Denotat
Denotat ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=la |SCRIPTING=Latn |SERVICE=lateinisch}} „das genannte“) bezeichnet in der Semiotik, Linguistik und Sprachphilosophie entweder den begrifflichen Inhalt eines Zeichens (Gegenbegriff: Konnotat) oder den durch ein Zeichen bezeichneten Gegenstand der außersprachlichen Wirklichkeit. Der Ausdruck ist bedeutungsähnlich mit dem ebenfalls mehrdeutigen Denotation.
Denotat als begrifflicher Inhalt eines Zeichens
„Denotat“ bedeutet zum einen der begriffliche Inhalt eines Zeichens<ref>Duden, Deutsches Universalwörterbuch, ISBN 3-411-05505-7, 5. Aufl. (2003) / Denotat; Ulrich, Linguistische Grundbegriffe, 5. Aufl. (2002)/Denotat; ähnlich Homberger, Sachwörterbuch zur Sprachwissenschaft (2000) / Denotat: „die Bedeutung eines Zeichens“.</ref> und bezeichnet dann einen Gegenbegriff zum Begriff Konnotat, d. h. zur affektiven, assoziierten oder emotionalen Nebenbedeutung. Der Gegensatz Denotat – Konnotat entspricht dem Gegensatz Denotation – Konnotation.<ref>Kessel/Reimann, Basiswissen Deutsche Gegenwartssprache, Tübingen (Fink), 2005, ISBN 3-8252-2704-9, S. 162</ref>
Teilweise wird Denotat nur in dieser Bedeutung verwendet,<ref>Kessel/Reimann, Basiswissen Deutsche Gegenwartssprache, Tübingen (Fink), 2005, ISBN 3-8252-2704-9, S. 162</ref> teilweise wird diese Bedeutung überhaupt nicht genannt.<ref>z. B. Bußmann, Lexikon der Sprachwissenschaft, 3. Aufl. (2002)/Denotat</ref>
Denotat als der bezeichnete Gegenstand
Verbreitet wird der Ausdruck Denotat zum anderen auch<ref> Duden, Universalwörterbuch/Denotat</ref> oder nur<ref>Bußmann, Lexikon der Sprachwissenschaft, 3. Aufl. (2002)/Denotat</ref> für den von einem Zeichen<ref>sprachlichen Ausdruck (Wort)/von einem Sprecher (letztlich/mittelbar)</ref> bezeichneten (außersprachlichen) Gegenstand verwendet.
Der Ausdruck Denotat wird dann als bedeutungsgleich (als synonym) zu Referent<ref>Kürschner, Grammatisches Kompendium, 4. Aufl. (2003), ISBN 3-8252-1526-1, S. 20</ref> und zu Extension<ref>Meibauer, Einführung in die germanistische Linguistik, 2. Aufl. (2007), S. 178</ref> angesehen. Gegenstand ist dabei in einem weiten Sinn zu verstehen und steht für Dinge, Verhältnisse, Eigenschaften oder Sachverhalte.<ref>Kürschner, Grammatisches Kompendium, 4. Aufl. (2003), ISBN 3-8252-1526-1, S. 20</ref>
Abhängig von der zugrunde gelegten Semantiktheorie kann der Terminus Denotat in seiner Bedeutung noch weiter variiert und spezifiziert werden:
- In einem Modell im Sinne der modelltheoretischen Semantik ist Denotat „das (mengentheoretische) Objekt, das dem Ausdruck in diesem Modell zugeordnet ist.“<ref>Bußmann, Lexikon der Sprachwissenschaft, 3. Aufl. (2002)/Denotat</ref> (Nur) wenn das Modell ein Ausschnitt der wirklichen Welt ist, ist das Denotat der Referent in der Welt.
- Wird zwischen Denotat und Designat unterschieden, so bezeichnet der Ausdruck Designat die durch einen sprachlichen Ausdruck bezeichnete Klasse und Denotat die einzelnen Elemente der Klasse. So Morris: „Die Denotate sind die Elemente der Klasse (scilicet: des Designats).“<ref>Morris, Grundlagen der Zeichentheorie (1988), S. 22</ref>
- In behavioristischer Engführung kann mitunter mit Denotat nur ein „beobachtbarer Referent“<ref>Trabant, Semiotik (1996), S. 67</ref> gemeint sein.
Weblinks
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Literatur
- Helmut Rehbock: Denotat. In: Helmut Glück, Michael Rödel (Hrsg.): Metzler Lexikon Sprache. Metzler Verlag, Stuttgart 2016, ISBN 978-3-476-02641-5, S. 136
Einzelnachweise
<references/>