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Denis Kudla (Tennisspieler)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Denis Kudla Tennisspieler
Denis Kudla
Denis Kudla
Kudla 2019 in Roland Garros
Nation: Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten
Geburtstag: 17. August 1992
(33 Jahre)
Größe: 180 cm
Gewicht: 75 kg
1. Profisaison: 2010
Rücktritt: 2025
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Dustin Taylor
Preisgeld: 4.692.258 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 72:132
Höchste Platzierung: 53 (23. Mai 2016)
Grand-Slam-Bilanz
Grand-Slam-Titel:00000 0
Australian Open 2R (2016, 2018, 2019, 2023)
French Open 1R (2013, 2016, 2018, 2019, 2022)
Wimbledon AF (2015)
US Open 3R (2019)
Doppel
Karrierebilanz: 19:40
Höchste Platzierung: 133 (27. August 2018)
Grand-Slam-Bilanz
Grand-Slam-Titel:00000 0
Australian Open 2R (2019)
French Open 2R (2016)
Wimbledon VF (2022)
US Open 2R (2013)
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Grand-Slam-Titel:00000 0
Australian Open
French Open
Wimbledon 1R (2016)
US Open AF (2019, 2023)
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA (siehe Weblinks)

Denis Kudla (* 17. August 1992 in Kiew, Ukraine) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Tennisspieler.

Persönliches

Denis Kudla, Sohn eines Architekten und einer Hausfrau, fing im Alter von 7 Jahren mit dem Tennisspielen an. Er ging an eine Tennisakademie in Burke, wo er vom Tennistrainer Frank Salazar trainiert wurde. Im Alter von 13 Jahren zog er nach Arlington County. Aufgrund seines umfangreichen Tennistrainings blieb keine Zeit mehr für den Besuch einer High School. Daher wurde er ab der neunten Klasse von einem Privatlehrer Zuhause unterrichtet.<ref>Brett Haber: Denis Kudla: From Kiev to Arlington to Wimbledon. In: Washingtonian.com. 21. März 2012, abgerufen am 3. November 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Mit 16 Jahren wollte er an die University of Southern California, entschied sich jedoch letztlich dagegen, um sich ganz auf den Tennissport zu konzentrieren.

Karriere

2009 gewann er den Orange Bowl, eines der wichtigsten Turniere der ITF Junior Tour. 2010 stand er bei den Junioren-US-Open im Finale, musste sich jedoch seinem Landsmann Jack Sock geschlagen geben. Am Ende desselben Jahres stand er an dritter Position der Junioren-Weltrangliste. Außerdem war er 2010 Teil des Junioren-Davis-Cup-Teams, welches in der ersten Runde gegen den späteren Sieger Serbien mit 2:3 ausschied. Er stieg bis auf den dritten Platz der Junior-Rangliste.

In der Saison 2011 nahm Kudla an 12 Challenger- und 7 Future-Turnieren teil. Dabei gelang ihm ein Sieg bei einem Futureturnier im Finale gegen Dennis Lajola. Auf der ATP World Tour nahm er unter anderem an den Qualifikationen zu den US Open und dem Indian Wells Masters teil. Er schaffte es jedoch bei beiden Turnieren nicht in das Hauptfeld. Weitere Turniere bestritt er in Los Angeles, Atlanta, Newport, Eastbourne, London und in Houston (alles 250-Turniere). Daraus resultierte lediglich beim Turnier in Newport ein ansehnliches Resultat, wo er bis ins Viertelfinale vorrücken konnte und dort seinem Landsmann Michael Yani mit 3:6, 7:6, 5:7 unterlag. Am Ende des Jahres belegte er in der Weltrangliste den 276. Platz, was bis zu diesem Zeitpunkt seine beste Platzierung war. Die Saison 2012 begann er mit der ATP Auckland, wo er bereits in der ersten Qualifikationsrunde dem Lokalmatadoren Artem Sitak unterlag. Darauf folgten die Australian Open, wo er sich über drei Qualifikationsrunden fürs Hauptfeld qualifizieren konnte. In der ersten Runde war jedoch das Turnier zu Ende, nachdem er dem deutschen Tommy Haas in vier Sätzen mit 6:7, 6:3, 0:6, 5:7 unterlag. Weiter ging es mit einem Challenger-Turnier in Honolulu, bei welchem er bis ins Viertelfinale vorstoßen konnte und sich dort dem Japaner Tatsuma Itō geschlagen geben musste. Auch beim nächsten Challenger-Turnier in Dallas schaffte er es erneut bis ins Viertelfinale, wo für ihn Schluss war. Durch eine Wildcard konnte er am ATP-Turnier in San José teilnehmen und überstand dabei die erste Runde. Im Achtelfinale bekam er es mit seinem Landsmann Andy Roddick zu tun, mit welchem er über weite Strecken mithalten konnte. Letztendendes gelang ihm die Sensation nicht und er schied mit 7:6, 6:7, 4:6 aus. Beim Masters in Indian Wells überstand er die erste Runde und traf in der zweiten Runde auf Roger Federer. Es war das erste Aufeinandertreffen der beiden auf der Profi-Tour. Roger Federer gewann das Spiel deutlich mit 6:4, 6:1. Für das Masters-Turnier in Miami erhielt er von der Turnierleitung eine Wildcard und traf in der ersten Runde auf Antonio Veić, dem er in drei Sätzen unterlag. Bei den vier darauffolgenden Challenger-Turniere war sein bestes Ergebnis eine Viertelfinalteilnahme bei den Sarasota Open, wo er in drei Sätzen seinen Landsmann James Blake unterlag. Die Qualifikation für die French Open verpasste er nach einer Zweisatz-Niederlage gegen Eduardo Schwank. Im Juli gewann er das Turnier in Lexington gegen Érik Chvojka und feierte damit seinen ersten Titel auf der ATP Challenger Tour. Im Oktober kam dann ein zweiter Turniersieg dazu, als er das Challenger-Turnier in Charlottesville für sich entscheiden konnte. Am Ende des Jahres stand er auf Position 140 der Weltrangliste.

Im Januar 2013 schaffte er den Einzug ins Hauptfeld beim ATP-Turnier von Brisbane, scheiterte aber in der ersten Runde an Jürgen Melzer. In der Qualifikation für die Australian Open scheiterte er bereits in der ersten Qualifikationsrunde. Erst Mitte März konnte er wieder einen Erfolg feiern, als er das Finale beim Challenger-Turnier von Dallas erreichte, dieses allerdings gegen Jürgen Melzer in drei Sätzen verlor. Rund einen Monat später stand er beim Challenger-Turnier in Tallahassee im Finale und gewann in zwei Sätzen gegen Cedrik-Marcel Stebe. Bei den French Open qualifizierte er sich für das Hauptfeld, wo er jedoch ein weiteres Mal in der ersten Runde ausschied. In Wimbledon schaffte er es wie im Vorjahr in die zweite Runde, verlor dieses aber gegen Ivan Dodig. Am Ende des Jahres stand er auf Position 115 der Weltrangliste, womit er zum Vorjahr 25 Positionen gutmachen konnte. In der Folgesaison gewann er auf der Challenger Tour das Turnier in Winnetka, als er im Finale Farrux Doʻstov mit 6:2 und 6:2 besiegte. Im Doppel sicherte er sich zudem seine ersten beiden Titel. Gleich zu Saisonbeginn gewann er mit Yasutaka Uchiyama in Maui, außerdem holte er in Winnetka auch im Doppel mit Thanasi Kokkinakis den Titel. 2015 gelang Kudla lediglich in Ilkley im Einzel der Titelgewinn. Im Finale des Rasenturniers setzte er sich gegen Matthew Ebden mit 6:3 und 6:4 durch. Ein weiterer Saisonhöhepunkt war das Grand-Slam-Turnier in Wimbledon, bei dem er erstmals das Achtelfinale auf einem Turnier dieser Kategorie erreichte. Gegen Marin Čilić schied er dort in vier Sätzen aus. In der Saison 2016 gewann er lediglich gemeinsam mit Evan King die Doppelkonkurrenz in Monterrey. Aufgrund seiner guten Weltranglistenplatzierung – Kudla erreichte zum 23. Mai 2016 mit Rang 53 seinen Karrierebestwert im Einzelranking – wurde er für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro nominiert.<ref>Denis Kudla to compete in the Olympic Games. In: jtcc.org. 5. August 2016, abgerufen am 13. September 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Dort kam er im Einzel zum Einsatz, bei dem er zum Auftakt auf Andrej Martin aus der Slowakei traf, dem er mit 0:6 und 3:6 deutlich unterlag.<ref>Blasewitzer Andrej Martin im Achtelfinale von Rio de Janeiro. In: dnn.de. Dresdner Neueste Nachrichten, 10. August 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. Januar 2022; abgerufen am 13. September 2020.</ref> Besser verlief dann wieder die nächste Saison, in der ihm auf der Challenger Tour gleich drei Turniersiege im Doppel gelangen. Mit Daniel Nguyen siegte er in Binghamton, mit Dominik Koepfer in Columbus und mit Danny Thomas in Charlottesville. 2018 war er erstmals wieder auch im Einzel erfolgreich, als er das Challenger-Turnier in Drummondville gewann. Mit einem Finalsieg über Benjamin Bonzi sicherte er sich seinen sechsten Einzeltitel. Außerdem sicherte er sich mit Robert Galloway den Titelgewinn in Tallahassee. Während er 2019 erstmals seit 2011 keinen Titel gewinnen konnte, war er 2020 wieder im Doppel erfolgreich. An der Seite von Thai-Son Kwiatkowski gewann er die Doppelkonkurrenz beim Challenger-Turnier in Indian Wells.

2021 spielte er sich als Qualifikant bis in die dritte Runde von Wimbledon und unterlag dort Đoković. 2022 kehrte er durch einen Challenger-Sieg in Phoenix in die Top 100 zurück und erreichte in Miami erstmals die dritte Runde eines Masters. Im Doppel stand er in Wimbledon mit Jack Sock im Viertelfinale. 2023 und 2024 war er Teil des US-Teams beim United Cup, das den Titel 2023 holte. 2025 gewann er den Wettbewerb erneut. Am 4. Januar 2025 erklärte Kudla im Rahmen des Finalsiegs beim United Cup seinen Rücktritt vom Profitennis.<ref>Denis Kudla reflects on memorable career: 'I didn't expect myself to do any of this'. In: atptour.com. 6. Januar 2025, abgerufen am 20. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Erfolge

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam
ATP World Tour Finals
ATP World Tour Masters 1000
ATP World Tour 500
ATP World Tour 250
ATP Challenger Tour (18)

Einzel

Turniersiege

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 29. Juli 2012 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Lexington Hartplatz KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Érik Chvojka 5:7, 7:5, 6:1
2. 4. November 2012 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Charlottesville Hartplatz (i) Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Alex Kuznetsov 6:0, 6:3
3. 4. Mai 2013 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Tallahassee Sand DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Cedrik-Marcel Stebe 6:3, 6:3
4. 5. Juli 2014 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Winnetka Hartplatz UsbekistanDatei:Flag of Uzbekistan.svg Farrux Doʻstov 6:2, 6:2
5. 20. Juni 2015 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Ilkley Rasen AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Matthew Ebden 6:3, 6:4
6. 18. März 2018 KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Drummondville Hartplatz (i) FrankreichDatei:Flag of France.svg Benjamin Bonzi 6:0, 7:5
7. 15. November 2020 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Cary Hartplatz IndienDatei:Flag of India.svg Prajnesh Gunneswaran 3:6, 6:3, 6:0
8. 20. März 2022 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Phoenix Hartplatz DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Daniel Altmaier 2:6, 6:2, 6:3
9. 24. September 2023 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Columbus Hartplatz (i) KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Alexis Galarneau 6:2, 6:1

Doppel

Turniersiege

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 26. Januar 2014 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Maui Hartplatz JapanDatei:Flag of Japan.svg Yasutaka Uchiyama Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Daniel Kosakowski
Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Nicolas Meister
6:3, 6:2
2. 5. Juli 2014 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Winnetka Hartplatz AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Thanasi Kokkinakis Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Evan King
Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Raymond Sarmiento
6:2, 7:64
3. 15. Oktober 2016 MexikoDatei:Flag of Mexico.svg Monterrey Hartplatz Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Evan King AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Jarryd Chaplin
NeuseelandDatei:Flag of New Zealand.svg Ben McLachlan
6:74, 6:4, [10:2]
4. 30. Juli 2017 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Binghamton Hartplatz Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Daniel Nguyen AustralienAustralien Jarryd Chaplin
AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Luke Saville
6:3, 7:65
5. 24. September 2017 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Columbus Hartplatz (i) DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Dominik Koepfer Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Luke Bambridge
IrlandDatei:Flag of Ireland.svg David O’Hare
7:66, 7:63
6. 5. November 2017 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Charlottesville Hartplatz (i) Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Danny Thomas AustralienAustralien Jarryd Chaplin
LettlandDatei:Flag of Latvia.svg Miķelis Lībietis
6:74, 1:4 Aufgabe
7. 28. April 2018 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Tallahassee Sand Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Robert Galloway SpanienDatei:Flag of Spain.svg Enrique López Pérez
IndienDatei:Flag of India.svg Jeevan Nedunchezhiyan
6:3, 6:1
8. 7. März 2020 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Indian Wells Hartplatz Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Thai-Son Kwiatkowski Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Sebastian Korda
Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Mitchell Krueger
6:3, 2:6, [10:6]
9. 20. März 2022 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Phoenix Hartplatz PhilippinenDatei:Flag of the Philippines.svg Treat Huey DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Oscar Otte
DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Jan-Lennard Struff
7:610, 3:6, [10:6]

Statistik

Einzel

Turnier1

2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 2015 2014 2013 2012 2011 2010 2009 2008

Gesamt
Australian Open

Q2 2 1 Q2 Q2 2 2 Q3 2 1 1 Q1 1

0
French Open

Q3 Q1 1 Q1 Q1 1 1 Q3 1 Q1 Q1 1 Q2

0
Wimbledon

Q1 Q3 1 3 n. a. 2 1 Q3 1 AF 2 2 Q3

0
US Open

Q1 Q1 1 2 1 3 2 Q1 1 1 2 1 Q3

0
Gewonnene Einzel-Titel

0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0

0
Gesamt-Siege/-Niederlagen2

1:3 4:5 6:16 9:11 0:1 11:22 11:14 1:1 8:20 8:14 3:5 5:11 2:6 2:2 1:1 0:0 0:0

72:132
Jahresendposition

265 163 106 105 114 113 63 174 132 69 121 114 137 276 496 1051 1208

N/A

Doppel

Vorlage:TennisGrandSlamResultate-Herrendoppel

Mixed

Vorlage:TennisGrandSlamResultate-Mixed Zeichenerklärung: S = Turniersieg; F, HF, VF, AF = Einzug ins Finale / Halbfinale / Viertelfinale / Achtelfinale; 1, 2, 3 = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Hauptrunde; Q1, Q2, Q3 = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Runde der Qualifikation; n. a. = nicht ausgetragen

Weblinks

Commons: Denis Kudla – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />