.css" />
An der Filmuniversität und ihrer Vorgängereinrichtungen studierten, lehrten und lehren eine Reihe von namhaften Persönlichkeiten. Diese sind in der Liste bekannter Persönlichkeiten der Filmuniversität Babelsberg aufgeführt.
Bekannte Filme
Im Laufe der Jahre wurden an der Hochschule viele Filme gedreht, die auf renommierten Filmfestivals liefen und Preise gewannen.
Sonstiges
2011 stiftete die Hochschule für Film und Fernsehen einen Ehrenpreis für besondere künstlerische und wissenschaftliche Leistungen. Erster Preisträger war Jürgen Böttcher als erfolgreicher Absolvent der Hochschule „für herausragende internationale Erfolge im Film und der Malerei, für künstlerische Freiheit und politische Verantwortung“.
Siehe auch
Weblinks
- Offizielle Website
- Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF auf filmportal.de
- Filmwesen der DDR: Hochschule auf der Website der DEFA-Stiftung
- Literatur von und über Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise
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Koordinaten: 52° 23′ 19″ N, 13° 7′ 0″ O
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