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Deutsche Höhere Privatschule Windhoek

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Deutsche Höhere Privatschule Windhoek
Wappen der DHPS
Schulform Kindergarten
Vorschule
Primarstufe (1–6)
Sekundarstufe I (7–9)
Sekundarstufe II (9–12) oder
Gymnasium (9–12)
Gründung 1909
Adresse Church St 11-15
Ort Windhoek
Region Khomas
Staat Namibia
Koordinaten 22° 34′ 30″ S, 17° 4′ 59″ OKoordinaten: 22° 34′ 30″ S, 17° 4′ 59″ O
 {{#coordinates:−22,575|17,083055555556|primary
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Träger Deutscher Schulverein Windhoek (1949)
Schüler etwa 1083 (2024)
Lehrkräfte etwa 100 (2009)
Leitung Jörg Przybilla<ref name="Schulleitung">School Management. In: www.dhps-windhoek.de. Abgerufen am 1. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Website www.dhps-windhoek.de
Datei:WindhoekDHPS.jpg
DHPS Windhoek

Die Deutsche Höhere Privatschule (DHPS) ist eine deutsche Auslandsschule in der namibischen Hauptstadt Windhoek. Sie liegt im Stadtteil Windhoek-Central. Die Hauptunterrichtssprache ist Deutsch. Die Schule wird von etwa 1100 Schülern besucht.

Die Schule bietet in der sechsjährigen Grundstufe drei deutschsprachige Klassen sowie eine englischsprachige Klasse (mit Deutsch als Fremdsprache). In der bilingualen Sekundarstufe I findet der Unterricht in deutscher und/oder englischer Sprache statt.

Geschichte

Die DHPS wurde 1909 unter dem Namen „Kaiserliche Realschule“ mit zwölf Schülern als Schule für die deutschsprachige Bevölkerung der Kolonie Deutsch-Südwestafrikas gegründet (die Deutsche Sprache in Namibia wird auch heute noch von deren Nachfahren, den Deutschnamibiern, gesprochen).<ref>Christel Adick: Der koloniale Hintergrund der deutschen Auslandsschularbeit: die 1909 gegründete Kaiserliche Realschule (KRS) zu Windhuk als Ursprung der heutigen Deutschen Höheren Privatschule (DHPS) in Windhoek/Namibia. Kapitel in Deutsche Auslandsschulen als transnationales Bildungs- und Forschungsfeld – Kritische Perspektiven und aktuelle Herausforderungen. In: link.springer.com. Abgerufen am 1. Februar 2026. Der Link führt zu einer Zusammenfassung des Verlags, acht Anmerkungen („Notes“) und einem umfangreichen Quellenverzeichnis.</ref><ref>Eduard Moritz: Das Schulwesen in Deutsch-Südwestafrika. D. Reimer, Berlin 1914, Die Kaiserliche Realschule in Windhuk, S. 37–40 (uni-frankfurt.de [abgerufen am 1. Februar 2026]).</ref> Unter den Lehrern war Margarethe von Eckenbrecher die erste und zunächst einzige Lehrerin.<ref></ref>

Unter der Besatzung Großbritanniens und der Südafrikanischen Union entstand 1915 Südwestafrika. Nach dem Ersten Weltkrieg mussten alle öffentlichen Schulen in Englisch oder Afrikaans als Unterrichtssprache einführen. Die Schule wurde in „Deutsche Realschule Windhuk“ umbenannt und in eine Privatschule umgewandelt, um Deutsch als Unterrichtssprache zu bewahren. 1962 erhielt die Schule ihren jetzigen Namen.

Einrichtungen und Abschlüsse

Die DHPS umfasst einen Kindergarten, eine Vorschule und alle Jahrgangsstufen bis zur 12. Klasse (bis 2009 bis zu 13. Klasse)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schulabschlüsse an der DHPS – DIAP und NSSC. DHPS. (Memento vom 14. August 2016 im Internet Archive) Abgerufen am 14. August 2016.</ref>.

Sie bietet das Deutsche Internationale Abitur und das Cambridge International General Certificate an. In der neunten Klassenstufe müssen sich die Kinder für einen der beiden Abschlusswege entscheiden. Außerdem bietet sie das Namibia Senior Secondary Certificate an.<ref>Deutsche Höhere Privatschule Windhoek (DHPS). In: das.gei.de. Georg-Eckert-Institut, abgerufen am 1. Februar 2026.</ref>

Die DHPS beschäftigt Lehrkräfte aus Namibia und verschiedenen deutschsprachigen Ländern in Europa, vor allem aus Deutschland. Schulleiter ist Jörg Przybilla.<ref name="Schulleitung" />

Die Schule besitzt ein Internat mit etwa 101 Heimkindern (Stand 2013)<ref>Heimfest der DHPS ein Erfolg. Allgemeine Zeitung, 19. April 2013.</ref> und betreibt ein Patenschaftsprogramm für begabte Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache aus ärmeren Teilen des Landes. Das ist auch der Grund, weshalb insbesondere während der letzten Jahrzehnte auch immer mehr schwarze Kinder die Schule besuchen können, zum großen Teil mit Hilfe von Stipendien und Begabtenförderung des Staates und der Schule.

Bekannte Personen

Absolventen

Lehrer

Aufsichtsrat

Trivia

2005 war die Schule im Rahmen des kleinen Fernsehspiels des ZDF in der Dokumentation Namibia Generation X zu sehen. Diese begleitete fünf Schüler des Abschlussjahrganges mit unterschiedlicher Herkunft. Das Schulgebäude war zudem Handlungsort im deutschen Fernsehfilm Um Himmels Willen – Mission unmöglich (dort als „nigerianisches Innenministerium“).

Siehe auch

Literatur

  • VDLIA (Hrsg.): Deutsche Lehrer im Ausland – Schwerpunkt DHPS. Nr. 1, 60. Jahrgang, Februar 2013, Online-Version (PDF; 4,8 MB).

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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