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Der kalte Sommer des Jahres 53

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Produktionsland UdSSR
Originalsprache Russisch
Erscheinungsjahr 1988
Länge 97 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Alexander Proschkin
Drehbuch Edgar Dubrowski
Musik Wladimir Martynow
Kamera Boris Broschowski
Schnitt Yelena Mikhajlova
Besetzung

Der kalte Sommer des Jahres 53 ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein sowjetischer Film von 1988 über Ereignisse in einem Dorf im Jahre 1953. Er wurde der dritterfolgreichste Film des Jahres und erhielt mehrere Preise. In der DDR wurde er 1988 beim Festival des sowjetischen Films gezeigt, danach aber verboten. 1989 kam er in einige Kinos der Bundesrepublik Deutschland.

Handlung

In einem abgelegenen sibirischen Dorf sitzen zwei politische Gefangene ihre langjährigen Strafen ab: Der frühere Chefingenieur Kopalytsch, und Lusga, ein früherer Anführer der Feldaufklärung an der Weißrussischen Front.

Im Jahre 1953, dem Todesjahr Stalins, erlässt Innenminister Beria eine große Amnestie, in deren Rahmen Zehntausende Verbrecher freigelassen werden. Infolgedessen steigt die Kriminalität stark an und das Land gerät in eine kritische Lage.

Eines Tages wird das Dorf, in welchem Kopalytsch und Lusga ihre Strafe abbüßen, von einer Verbrecherbande bedroht, die vorhaben, alle Bewohner umzubringen. Der stolze Lusga, obwohl von den Herrschenden in seinem Land verraten und gedemütigt, entschließt sich, sein Leben aufs Spiel zu setzen, und rettet die Dorfbewohner vor der Verbrecherbande, indem er die Kriminellen allesamt liquidiert.

In der Schlussszene begegnen und erkennen sich die Gulag-Überlebenden nach der Entlassung, unerkannt für die Passanten.

Produktion

Die Aufnahmen entstanden in verschiedenen Orten, die Schlussszene in Moskau im Park am Jauzki Bulevar 2/16.

Der bekannte Schauspieler Alexander Papanow spielte hier seine letzte Rolle vor seinem Tod.

Aufführungen

Der Film kam Anfang 1988 in die sowjetischen Kinos und wurde der dritterfolgreichste Film des Jahres 1988 mit 41,8 Millionen Zuschauern.<ref> Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Фильм Холодное лето пятьдесят третьего.] In: Вокруг ТВ. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 30. Januar 2025 (ру).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> In der DDR wurde er seit dem 28. Oktober 1988 beim Festival des sowjetischen Films gezeigt, danach aber mit vier weiteren Filmen verboten.<ref>Cholodnoje leto pjatdesjat tretjewo DEFA-Stiftung, mit diesem Anlauftermin und DDR-Filmplakat </ref> In der Bundesrepublik wurde er seit dem 15. Juni 1989 als Kalter Sommer '53 in einzelnen Kinos aufgeführt (wahrscheinlich in der DEFA-Synchronisation).<ref name=ldif>Der kalte Sommer des Jahres 53. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 3. August 2008.</ref>

Deutschsprachige Fernsehaufführungen gab es 2005 bei 3sat und 2007 im MDR.<ref>Der kalte Sommer des Jahres 53 Fernsehserien, mit diesen Terminen (wahrscheinlich vollständig bis 2025) </ref>

Auszeichnungen

Kritiken

Im Lexikon des internationalen Films heißt es

„Ein Film, der über seine spannende Geschichte Trauer, Abscheu und Scham über Ungeist und Machtmißbrauch der Stalin-Ära zum Ausdruck bringt, aber auch Hoffnung auf die erneuernde Kraft moralischer und politischer Integration weckt.“<ref name=ldif/>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />