Zum Inhalt springen

Derecik (Hakkâri)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Derecik
Datei:Coats of arms of None.svg
Hilfe zu Wappen
Basisdaten
Staat: TurkeiDatei:Flag of Turkey.svg Türkei
Provinz (il): Hakkâri
Landkreis (ilçe): Şemdinli
Koordinaten: 37° 4′ N, 44° 19′ OKoordinaten: 37° 4′ 21″ N, 44° 19′ 28″ O
 {{#coordinates:37,0724227|44,3243476|primary
dim=10000 globe= name= region=TR-30 type=city
  }}
Höhe: 760 m
Einwohner: 12.425<ref name="Infobox Ort in der Türkei.EinwohnerOrt">Derecik Nüfusu, Hakkari, abgerufen am 27. Juli 2021</ref> (2020)
Telefonvorwahl: (+90)
Postleitzahl: 30 800
Kfz-Kennzeichen: 30
Struktur und Verwaltung (Stand: 2021)
Gliederung: 6 Mahalle
Belediye Başkanı: Ekrem Çetinkaya (AKP)
Postanschrift: Merkez Mahallesi
30600 Derecik
Website:
Landkreis Derecik
Einwohner: 22.988<ref name="Infobox Ort in der Türkei.EinwohnerOrt"></ref> (2020)
Fläche: 437 km²
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner je km²
Kaymakam: Ahmet Özdemir
Website (Kaymakam):

Derecik (kurdisch Rubaruk<ref name="Nisanyan">Sevan Nişanyan: Adını Unutan Ülke. Türkiye'de Adı Değiştirilen Yerler Sözlüğü. Istanbul 2010, S. 164</ref> oft auch Rubarok) ist eine Kleinstadt und zugleich Verwaltungszentrum des gleichnamigen Landkreises in der türkischen Provinz Hakkâri. Derecik liegt im äußersten Südosten der Türkei etwa 30 km südwestlich von Şemdinli. Die Entfernung zur irakischen Grenze beträgt ca. 10 km Luftlinie.

Der frühere Name des Ortes lautete Rubaruk, abgeleitet vom kurdischen Rûbarik. Dies bedeutet ebenso wie Derecik „kleiner Bach“. Die Gemeinde wurde 1995 gebildet, indem einige Dörfer entlang des Baches zusammengeschlossen wurden.<ref name="Nisanyan" />

In Derecik befindet sich eine Kaserne. In dieser wurde nach Darstellung des Menschenrechtsvereins Diyarbakır ein Massengrab entdeckt. Dort befinden sich die sterblichen Überreste einer Gruppe von 120 PKK-Kämpfer, die 1992 bei Kämpfen getötet wurden. Ferner liegen dort 30 PKK-Guerillakämpfer, die bei einem Überfall auf die Kaserne 1993 fielen und 14 weitere Personen, darunter 12 Dorfschützer, die 1994 festgenommen wurden und anschließend verschwanden. Sie wurden erschossen und im Garten der Kaserne verscharrt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bericht über Massengräber des IHD (Memento vom 4. März 2014 im Internet Archive) (PDF; 339 kB)</ref>

Der Landkreis wurde 2018 aus dem Südwestteil des Kreises Şemdinli gebildet. Er grenzt im Norden an diesen Kreis, die restlichen Grenzen bestehen zum Nachbarland Irak. Der Kreis besteht neben der Kreisstadt noch aus vier Dörfern (Köy) mit durchschnittlich 3106 Bewohnern. Alle Dörfer haben über 1000 Einwohner: Gelişen (4236), Anadağ (4221), Uslu (2208) und Ortaklar (1760 Einw.).

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende