Deportivo La Coruña
| Deportivo La Coruña | |||
| Logo von Deportivo La Coruña | |||
| Basisdaten | |||
|---|---|---|---|
| Name | Real Club Deportivo de La Coruña S.A.D. | ||
| Sitz | A Coruña, Spanien | ||
| Gründung | 2. März 1906 | ||
| Präsident | Álvaro García Diéguez | ||
| Website | rcdeportivo.es | ||
| Erste Fußballmannschaft | |||
| Cheftrainer | Antonio Hidalgo | ||
| Spielstätte | Estadio Riazor | ||
| Plätze | 34.889 | ||
| Liga | Segunda División | ||
| 2024/25 | 15. Platz | ||
|
| |||
Der Real Club Deportivo de La Coruña ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), kurz RC Deportivo oder Depor und im deutschsprachigen Raum allgemein bekannt als Deportivo La Coruña, ist ein spanischer Fußballverein aus der galicischen Stadt A Coruña.
Die erfolgreichste Zeit der Mannschaft waren die 1990er und die 2000er Jahre, als sie durchgängig in der ersten Liga spielte, einmal spanischer Meister wurde, zweimal den spanischen Pokal gewann sowie mehrere Male an den internationalen Wettbewerben teilnahm, wo der größte Erfolg das Erreichen des Halbfinals der Champions League 2004 darstellte. In der Saison 2017/18 spielte der Club letztmals erstklassig, seit der Saison 2024/25 spielt er in der zweitklassigen Segunda División.
Geschichte
Der Club wurde am 2. März 1906 gegründet.
In der Saison 1941/42 spielte er erstmals in der Vereinsgeschichte erstklassig.
1993 qualifizierte sich Depor erstmals für einen internationalen Wettbewerb. 1995 gewann das Team den spanischen Pokal, im Jahr 2002 gelang dies erneut. Den ersten und bislang einzigen spanischen Meistertitel konnte man 2000 feiern. Zuvor hatte der Verein 1994 am letzten Spieltag die erste Chance auf den spanischen Meistertitel vergeben, nachdem er zu Hause gegen den FC Valencia nur 0:0 gespielt hatte und der FC Barcelona durch einen 5:2-Sieg gegen den FC Sevilla noch an Depor vorbeiziehen hatte können. 1995, 2000 und 2002 wurde der spanische Supercup gewonnen.
2003 wurde Roy Makaay, der seit 1999 für den Klub spielte, für die vereinsinterne Rekordsumme von 18,7 Mio. € Ablöse an den FC Bayern München verkauft. In der Champions-League-Saison 2002/03 hatte er alle drei Treffer bei Deportivos überraschendem 3:2-Sieg in München erzielt.
In der Saison 2003/04 erreichte Deportivo La Coruña das Halbfinale der UEFA Champions League. Auf dem Weg schaltete man unter anderem Juventus Turin aus. In dieser Saison gab es eine legendäre Niederlage. Mit 8:3 verlor Deportivo im torreichsten Spiel der bisherigen Champions League gegen Monaco. Im Viertelfinale stand er dem Titelverteidiger AC Mailand gegenüber. Nach einer 1:4-Auswärtsniederlage schien der europäische Traum für Depor bereits ausgeträumt, doch ein 4:0-Heimsieg in La Coruña wendete das Blatt und brachte die Mannschaft ins Semifinale. Dort schied sie jedoch gegen den späteren Champion FC Porto mit 0:0 und 0:1 aus.
Nach der Saison 2004/05 verließ der Erfolgstrainer Javier Irureta aufgrund der enttäuschenden Ergebnisse (nur 8. Platz in der Primera División) nach acht überaus erfolgreichen Jahren den Klub. Auf Besserung wartete man jedoch vergeblich. Am Ende der Folgesaison stand die Mannschaft ebenfalls auf Platz 8. Jedoch gelang in der Copa del Rey mit dem Halbfinaleinzug ein kleiner Erfolg, wo die Mannschaft am späteren Sieger Espanyol Barcelona knapp scheiterte (1:2; 0:0). In der Liga setzte sich der sportliche Niedergang in der Saison 2006/07 fort, welche lediglich auf Platz 13 beendet wurde. Im Pokal konnte man erneut bis ins Halbfinale vorstoßen, wo der Club jedoch dem FC Sevilla in zwei Spielen klar unterlag (0:3; 0:2). Nachdem er in der Saison 2007/08 lange gegen den Abstieg gekämpft hatte, belegte der Verein am Ende den 9. Tabellenplatz. Der neunte Platz berechtigte zur Teilnahme am UI Cup, wodurch man erstmals seit 2005 wieder im Europapokal spielen konnte. Nachdem man den israelischen Vertreter FC Bnei Sachnin ausschalten konnte (2:1 und 0:1), gelang man in die zweite Qualifikationsrunde des UEFA-Pokals. Nachdem man dort Hajduk Split und, in der ersten Runde, Brann Bergen bezwang, qualifizierte man sich für die Gruppenphase des Wettbewerbs.
In der Gruppenphase traf man auf ZSKA Moskau, AS Nancy, Lech Posen und Feyenoord Rotterdam. Die Gruppenphase bestand der Club als Tabellenzweiter, wodurch er ins Sechzehntelfinale kam. Dort scheiterte man überraschend am dänischen Außenseiter Aalborg BK.
Die Saison 2008/09 war die bisher letzte Spielzeit, in welcher der Club international vertreten war. In der Saison 2009/10 spielte er phasenweise um die Teilnahme an der UEFA Europa League 2010/11 mit. Jedoch brach die Leistung Mitte der Rückrunde ein, und man beendete die Saison als zehnter.
In der Saison 2010/11 kämpfte man lange um den Klassenerhalt. Am letzten Spieltag verlor der Verein zuhause mit 0:2 gegen den FC Valencia und stieg nach 20 Jahren Erstliga-Zugehörigkeit wieder in die Segunda División ab. In der Saison darauf gelang einen Spieltag vor Saisonende, mit 91 Punkten und deutlichem Vorsprung, der direkte Wiederaufstieg vor dem Lokalrivalen Celta Vigo. Stiegen in diesem Jahr beide galicischen Vereine in die Primera Division auf, kam es ein Jahr später, wie im Jahre 2011, zum Abstieg Depors aus der höchsten spanischen Spielklasse, der am letzten Spieltag durch eine 0:1-Niederlage gegen Real Sociedad besiegelt wurde. Celta Vigo machte hingegen zeitgleich den Klassenerhalt perfekt.
In der folgenden Spielzeit gelang dem Klub erneut der direkte Wiederaufstieg. Am Saisonende belegte man Platz 2 und stieg ebenso wie der baskische Verein SD Eibar in die Primera Division auf. In der Saison 2014/15 reichte es für den Aufsteiger denkbar knapp zum Klassenerhalt. In der Abschlusstabelle belegten die Galicier Platz 16, punktgleich mit dem 18. Eibar.
La Coruña beendete die Saison 2015/16 als Tabellen-15. und vermied knapp den Abstieg. Trotz Klassenerhalt trennte sich der Verein nach Saisonende von Trainer Víctor Sánchez. In der Rückrunde konnte Depor nur zwei Siege verbuchen.<ref>La Coruna trennt sich von Tranier Sanchez del Amo. SID-Meldung auf RP Online, 30. Mai 2016, abgerufen am 20. Januar 2017.</ref>
Nach einem Saisonstart mit nur acht Punkten aus neun Spielen und dem 16. Platz in der Primera División 2017/18, entließ der Verein Trainer Pepe Mel am 24. Oktober 2017.<ref>focus.de: La Coruna entlässt Trainer Pepe Mel Artikel vom 24. Oktober 2017</ref> Den Trainerposten übernahm der Nachwuchstrainer Cristóbal Parralo bis Anfang Februar 2018. Nach ihm trat Clarence Seedorf den Trainerposten an, dieser wurde aber nach dem erneuten Abstieg von Depor bereits am 1. Juli 2018 von Natxo González ersetzt.<ref>Deportivo La Coruña - Trainerhistorie. Abgerufen am 20. November 2018.</ref>
Am Ende der Saison 2018/19 nahm La Coruña als Tabellensechster der Segunda División an den Aufstiegs-Play-offs zur Primera División teil. Nachdem Deportivo im Halbfinale FC Málaga mit 5:2 in der Addition besiegt hatte, gewann das Team im Finale das Hinspiel gegen RCD Mallorca zu Hause mit 2:0. Durch eine 0:3-Auswärtsniederlage im Rückspiel wurde der Aufstieg noch verpasst.
In der Saison 2019/20 stieg Deportivo am letzten Spieltag erstmals seit Anfang der 1980er Jahre wieder in die Drittklassigkeit ab.
Seit 2024 spielt der Club wieder zweitklassig, seit 2025 ist Antonio Hidalgo Cheftrainer.
Rivalitäten
Mit dem galicischen Lokalrivalen Celta Vigo spielt man das Derbi gallego aus.
Spielstätte
Heimstadion ist das etwa 35.000 Zuschauer fassende Estadio Riazor.
Statistik
Kader 2025/26
Stand: 25. September 2025<ref>Deportivo La Coruna - Kader im Detail 25/26 (Detailansicht). Abgerufen am 25. September 2025.</ref>
| Nr. | Nat. | Name | Geburtstag | im Verein seit | Vertrag bis | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Tor | ||||||
| 1 | Spanien | Germán Parreño | 16. Februar 1993 | 2023 | 2026 | |
| 13 | Spanien | Eric Puerto | 28. Oktober 2002 | 2024 | 2027 | |
| 25 | Österreich | Daniel Bachmann | 9. Juli 1994 | 2025 | 2026 | |
| Abwehr | ||||||
| 3 | Spanien | Arnau Comas | 11. April 2000 | 2025 | 2028 | |
| 4 | Datei:Flag of Belgium (civil).svg | Lucas Noubi | 15. Januar 2005 | 2025 | 2029 | |
| 5 | Spanien | Dani Barcia | 19. Januar 2003 | 2023 | 2028 | |
| 12 | Italien | Giacomo Quagliata | 19. Februar 2000 | 2025 | 2028 | |
| 15 | Spanien | Miguel Loureiro | 21. November 1996 | 2025 | 2028 | |
| 18 | Spanien | Sergio Escudero | 2. September 1989 | 2024 | 2026 | |
| 23 | Spanien | Ximo Navarro | 23. Januar 1990 | 2023 | 2026 | |
| Mittelfeld | ||||||
| 6 | England | Charlie Patiño | 17. Oktober 2003 | 2024 | 2028 | |
| 8 | Spanien | Diego Villares | 17. Juni 1996 | 2021 | 2027 | |
| 16 | Spanien | José Gragera | 14. Mai 2000 | 2025 | 2026 | |
| 20 | Spanien | José Ángel Jurado | 21. Juni 1992 | 2023 | 2026 | |
| 21 | Spanien | Mario Soriano | 22. April 2002 | 2022 | 2028 | |
| 35 | Spanien | Rubén López | 26. August 2004 | 2024 | 2028 | |
| Sturm | ||||||
| 7 | Italien | Samuele Mulattieri | 7. Oktober 2000 | 2025 | 2026 | |
| 9 | Niederlande | Zakaria Eddahchouri | 11. Mai 2000 | 2025 | 2028 | |
| 10 | Spanien | Yeremay Hernández | 10. Dezember 2002 | 2022 | 2030 | |
| 11 | Spanien | David Mella | 23. Mai 2005 | 2024 | 2029 | |
| 17 | Spanien | Cristian Herrera | 13. März 1991 | 2024 | 2026 | |
| 19 | Spanien | Luismi Cruz | 23. Mai 2001 | 2025 | 2029 | |
| 22 | Spanien | Stoichkov | 5. November 1993 | 2025 | 2026 | |
Sportliche Erfolge
- Spanische Fußballmeisterschaft
- Spanischer Fußballpokal
- Spanischer Fußballsuperpokal
- UEFA Champions League
- Halbfinale: 2003/04
- Europapokal der Pokalsieger
- Halbfinale: 1995/96
- UEFA-Pokal
Bekannte ehemalige Spieler
In Klammern: Zeit der Vereinszugehörigkeit als Spieler
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- Spanien Juan Acuña (1938–1955)
- Spanien Amancio (1958–1962)
- Datei:Flag of Romania.svg Florin Andone (2016–2018)
- Portugal Jorge Andrade (2002–2007)
- Spanien Daniel Aranzubia (2008–2013)
- Spanien Claudio Barragán (1991–1995)
- Datei:Flag of Brazil.svg Bebeto (1992–1996)
- Spanien Álex Bergantiños (2008–2023)
- Spanien Joan Capdevila (2000–2007)
- Spanien Chacho (1927–1934, 1936–1946)
- Datei:Flag of Argentina.svg Fabricio Coloccini (2004–2008)
- Datei:Flag of Brazil.svg Flávio Conceição (1996–2000)
- Datei:Flag of Brazil.svg Djalminha (1997–2004)
- Spanien Donato (1993–2003)
- Datei:Flag of Yugoslavia (1946–1992).svg Miroslav Đukić (1991–1997)
- Datei:Flag of Argentina.svg Aldo Duscher (2000–2007)
- Spanien Fran (1988–2005)
- Datei:Flag of Mexico.svg Andrés Guardado (2007–2012)
- Spanien Arsenio Iglesias (1951–1957)
- Spanien Alberto Lopo (2006–2011, 2014–2016)
- Datei:Flag of Brazil.svg Filipe Luís (2006–2010)
- Spanien Albert Luque (2003–2005)
- Niederlande Roy Makaay (1999–2003)
- Spanien Javier Manjarín (1993–1999)
- Spanien José Francisco Molina (2000–2006)
- Datei:Flag of Uruguay.svg Dagoberto Moll (1949–1954)
- Datei:Flag of Morocco.svg Noureddine Naybet (1996–2004)
- Spanien Luis Otero (1924–1930)
- Spanien Manuel Pablo (1998–2016)
- Spanien Pahiño (1953–1956)
- Datei:Flag of Uruguay.svg Walter Pandiani (2000–2005)
- Portugal Pauleta (1998–2000)
- Spanien Riki (2006–2013)
- Datei:Flag of Brazil.svg Rivaldo (1996–1997)
- Spanien Enrique Romero (1998–2006)
- Datei:Flag of Argentina.svg Lionel Scaloni (1998–2006)
- Spanien Sergio (2001–2010)
- Datei:Flag of Brazil.svg Mauro Silva (1992–2005)
- Datei:Flag of Cameroon.svg Jacques Songo’o (1996–2001, 2003–2004)
- Spanien Luis Suárez (1953–1954)
- Spanien Diego Tristán (2000–2006)
- Spanien Juan Carlos Valerón (2000–2013)
- Spanien José Luis Veloso (1958–1965)
- Spanien Víctor (1999–2006)
- Spanien Voro (1993–1996)
Bekannte ehemalige Trainer
In Klammern: Zeit der Vereinszugehörigkeit als Trainer
<templatestyles src="column-multiple/styles.css" />
- Spanien Arsenio Iglesias (1971–1973, 1982–1985, 1988–1991, 1992–1995)
- Datei:Flag of Wales (1959–present).svg John Toshack (1995–1997)
- Datei:Flag of Brazil.svg Carlos Alberto Silva (1997)
- Spanien Javier Irureta (1998–2005)
- Spanien Joaquín Caparrós (2005–2007)
- Spanien Lotina (2007–2011)
- Spanien José Luis Oltra (2011–2012)
- Portugal Domingos Paciência (2012–2013)
- Spanien Fernando Vázquez (2013–2014)
- Spanien Víctor Fernández (2014–2015)
- Spanien Víctor Sánchez del Amo (2015–2016)
- Spanien Garitano (2016–2017)
- Niederlande Clarence Seedorf (2018)
- Spanien José Luis Martí (2018–2019)
- Spanien Fernando Vázquez (2019–2021)
Frauenfußball
Deportivo La Coruña verfügte von 1983 bis 1988 über eine Frauenfußballsektion die zwei Mal den spanischen Pokal gewinnen konnte. Die Mannschaft war unter dem Namen Karbo Deportivo bekannt und gilt als einer der Pioniere des spanischen Frauenfußballs. Nach 28 Jahren gründete der Club 2016 erneut eine Frauenabteilung.
Weblinks
- rcdeportivo.es: Offizielle Website von Deportivo La Coruña
- Marcus Giebel: Mit der richtigen Mischung nach Europa: Depor: Solide statt super. spox.com, 3. Dezember 2009 (Porträt von Deportivo La Coruña)
Einzelnachweise
<references />
Albacete Balompié | UD Almería | FC Andorra | Burgos CF | FC Cádiz | CD Castellón | AD Ceuta FC | FC Córdoba | Cultural Leonesa | Deportivo La Coruña | SD Eibar | FC Granada | SD Huesca | CD Leganés | FC Málaga | CD Mirandés | Real Valladolid | Real Sociedad B | Sporting Gijón | Racing Santander | Real Saragossa | UD Las Palmas