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Degtjarsk

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Vorlage:Infobox Ort in Russland Degtjarsk (Vorlage:RuS) ist eine Stadt in der Oblast Swerdlowsk (Russland) mit Vorlage:EWZ Einwohnern (Stand Vorlage:EWD).<ref name="einwohner_aktuell" />

Geografie

Die Stadt liegt im Mittleren Ural, etwa 65 Kilometer westlich der Oblasthauptstadt Jekaterinburg an mehreren kleineren linken Zuflüssen der Tschussowaja, eines linken Nebenflusses der Kama, unweit des Woltschicha-Stausees („Jekaterinburger Meer“).

Degtjarsk bildet einen eigenständigen Stadtkreis.

Die Stadt liegt an einer bei Rewda von der Eisenbahnstrecke Kasan – Jekaterinburg abzweigenden Stichstrecke (nur Güterverkehr).

Geschichte

An Stelle der heutigen Stadt entstand bereits im 18. Jahrhundert eine Köhlersiedlung, in der Holzkohle für die Hochöfen im nahen Rewda hergestellt wurde, sowie als Nebenprodukt Teer (russisch djogot, daher der erstmals 1904 belegte Ortsname Degtjarka).

1914 begann die Ausbeutung einer hier entdeckten Kupfererzlagerstätte. Mehrere Schächte wurden abgeteuft und eine Bergarbeitersiedlung entstand, die besonders in den 1920er und 1930er Jahren schnell wuchs.

In Degtjarsk befanden sich die beiden Kriegsgefangenenlager 313 und 476 für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.<ref>Maschke-Kommission: Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962–1977.</ref> Am 18. November 1954 erhielt der Ort unter dem heutigen Namen Stadtrecht.

Am 1. Mai 1960 wurde beim nahen Swerdlowsk ein amerikanisches Spionageflugzeug U-2 mit dem Piloten Gary Powers abgeschossen. Erst viel später wurde bekannt, dass eine der abgefeuerten Flugabwehrraketen versehentlich einen sowjetischen Abfangjäger MiG-19 traf, der bei Degtjarsk abstürzte. Für dessen dabei ums Leben gekommenen Piloten Sergei Safronow wurde 2005 nahe der Stadt ein Denkmal errichtet und eine Straße nach ihm benannt.<ref>Vorlage:Webarchiv in Trud, 20. September 2006 (russisch)</ref><ref>Vorlage:Webarchiv von ITAR-TASS Ural, 14. Dezember 2007 (russisch).</ref>

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1939 19.279
1959 27.430
1970 21.976
1979 20.101
1989 18.394
2002 15.869
2010 15.522

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Wirtschaft

Neben dem stadtbildbestimmenden Kupferbergbau gibt es Betriebe des Gerätebaus (für die chemische Industrie und Buntmetallurgie, Medizintechnik).

Söhne und Töchter der Stadt

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

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