Zum Inhalt springen

Der Verräter des Herrn – Judas Ischariot

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der Verräter des Herrn – Judas Ischariot (Originaltitel: El beso de Judas – „Der Judaskuss“) ist eine spanische Bibelverfilmung, die sich auf die Person des Judas Iskariot konzentriert. Der von Rafael Gil 1953 inszenierte Schwarz-Weiß-Film wurde im deutschsprachigen Raum erst fast zehn Jahre später, am 6. April 1962, erstaufgeführt. Ein späterer Titel des Films ist Einer wird mich verraten.

Handlung

Judas Ischariot ist ein revolutionär eingestellter Jude, der sich aus politischen Gründen dem als neuen Messias verehrten Prediger Jesus anschließt. Nachdem er dessen Reden und Taten, darunter einige Wunder, miterlebt hat, wendet er sich enttäuscht von ihm ab und liefert ihn seinen Gegnern aus.

Kritik

Im Lexikon des Fantasy-Films bewerten Ronald M. Hahn/Volker Jansen, Norbert Stresau den Film als „eine Art psychologische Rechtfertigung des größten Verräters aller Zeiten im bewährten muffigen B-Film-Stil.“<ref>Ronald M. Hahn, Volker Jansen, Norbert Stresau: Lexikon des Fantasy-Films. 650 Filme von 1900 bis 1986 (= Heyne-Bücher 01. Heyne-Sachbuch 7275). Heyne, München 1986, ISBN 3-453-02273-4, S. 546.</ref> Das Lexikon des internationalen Films bemerkte, er gehe „überaus frei mit dem Bericht der Heiligen Schrift (cf. um) und bedient sich eines theatralischen Stils, der über Äußerlichkeiten kaum hinausgelangt.“<ref>Der Verräter des Herrn – Judas Ischariot. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017.</ref>

Bemerkungen

Der Film wurde vom 8. August bis 10. November 1953 gedreht und im Februar 1954 uraufgeführt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />ausführliche Würdigung auf cinereligioso.es (Memento vom 2. Oktober 2010 im Internet Archive)</ref> Bis in die 1990er Jahre war dies der einzige Film, der Judas in den Mittelpunkt der Handlung stellt.<ref>Thomas Langkau: Filmstar Jesus Christus. Die neuesten Jesus-Filme als Herausforderung für Theologie und Religionspädagogik (= Literatur – Medien – Religion. Bd. 19). Lit, Berlin u. a. 2007, ISBN 978-3-8258-0196-0, S. 158.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />